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Zahngold: Zu schade zum „Entsorgen“

„Soll ich’s für Sie entsorgen?“

Wenn Ihnen der Zahnarzt diese Frage in Bezug auf alte Kronen oder Inlays stellt, dann gibt es nur eine Antwort: Nein!

Und ganz nebenbei bemerkt: Sie sollten dann auch überlegen, den Zahnarzt zu wechseln!

Gold, Silber, Platin und Palladium im Mund

Als Patient haben Sie einen Anspruch darauf, dass Ihnen der Zahnarzt das aushändigt, was er aus Ihrem Mund entfernt.

Bei einer Amalgam-Füllung lohnt es sich selbstverständlich nicht, sie zurückzuverlangen, sehr wohl aber bei allem, was edelmetallhaltig sein könnte.

Das sind beispielsweise Zahnkronen oder Inlays aus Gold.

Denn dafür gibt’s auch noch dann gutes Geld, wenn sie jahrelang im Mund als Kau- und Beißwerkzeuge ihren Dienst getan haben, womöglich etwas unansehnlich geworden sind und komisch riechen.

„Altgold-Sofortankauf“: Bitte meiden

Allerdings sollten Sie mit dem Zahngold nicht zu einem der vielen Ankäufer gehen, die mit dem Werbeschild „Sofort Bargeld für Ihr Altgold“ in fast allen Innenstädten ansässig sind.

Auch wenn sie noch so großzügige Preise versprechen: Sie zahlen diese im Endeffekt in aller Regel nicht.

Oft verlangen sie für die Prüfung Ihres Altgoldes sogar eine Bearbeitungs-Gebühr. Und selbst wenn diese ausbleibt, ist besagte „Prüfung“ nicht gerade aussagekräftig.


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Denn meist wird lediglich eine bestimmte Flüssigkeit eingesetzt, mit der sich zwar herausfinden lässt, ob sich überhaupt Gold in den vorgelegten Dental-Teilen befindet. Aber wie viel Gold enthalten ist, bleibt – auch für den Händler – im Dunkeln.

So werden Sie also oft mit einem Bruchteil des wahren Materialwertes abgespeist – und wissen meist nicht einmal, dass Sie anderswo sehr viel mehr Geld dafür hätten bekommen können.

Die Zahnärzte wissen es aber meist. Umso schändlicher ist es, wenn diese Sie darauf nicht aufmerksam machen.

Lassen Sie sich den wahren Wert vergüten

Doch was ist im Zahngold typischerweise so alles enthalten? V. a. das Gold schlägt natürlich zu Buche.

Aber auch Silber, Platin und Palladium sind häufig in kleineren Beimengungen enthalten – und gerade für Platin und Palladium erhalten Sie richtig viel Geld.

Eine Beispielrechnung verdeutlicht, wie viel Geld Ihnen der Zahnarzt unterschlägt, wenn er Ihre alten Kronen und Inlays „entsorgt“:

Angenommen, Sie haben insgesamt 10 g Zahngold. Darin enthalten sind 75% Gold, also 7,5 g. 10%, und damit 1 g, entfallen auf Silber.

Je 7%, und damit 0,7 g Platin und Palladium, sind außerdem noch enthalten. Der Rest sind wertlose Legierungs-Metalle.

So sieht die Wertermittlung aus:

  • Das Gold kostet derzeit rund 30 €/g. Damit erhalten Sie fürs Gold schon 225 €.
  • Das Silber kostet derzeit etwa 13 €/g. Sie können also noch 13 € zum Wert hinzurechnen.
  • Für das Platin werden derzeit rund 28 €/g gezahlt. Damit kommen noch einmal etwa 19 € hinzu.
  • Das Palladium kostet aktuell circa 19 €/g. Somit steigt der Gesamtwert um weitere 13 €.

In Summe bekommen Sie für diese lächerlichen 10 g also 270 € (Stand: August 21015). Daran sehen Sie sofort: Das lohnt sich!

Seriöse Zahngold-Ankäufer: Die Scheide-Anstalten

Ob in Ihrem Zahngold auch noch Silber, Platin und Palladium enthalten ist, kann ein herkömmlicher Altgoldhändler nicht ermitteln. Aber es gibt Unternehmen, die das können: die sogenannten Scheideanstalten.

Sie besitzen spezielle Apparaturen und Gerätschaften dafür. Und sie werden Ihnen auch das Edelmetall entsprechend des wahren Gehalts vergüten.

2 Internet-Adressen sollten Sie sich in diesem Zusammenhang merken – zum einen die der Edelmetall-Service GmbH & Co. KG in Rheinstetten bei Karlsruhe: http://www.scheideanstalt.de/.

Zum anderen merken sollten Sie sich die Seite der Degussa (Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt): http://www.degussa-goldhandel.de.

Im Internet sind also beide Scheideanstalten vertreten. Dort erfahren Sie auch genau, was Sie tun müssen, um Ihr altes Zahngold zu einem fairen Preis zu verkaufen.

Das können Sie, anders als früher, inzwischen auch als Privatperson tun und nicht nur als Juwelier oder Zahntechniker. Und Sie können auch altes Schmuckgold, das Ihnen nicht mehr gefällt, zum Einschmelzen verkaufen.

Dann ist Ihr Geldbeutel prall gefüllt – und Sie haben genug Bares für die eine oder andere zusätzliche Reise oder Shoppingtour …

31. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.