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Zero Bond-Anleihe: 0% Zinsen während der Laufzeit

Eine Zero Bond-Anleihe (auch Nullkuponanleihe genannt) ist eine besondere Form eines verzinslichen Wertpapieres und gilt als Exot auf dem Anleihenmarkt. Eine Zero Bond-Anleihe verfügt über keine laufenden Zinszahlungen, das heißt, während der Laufzeit der Anleihe erhält ihr Besitzer 0% Zinsen. Diesem Umstand verdanken die Zero Bonds auch ihren Namen.

Stattdessen werden die Zinsen (inkl. Zinseszins) erst am Ende der Laufzeit des Zero Bonds in einem Betrag zusammen mit der Tilgung der Anleihe ausgezahlt. Aus diesem Grund ist die Zero Bond-Anleihe für all jene Investoren interessant, für die der Zeitpunkt der Zinszahlung ein wichtiges Investitionskriterium darstellt.

Kurssteigerungen als Gewinn für den Anleger

Der Gewinn für Sie als Anleger besteht ausschließlich in der Differenz zwischen dem Erwerbskurs und dem Rückzahlungspreis bzw. Verkaufskurs der Zero Bond-AnleiheDas bedeutet im Klartext: Statt eines jährlichen Kupons erhalten Sie als Käufer dieser Anleihe Zinsen in Form von Kurssteigerungen. Daraus ergibt sich, dass bei dieser Form der Anleihe eine positive Kursentwicklung das A und O zum Erfolg darstellt.

Die 2 wichtigsten Formen der Zero Bond-Anleihe im Überblick

Normalerweise werden bei der Emission Zero Bonds demnach deutlich unter dem Nominalwert verkauft. Erst am Ende der Laufzeit der Anleihe erhält der Anleger dann 100% des Nominalwertes zurück. Bei der Zero Bond-Anleihe sind die Zinsen in der Differenz zwischen Ausgabebetrag und Rückzahlungsbetrag versteckt.

Bei dem sogenannten „Zinssammler“, einer Sonderform des Zero Bonds, ist das anders. Bei dem Zinssammler erfolgt die Ausgabe zum Nominalwert.

Die Zinsen werden während der gesamten Laufzeit der Anleihe ebenfalls nicht ausgezahlt, sondern lediglich angesammelt. Dabei handelt es sich entweder um feste Zinsen oder um Zinsen, die dem Marktzinssatz angepasst sind. Erst am Ende der Laufzeit erfolgt dann die Gutschrift.


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Die Rückzahlung erfolgt hier nicht zum Nominalwert, sondern zu dem Wert aller „gesammelten“ Zinsen plus Nominalwert.

Das bedeutet, dass der Inhaber eines Zero Bonds bei beiden Varianten nur eine Einmalzahlung erhält.

Im Überblick:

  • Bei der Zero Bond-Anleihe im klassischen Sinne wird am Ende der Laufzeit der Nennwert der Anleihe ausbezahlt.
  • Bei dem Zinssammler erfolgt die Ausgabe zum Nennwert. Die Zinsen werden bis zum Laufzeitende angesammelt und dann zusammen mit dem Nennwert der Anleihe ausgezahlt.

Steuerliche Behandlung der Zero Bond-Anleihe

Erträge aus Zero Bonds werden nach deutschem Steuerrecht als Kapitalerträge behandelt. Somit werden sie mit dem Abgeltungssteuersatz besteuert, welcher bei etwa 28% (zuzüglich Solidaritätszuschlag) liegt. Darüber hinaus sieht der deutsche Gesetzgeber vor, dass die Erträge aus Anlagen, die sich im Privatvermögen befinden, erst bei Fälligkeit versteuert werden müssen.

Gleiches gilt für den vorherigen Verkauf der Anleihe. Aus diesem Grund kann der Zeitpunkt der Versteuerung bewusst in Phasen einer niedrigen Progression verschoben werden, um so Steuern zu sparen.

Diese „Spielmöglichkeit“ ist ein wichtiges Argument für den Erwerb von Zerobonds. Allerdings ist der steuerliche Spielraum seit Einführung der Abgeltungssteuer deutlich geringer geworden als zu früheren Zeiten.

Zero Bond-Anleihen: Anlage mit Risikofaktor

So verlockend die Gewinnchancen bei Zero Bond-Anleihen auch sein mögen, das Risiko eines Verlustes sollte vor dem Kauf auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Das Verlustrisiko ist zunächst genauso groß wie bei normalen Anleihen, es ist alleine der Bonität des jeweiligen Emittenten geschuldet.

Ähnlich verhält es sich mit dem Kursrisiko, das aus Schwankungen des Marktzinses resultiert. Auch hier gilt wie bei normalen Anleihen, je länger die Restlaufzeit, desto größer die Kursschwankungen. Allerdings reagiert ein Zero Bond besonders stark auf Kursschwankungen des Marktzinses, da eine Wiederanlage der Erträge während der Laufzeit nicht möglich ist.

Diese hohe Empfindlichkeit des Zinses kann besonders dann gefährlich werden, wenn ein Anleger gezwungen ist, ein Papier mit langer Restlaufzeit zu veräußern und seit dem Kauf die Marktzinsen gestiegen sind. Generell gilt bei allen Anleihen, und damit auch bei einer Zero Bond Anleihe: Je niedriger der Nominalzins fällt und je länger die Laufzeit ist, desto größer sind die Kursschwankungen.

30. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.