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YieldCo: Dividendenbringer als Win-Win-Modell für Firmen und Anleger

Was ist eine YieldCo? Diese Frage stellen sich viele – gerade seitdem neuerdings auch in Deutschland erste Unternehmen dazu übergehen, sogenannte YieldCos zu gründen, um damit Wertsteigerungen zu erzielen und Investoren anzulocken.

YieldCo als neues Konstrukt

YieldCos sind hierzulande noch weitgehend unbekannt, der Begriff ist relativ neu. Es handelt sich um börsennotierte Tochterunternehmen, in die bestimmte rentable Anlagen ausgegliedert und dort gebündelt werden. Aber warum wird das gemacht und was haben Anleger davon?

Zunächst: Das Wort besteht aus Yield für Rendite und Co für Company. Das ließe sich als ertragsorientiertes Unternehmen übersetzen. Generell: YieldCo steht für Unternehmen, die aufgrund ihres Geschäftsmodells einen vorhersehbaren, stabilen Kapitalfluss erzeugen. Der wiederum kommt Anlegern in Form von Dividenden zugute.

Firmenteile mit stabilen Gewinnen ausgliedern

Prominente Beispiele sind Firmen, die sich an fertig gestellten Windparks beteiligen und durch die Produktion sowie den Verkauf von Strom einen weitgehend sicheren Zufluss an Kapital vorweisen. Durch die Konzentration rein auf bereits laufende Anlagen bleiben alle Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Herstellung und Erschließung von Windparks außen vor.


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Gerade die volatilen, sprich schwankungsanfälligen Bereiche wie Forschung, Entwicklung und Konstruktion können sich negativ auf das Betriebsergebnis von Solar- oder Windparkunternehmen auswirken.

Nachdem 2013 die weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien innerhalb eines Jahres um 11% gesunken waren, kam die Idee auf, als Lösung separate YieldCos zu gründen, die fertige Solar- oder Windkraftwerke aufkaufen und über langfristige Verträge Strom verkaufen.

Berechenbare Dividenden für Aktionäre

Durch die garantierten Einnahmen winken den Aktionären stabile Dividenden. Die Muttergesellschaften wiederum können die YieldCos als planbaren Absatzkanal für ihre entwickelten Anlagen nutzen.

Der erste YieldCo kam in den USA mit NRG Yield auf den Markt. Von den Kursgewinnen profitierte ebenfalls die Muttergesellschaft NRG. Mittlerweile gliedern auch große Developer wie SunEdison oder Foresight ihre Kraftwerke in diese neuen Vehikel aus und bringen sie an die Börse.

Der Erfolg veranlasste jüngst sogar die beiden amerikanischen Rivalen First Solar und SunPower, die Gründung einer gemeinsamen YieldCo zu verkünden. Durch die höhere Effizienz über diese Zusammenarbeit wollen die Unternehmen künftig weitaus größere Anlagen finanzieren.

Erfolgsmodell bald auch in Deutschland?

Neuerdings findet dieses Modell auch Nachahmer in Deutschland. Der Windprojektierer PNE macht seit einigen Monaten mit zwei geplanten YieldCos von sich reden. Eine ist für den internationalen Markt in Großbritannien geplant, eine am Firmensitz in Cuxhaven.

Fertige Windparks werden nach und nach auf die YieldCos übertragen, die ab Ende 2016 auch für Anleger zugänglich sind. Damit eröffnet sich eine gebündelte Investition in zahlreiche funktionierende Winkparks anstatt in Einzelprojekte.

In Bezug auf die zu erwartenden Dividendenrenditen gibt sich PNE noch zurückhaltend, verweist aber auf britische Vorbilder wie TRIG oder Green Coats, die etwas über 5% abwerfen.

Angesichts aktuell niedriger Zinsen können YieldCos für Anleger eine lohnende Anlagealternative sein. Nicht zuletzt aufgrund staatlicher Förderungen für Erneuerbare Energien besteht Aussicht auf berechenbare Renditen. Das Finanzierungsvehikel kann sich als Win-Win-Modell für Anleger und Unternehmen erweisen. PNE etwa hofft, damit endlich den Zugang zum Tec-DAX zu schaffen.

3. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.