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Zahlungen an Vermögensverwalter sind Werbungskosten

Haben Sie Ihre Vermögensverwaltung in die Hände eines Bank- oder Finanzberaters abgegeben, können Sie davon steuerlich profitieren. Allerdings steht und fällt Ihr Steuervorteil damit, ob Sie die Kosten für die Vermögensverwaltung als Einkünften aus Kapitalvermögen, sprich Werbungskosten, deklarieren oder bei den Einkünften aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Das Finanzgericht Düsseldorf gab jetzt einem Steuerzahler recht und erlaubte den gesamten Abzug der Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen.

Im vorliegenden Fall standen Kosten für die Vermögensverwaltung von 22.000 € zum steuerlichen Abzug an. Das zuständige Finanzamt teilte die Kosten willkürlich im Verhältnis 75:25 zwischen den beiden steuerlichen Einkunftsarten auf. Der Steuerzahler widersprach dieser Aufteilung, da er keine Spekulationsgewinne erzielt habe und die Werbungskosten aus privaten Veräußerungsgeschäften so nicht genutzt werden konnten.

Da er mit seinem Steuerberater die Kosten nach der Entstehung plausibel aufgeschlüsselt hatte, gab ihm das Finanzgericht Recht und liess den Abzug als Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen komplett zu. Zahlungen an Ihren Vermögensverwalter können Sie steuerlich geltend machen. Damit Sie allerdings den höchstmöglichen Werbungskostenabzug durchsetzen können, legen Sie dem Finanzamt eine genaue Aufstellung vor, nach der die Kosten nachvollziehbar aufgeschlüsselt sind.

Sind, wie in diesem Fall, die Kosten für die Vermögensverwaltung entsprechend hoch, dann fertigen Sie die Aufschlüsselung mit Hilfe Ihres Steuerberaters an. So steigern Sie Ihre Chancen auf steuerliche Anerkennung.

Ihr

BKK-Unterschrift-Liemen

Dr. Erhard Liemen,

Chefredakteur von:

„Bankkunden – vertraulich“

„Der Deutsche Wirtschaftsbrief“

9. März 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.