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Zahl der Erwerbstätigen sinkt: Das müssen Sie als Vermieter beachten

Heute gehören knapp 50 Millionen Menschen zur typischen Altersgruppe der Erwerbstätigen (20–65 Jahre).

Das sind rund 61% der Bevölkerung.

Diese Zahl wird jedoch vor allem nach dem Jahr 2020 deutlich sinken.

2035 werden nur noch rund 40 Millionen zur Altersgruppe der Erwerbstätigen gehören, 2060 werden es nur noch 33–35 Millionen sein – je nachdem, ob die Zahl der Zuwanderer sich eher bei 100.000 Personen oder bei 200.000 Personen pro Jahr einpendelt.

Anders gesagt: Im Jahr 2060 wird es 27–34% weniger Erwerbstätige geben als heute.

Auswirkungen auf Büro- und Gewerbeimmobilien

Im Bereich der Büro- und Gewerbeimmobilien lässt sich nur spekulieren, welche Auswirkungen die sinkende Zahl der Erwerbstätigen haben wird. Hier liegt in der Tat der Verdacht nahe, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren spürbar nachlassen wird.

Sehr wahrscheinlich wird dieser Nachfrageeinbruch wesentlich markanter sein als bei Wohnimmobilien: Ältere Menschen brauchen genauso Wohnraum wie jüngere, aber sie brauchen als Rentner oder Pensionäre keinen Arbeitsplatz mehr.

Folglich werden Büro- und Gewerbeimmobilien in Zukunft wohl deutlich weniger attraktive Vermietungsobjekte sein als Wohnimmobilien.


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Nischenmarkt: Büroplätze für Freiberufler

Allerdings beobachten die Soziografen einen Trend zur „Vereinzelung“. Immer mehr Menschen arbeiten nicht mehr unter dem Dach großer Firmen, sondern sind als freie Mitarbeiter für verschiedene Auftraggeber tätig.

Die moderne elektronische Kommunikation macht es ihnen leicht, ihren Arbeitsort selbst zu wählen.

Viele Dienstleistungen lassen sich digital am Rechner erbringen: Entwürfe, Texte und Grafiken können heute problemlos per E-Mail in Sekundenschnelle versendet werden.

Der Begriff „digitale Boheme“ verdeutlicht heute schon den immer stärker werdenden Trend zu flexiblen Arbeitsstrukturen. Viele Angehörige dieser „digitalen Boheme“ leiden allerdings unter Geldmangel.

Das wiederum eröffnet für Sie als Vermieter interessante Perspektiven.

Wichtig: günstige Mieten, kurze Kündigungsfristen

In einigen Großstädten gibt es mittlerweile Vermieter, die für wenig Geld und mit sehr kurzen Kündigungsfristen Einzelplätze in Großraumbüros vermieten.

Für rund 300 Euro pro Monat können hier beispielsweise Grafiker, Architekten, Webprogrammierer, Werbetexter und Designer Einzelplätze anmieten. Jeder Arbeitsplatz ist mit einem eigenen Telefon- und Internetzugang ausgestattet.

Im Mietpreis inbegriffen ist auch die Nutzung der Gemeinschaftsküche und des angeschlossenen Konferenzraums. Das Mietverhältnis lässt sich rasch und unkompliziert auflösen, wenn jemand nicht länger bleiben möchte.

Tipp

Mit Sicherheit findet dieses Vermietungskonzept in Zukunft immer mehr Anhänger. Durch die Vielzahl der Mieter lassen sich auf diese Weise – selbst bei vergleichsweise geringen Mieten für jeden Einzelplatz – attraktive Renditen erzielen.

Auch das ist eine interessante Marktnische, in die Sie als Vermieter von Büroräumen durchaus vorstoßen könnten.

Weitere Nische: „Home Offices“

Auch als Vermieter von Wohnimmobilien können Sie sich auf das Zeitalter der „digitalen Boheme“ einstellen: Indem Sie in den Wohnungen und Häusern, die Sie vermieten, die Möglichkeit bieten, einen Raum als Büro einzurichten.

Denn auch dieser Trend nimmt zu: Mehr und mehr Firmen richten ihren Mitarbeitern Telearbeitsplätze ein. Sie erlauben ihnen also, die Arbeit von zu Hause aus zu verrichten.

Das geht natürlich nur, wenn ein entsprechend leistungsstarker Telefon- und Internetanschluss in einem von der Wohnung abgetrennten, separaten Raum vorhanden ist.

Auf gute Kommunikations-Infrastruktur achten

Achten Sie bei Bestandsimmobilien unbedingt darauf, jeden Raum mit den wichtigsten Leitungen und Anschlüssen (Telefon, Internet, ggf. Kabel- oder Satellitenanschluss) zu versehen.

Das erleichtert die Vermietung an Menschen, die sich in der Mietwohnung ein eigenes „Home Office“ einrichten möchten. Auch aus steuerlichen Gründen ist es für Mieter vorteilhaft, das Arbeitszimmer komplett vom Rest der Wohnung trennen zu können.

1. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.