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Handel mit Nebenwerten – worauf man achten sollte

In einem vorigen Artikel habe ich Ihnen gezeigt, dass es sich für Sie als Anleger lohnt, sich bei Ihren Investments nicht nur auf die großen Standardwerte zu konzentrieren.

Denn die kleinen Werte aus der 2. Reihe bieten Ihnen große Gewinnchancen.

Gerade bei Titeln aus dem Nebenwerte-Segment sind die Handelsumsätze jedoch oft recht gering.

Deshalb gilt es, beim Handel mit kleineren Werten einiges zu beachten.

Handelsvolumen ist das entscheidende Kriterium

Was sind eigentlich Nebenwerte? Eine feste Definition gibt es dafür nicht. Für den einen zählen die Midcaps aus dem MDAX schon dazu, für den anderen nicht.

Kriterien sind die Marktkapitalisierung, der Börsenwert des Unternehmens und die Handelsumsätze.

Eben das Handelsvolumen – der Wert der gehandelten Aktien – ist für Sie entscheidend, wenn Sie sich im Nebenwerte-Segment engagieren.

Bei MDAX-Titeln findet ein reger Handel statt, ein Tagesvolumen von mehr als 1 Mio. € bei den Indexwerten ist hier die Regel.

Im Nebenwerte-Index SDAX sieht es da schon anders aus: Hier ist es keine Seltenheit, dass von manchen Aktien nur Papiere im Wert von einigen 1.000 € pro Tag gehandelt werden.


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Außerhalb der Indizes sind die Umsätze ohnehin größtenteils sehr gering.

Geringe Umsätze – hohe Kursausschläge

Das Problem: Sind die Umsätze bei einer Aktie niedrig, können Unternehmens-Nachrichten, Analysten-Einschätzungen oder größere Kauf- und Verkaufsorders leicht zu erheblichen Kursausschlägen führen.

Sind beispielsweise Investmentfonds stark in einem kleinen Wert investiert, ist dies an sich positiv, weil es für die Qualität des Unternehmens spricht.

Auf der anderen Seite birgt eine Beteiligung institutioneller Investoren aber auch Risiken.

Müssen diese ihren Anteil an einem Unternehmen reduzieren, weil Anleger Geld aus dem Fonds abziehen, kann dies den Aktienkurs deutlich unter Druck setzen.

Achten Sie auf die Spreads

Die geringere Liquidität bei kleinen Nebenwerten hat zur Folge, dass der Kauf und Verkauf dieser Titel teilweise gar nicht so leicht ist.

Häufig ist der sogenannte Spread, die Differenz zwischen dem Geldkurs (der Kurs, zu dem Sie die Aktie verkaufen können) und dem Briefkurs (der Kurs, zu dem Sie die Aktie kaufen können), hoch.

Selbst bei manchen SDAX-Titeln kann der Spread schon einmal rund 5% betragen.

Wenn Sie Aktien mit einem relativ hohen Spread kaufen oder verkaufen möchten, sollten Sie Ihre Aufträge besser mit einem Limit versehen.

Vorsicht bei Stop-Loss-Aufträgen

Vorsicht ist auch bei Stop-Loss-Aufträgen geboten. Platzieren Sie einen Stop-Loss an der Börse, wird die Aktie, sobald das Stopp-Niveau erreicht wird, unlimitiert zum Verkauf gestellt.

Weil es bei kleineren Werten häufig zu größeren Kursausschlägen kommt, laufen Sie zum einen Gefahr, einen schlechten Ausführungspreis zu bekommen.

Zum anderen ist das Risiko vergleichsweise hoch, durch kurzfristige Kursausschläge unglücklich ausgestoppt zu werden.

Selbstverständlich ist eine strikte Risikobegrenzung wichtig. Bei kleinen, schwankungsintensiven Aktien ist hier ein mentaler Stopp aber oft die bessere Wahl.

In diesem Fall platzieren Sie die Stop-Order nicht an der Börse, sondern überwachen Ihre Position selbst.

Wird Ihr gedanklicher Stopp auf Tagesschlusskurs-Basis unterschritten, stellen Sie die Position am folgenden Handelstag – am besten mit Limit – zum Verkauf.

Nebenwerte bieten große Chancen

Nebenwerte stehen nicht so sehr im Fokus wie die großen Standardwerte.

Somit ist hier die Chance größer, eine wirkliche Perle zu finden als unter den Blue Chips, die von zahllosen Analysten bewertet werden.

Wenn Sie auf die angesprochenen Punkte achten, bieten Ihnen die kleinen Werte große Chancen auf überdurchschnittliche Kursgewinne.

11. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.