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Zalando-Gründer Schneider im Interview: Nichts konkretes in der Pipeline

Gute 600 Millionen Euro hat der Börsengang dem Internet-Händler Zalando in die Kassen gespielt.Der Schrei vor Glück dürfte bei den Anlegern jedoch ausgeblieben sein, weil die Aktie am ersten Tag nur kurzzeitig deutlich über Ausgabekurs gehandelt wurde.

Kritiker hatten im Vorfeld des Zalando-IPOs vor einer neuen Internet-Blase gewarnt. David Schneider, Zalando-Mitbegründer und Vorstand, gibt sich im Gevestor-Gespräch dennoch gelassen. Marcus Schult fragte ihn, wie er den Börsengang seines Unternehmens beurteilt.

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David Schneider: Wir sind sehr zufrieden. Es ist alles gut gelaufen. Es war ein erfolgreicher Start. Wir hatten spannende letzte Wochen. Jetzt sind wir hier und es ist gut gelaufen.

GeVestor: Was hat es für Zalando für eine Bedeutung, dass Sie jetzt an der Börse sind?

Schneider: Wir sind im Ansehen des Unternehmens vor Investoren, vor Marken, Partnern usw. gestiegen. Es ist ein wichtiger Schritt. Auf der anderen Seite ändert sich für uns auch nicht grandios viel. Morgen geht es weiter, wir arbeiten weiter im Geschäft. Natürlich hat man Veröffentlichungspflichten usw., aber das wird nichts daran ändern, wie wir an unserer langfristigen Vision arbeiten.

GeVestor: Man könnte auf den Verdacht kommen, es ist im Prinzip „Marketing mal anders“.


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Schneider: Nein.

GeVestor: Sie haben eine Menge Geld eingesammelt. Was wollen Sie damit machen?

Schneider: Wir haben jetzt einiges zur Verfügung, was wir investieren können. Das werden wir auch sinnvoll tun. Wir stehen zum Glück nicht unter Zugzwang und haben auch nichts ganz Konkretes in der Pipeline. Aber gerade im Bereich Technologie können wir etwas machen. Wir wollen Innovation betreiben, wie man Fashion noch besser zum Kunden rüberbringt, da die neuesten Technologien umsetzen, vielleicht auch mal das eine oder andere Unternehmen in dem Bereich anschauen.

GeVestor: Was erwartet den Aktionär von Zalando? Was ist das, was Sie für ihn jetzt leisten wollen?

Schneider: Wir werden uns – wie auch schon vorher – voll reinhängen und versuchen, die besten Ergebnisse abzuliefern. Uns geht es natürlich um eine langfristige Vision. Wir wollen den Fashion-E-Commerce in Europa prägen und da natürlich unsere Marktführerschaft noch weiter ausbauen und noch stärker werden. Das wird sich sicherlich im Wert widerspiegeln und hoffentlich auch für die Aktionäre eine sehr spannende Anlage werden.

GeVestor: Bei Ihren Kunden haben Sie garantiert einen bestimmten Typ im Blick. Haben Sie das auch bei den Aktionären?

Schneider: Wir wollen natürlich am liebsten die Leute, die wirklich langfristig an die Vision glauben und uns auch langfristig begleiten. Das ist das, wonach wir am liebsten schauen.

GeVestor: Eine Frage bleibt: Zalando ist einfach Internet, Zalando ist E-Commerce. Das ist Zukunft. Warum Geld einsammeln über einen so traditionellen Weg wie die Börse?

Schneider: Die Börse bietet Vorteile. Den Marktzugang, den Kapitalzugang zu schaffen, ist letztlich ein Wettbewerbsvorteil. Alle anderen namhaften Player weltweit sind auch dort gelistet. Deswegen macht es für uns durchaus Sinn und eröffnet uns alle Möglichkeiten für die Zukunft.


(c) Zalando

Zalando-Vorstände: Ritter, Schneider, Gentz (v.l.).*


Was unsere Analysten zum Zalando Börsengang sagen

Sascha Mohaupt, Chefredakteur „Innovation Investor„: „Zalando hat außer dem bekannten Markennamen keine Wettbewerbsvorteile gegenüber der immer zahlreich werdenden Konkurrenz. Das spricht nicht dafür, dass die Gewinnmargen auf lange Sicht nachhaltig gesteigert werden können.

Richard Mühlhoff, Chefredakteur „Investment Elite„: „Zalando muss zukünftig profitabler werden.

Tobias Schöneich, Chefredakteur „Kapitalmarkt-Trends“: „Anleger sollten wissen, dass es sich beim Kauf von Zalando-Aktien nicht um eine Investition, sondern um eine Wette auf die Zukunft handelt.

*(c) Zalando Corporate Communications.

1. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.