MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Wohnungsmarkt: Die Auswirkungen der alternden Bevölkerung

Die alternde Bevölkerung hat in jeder Hinsicht Konsequenzen im Hinblick auf deren Zusammensetzung:

Die Zahl der Erwerbstätigen sinkt, die der Rentner nimmt deutlich zu.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies:

Heute gehören knapp 50 Millionen Menschen zur typischen Altersgruppe der Erwerbstätigen (20–65 Jahre).

Das sind rund 61% der Bevölkerung. Diese Zahl wird jedoch vor allem nach dem Jahr 2020 deutlich sinken.

2035 werden nur noch rund 40 Millionen zur Altersgruppe der Erwerbstätigen gehören, 2060 werden es nur noch 33–35 Millionen sein – je nachdem, ob die Zahl der Zuwanderer sich eher bei 100.000 Personen oder bei 200.000 Personen pro Jahr einpendelt.

Anders gesagt: Im Jahr 2060 wird es 27–34% weniger Erwerbstätige geben als heute.

Rentner in Zukunft ärmer

Über die Folgen haben Sie sicherlich im Zusammenhang mit der gesetzlichen Rentenversicherung schon viel gelesen: Immer weniger Erwerbstätige müssen für die Renten von immer mehr Rentnern aufkommen.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Daraus gibt es nur einen Schluss: Den Ruheständlern wird künftig im Durchschnitt auch deutlich weniger Geld zur Verfügung stehen.

Was das für Sie als Immobilieneigentümer bedeutet

Die für Sie als Immobilieneigentümer entscheidende Frage ist:

Wie wirkt sich die geringere Zahl Erwerbstätiger auf das Wohnen der Zukunft aus? Verschiedene Szenarien sind denkbar, von denen wir Ihnen hier zwei vorstellen wollen.

1. Szenario: Die Nachfrage nach kleinen, günstigen Wohnungen wird steigen

Wohnen inklusive Nebenkosten macht schon heute neben dem Thema Mobilität den größten Ausgabeposten der meisten Haushalte aus.

Dieser Trend wird sich gerade für Ältere verschärfen, weil die Renten in Zukunft – entgegen anderslautenden politischen Versprechungen – auf Dauer sicher nicht im Einklang mit der Inflationsrate steigen werden.

Folglich ist eine erhöhte Nachfrage nach kleinen, preiswerten Wohneinheiten für die Zukunft wahrscheinlich. Daran sollten Sie bei Umbauten denken.

Beispielsweise könnten Sie, wenn möglich, eine größere Wohneinheit in mehrere kleine umwandeln oder bei einem Haus einen kleineren Teil als separate Einliegerwohnung abtrennen.

2. Szenario: Es wird künftig immer mehr Wohngemeinschaften für Senioren geben

Wer sagt, dass alte Menschen immer als Paar zu zweit beziehungsweise allein leben müssen? Schon jetzt gibt es die ersten Wohngemeinschaften für Senioren, kurz „Senioren-WGs“.

Der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf macht es vor, auch wenn hier sicher nicht der Geldmangel sein Hauptmotiv für die Entscheidung war, in eine Wohngemeinschaft für Ältere einzuziehen.

Er wohnt schon seit Jahren mit seiner Frau und drei weiteren befreundeten Paaren zusammen und zeigt damit, dass sich das Wohnverhalten älterer Menschen allmählich ändert.

… eher in der Stadt als auf dem Land

Hier kommen die Erkenntnisse der Soziografie ins Spiel: Traditionelle Familienstrukturen brechen allmählich auf.

Während im bäuerlichen Leben auf dem Dorf früher noch mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach lebten, ziehen heute die jungen Leute oft vergleichsweise früh aus dem Elternhaus aus – und häufig sogar weiter weg.

Die Eltern bleiben zurück. Sie müssen sich überlegen, welche Lebensform für sie wünschenswert und vor allem bezahlbar ist. Eine Wohngemeinschaft mit Gleichgesinnten bietet sich da durchaus an.

Allerdings werden sich solche Lebensformen zunächst eher im städtischen Umfeld durchsetzen, wo nicht selten weniger Wert auf traditionelle Familienbande gelegt wird als auf dem Land.

Große Stadtwohnungen als Senioren-WGs

Tipp: Vor allem große Stadtwohnungen könnten sich für Senioren-WGs eignen. Aus Vermietersicht ist eine Senioren-WG wegen ihrer geringeren Mieter-Fluktuation zudem oftmals attraktiver als eine Studenten-WG, in die ständig neue Leute ein- und wieder ausziehen.

Auch hier gilt: Überlegen Sie sich, ob Sie Häuser oder Wohnungen haben, die sich für eine entsprechende Vermietung eignen. Wichtig ist eine große Gemeinschaftsküche und ebenso ein großes Wohnzimmer zur gemeinsamen Nutzung.

Auch mehrere Badezimmer sind sinnvoll. Zeigen Sie sich aufgeschlossen, wenn potenzielle Mieter mit dem Anliegen an Sie herantreten, eine Senioren-WG zu gründen.

27. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.