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Zeitwert: Option 3 Monate vor Fälligkeit verkaufen

Warum ein Optionsschein trotz Erholung des Basiswerts im Minus liegen kann liegt mitunter am Zeitwert.

Drei Monate vor Fälligkeit verkaufen – Das raten Börsenprofis Anlegern, die Optionsscheine im Depot liegen haben.

Grund: Der Zeitwertverlust. Denn gegen Ende der Laufzeit verliert der Optionsschein überproportional viel von seinem Zeitwert.

Rolf Morrien, Experte für die Anlage von Optionen und Chefredakteur des Börsenbriefs „Depot-Optimierer“ zu Zeitwert, Zeitwertverfall und warum ein Optionsschein trotz Erholung des Basiswerts im Minus liegen kann.

Optionsscheine: Basiswert erholt, Call im Minus – Warum?

Börsenexperte Rolf Morrien hat einen Call auf den österreichischen Leitindex ATX in seinem Depot liegen. Gekauft im Juli dieses Jahres, also 2007, und fällig im Juli 2008.


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Der ATX stand im Juli nur etwas tiefer als aktuell – Das bedeutet, dass der Optionsschein auch nur gering an Wert verlieren sollte. Trotzdem liegt der ATX-Call im Minus, und zwar stärker als erwartet. Der Grund: Ein Teil des Kursverlusts liegt am Zeitwertverlust.

Optionsscheine: Zeitwert ist Risikoprämie für Bank

Der Zeitwert ist aus Sicht der Bank eine „Risikoprämie“. Sie verlangt als Gegenleistung für die Hebel-Wirkung und dem geringen Kapitaleinsatz einen Preisaufschlag.

Aus Sicht des Anlegers handelt es sich um eine Art „Hoffnungswert“. Sie bezahlen einen höheren Preis, um von der zukünftigen Aufwärtsbewegung des Basiswerts mit Hilfe des Optionsscheins überproportional zu profitieren.

Optionsscheine: Zeitwert ist Kurs minus innerer Wert

Da sich der Kurs des Optionsscheins aus innerem Wert und Zeitwert zusammensetzt, ist die Berechnung des Zeitwerts ganz einfach:

Der Zeitwert ergibt sich, indem Sie den aktuellen Kurs des entsprechenden Optionsscheins nehmen und von diesem wiederum den inneren Wert abziehen.

Kurz: Zeitwert = aktueller Kurs Optionsschein – innerer Wert

Würde heute der Optionsschein fällig werden, würde der Anleger einen Verlust in Höhe des Zeitwerts erleiden. Denn während der Laufzeit sinkt der Zeitwert bis er schließlich am Laufzeitende einen Wert von 0 erreicht.

Am Tag der Fälligkeit zählt nur noch der innere Wert, der Zeitwert spielt durch den Faktor von Null keine Rolle mehr in Ihrer Rechnung.

Optionsscheine: Die Drei-Monats-Faustregel

Besonders in der Schlussphase sinkt der Zeitwert überproportional stark. Bei stagnierendem Basiswert verliert der Optionsschein aufgrund des sinkenden Zeitwerts. Daher sollten Optionsscheine etwa 3 Monate vor Fälligkeit verkauft werden.

Der Stand des ATX ist heute gegenüber dem Kaufzeitpunkt fast unverändert. Trotzdem steht der Optionsschein leicht im Minus – eine Wette gegen die Zeit.

Bei dem ATX-Call ist allerdings noch ausreichend Zeit, um vom erwarteten Aufschwung des ATX überproportional zu profitieren, denn der Optionsschein wird erst im Juli 2008 fällig. Börsenprofi Rolf Morrien kann also noch ein halbes Jahr warten, bis der Zeitwertverlust voll durchschlägt.

13. November 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.