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Zahlungsausfällen schon bei Mieterauswahl vorbeugen

Bei der Auswahl des Mieters stellen Sie die entscheidenden Weichen für Ihr künftiges Mietverhältnis. Zwar ist nie auszuschließen, dass Ihr Mieter wegen Arbeitslosigkeit in Zahlungsschwierigkeiten geraten kann oder er Ihnen, nachdem der Mietvertrag unterschrieben ist, bei der ersten Meinungsverschiedenheit sein „wahres Gesicht“ zeigt.

Dennoch sollten Sie Ihrem Gefühl und Ihrer Erfahrung vertrauen, denn meistens ist der erste Eindruck richtig. Ganz allein auf Ihre Menschenkenntnis brauchen Sie sich aber nicht zu verlassen.

Denn es gibt mehrere Methoden, die Ihnen helfen, an „den Richtigen“ zu geraten: An einen solventen, ordentlichen und freundlichen Mieter, der gut in die Hausgemeinschaft passt.

Chiffre-Anzeigen als Anhaltspunkt

Suchen Sie Ihren Mieter über die Zeitung, erweisen sich Chiffre-Anzeigen von Vorteil. Denn hierbei muss sich der Mietinteressent schriftlich präsentieren, was schon allerlei Rückschlüsse auf seine Person ermöglicht.

Außerdem zeigt der potenzielle Mieter, der die mit einer schriftlichen Bewerbung verbundenen Mühen auf sich nimmt, ein wirklich ernsthaftes Interesse an der Anmietung Ihrer Wohnung.


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Auch die Einschaltung eines Maklers kann böse Überraschungen vermeiden helfen. Achten Sie bei seiner Beauftragung aber darauf, dass er seine Provision vom Mieter erhält, wenn dieser die Wohnung anmietet.

Machen Sie dem Makler bei der Mieterauswahl konkrete Vorgaben. Verlangen Sie etwa, er möge die Wohnung ausschließlich Personen mit einem festen Arbeitseinkommen anbieten, über deren Zahlungsfähigkeit er sich durch Abfrage von Schuldner-Auskunfteien vergewissert hat.

Zurückhaltung ist fehl am Platz

Der persönliche Eindruck liefert eine wichtige Erkenntnisquelle über die Person Ihres vielleicht künftigen Mieters. Falsche Zurückhaltung in Ihrem Gespräch kann dabei böse Folgen haben.

Fragen Sie also freundlich aber direkt nach, wodurch der Interessent seinen Lebensunterhalt bestreitet und ob für ihn neben der Miete noch andere größere monatliche Zahlungsverpflichtungen bestehen.

Im Rahmen dieses Gesprächs sollten Sie in Erfahrung bringen, welchen Beruf er gelernt hat, wer sein Arbeitgeber ist beziehungsweise ob er selbstständig arbeitet.

Möglicherweise erfahren Sie, dass sein Chef ihn demnächst auf eine Stelle ins Ausland versetzen möchte, weshalb das Mietverhältnis nur von kurzer Dauer sein könnte oder Ihnen plötzlich ein Untermieter präsentiert würde.

Schließen Sie in jedem Fall absolute Hinderungsgründe aus: Erkundigen Sie sich, ob der Mietinteressent schon einmal die eidesstattliche Versicherung (früher: Offenbarungseid) abgegeben hat oder ein Privatinsolvenzverfahren gegen ihn eingeleitet ist.

Tipp: Verlangen Sie von allen künftigen Mietern eine schriftliche Selbstauskunft. Bitten Sie, auf einem Formular Angaben zur Person (Name, Geburtsdatum und -ort) und zu den Einkommensverhältnissen zu machen.

Zu einer solchen Erklärung sind Mietinteressenten zwar nicht verpflichtet, doch viele sind hierzu freiwillig bereit. Einen bewährten Fragebogen für die Mieterselbstauskunft können Sie sich im Internet unter www.immobilien-berater.de herunterladen.

Monatliche Ausgaben erfahren

Wichtig ist auch, dass Sie mit Ihrem Interessenten über seine tatsächlichen monatlichen Ausgaben sprechen. Er muss wissen, ob er sich eine langfristige Anmietung wirklich leisten kann. Manchem Mieter ist aber die Unterscheidung zwischen (Nettokalt-) Miete und Vorauszahlungen auf Betriebskosten nicht klar.

Gerade letztere sollten so realistisch wie möglich kalkuliert sein. Sieht sich der Mieter bei der ersten Abrechnung mit einer erheblichen Nachforderung konfrontiert und merkt er erst auf diese Weise, wie hoch seine monatliche Belastung effektiv ist, kann es zu spät sein: Die regelmäßige Zahlung der vollständigen Miete ist gefährdet, ebenso der Ausgleich von Betriebskostennachforderungen.

Tipp: Legen Sie dem Mietinteressenten dar, wie hoch seine monatliche Belastung „unterm Strich“ sein wird. Sie ermöglichen ihm eine bessere Planung seiner Ausgaben und verringern für sich selbst so das Risiko von Zahlungsausfällen.

22. August 2005

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.