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Zero-Bonds: Beispiel zur Berechnung der Rendite

Die Eigenschaften von Zero-Bonds: Keine laufenden Zinszahlungen sowie keine steuerlichen Belastungen bis zum Ende der Laufzeit oder bis zum vorzeitigen Verkauf.

Zero-Bonds werden auch Nullkuponanleihen genannt und sind meist bei langfristig orientierten Anlegern beliebt. Sie müssen sich während der Laufzeit nicht um die Wiederanlage von Zinszahlungen kümmern.

Die Rendite wird durch mehrere Faktoren bestimmt. Insbesondere die Effektivverzinsung sollte hierbei vom Anleger im Auge behalten werden.

Kaufvariante wählen

Trotz steigendem Interesse zählen Zero-Bonds immer noch zu den „Exoten“ im Anleihebereich. Zero-Bonds existieren in 2 verschiedenen Varianten. Die übliche Form ist die Abzinsungsvariante.

Hier wird der Ausgabekurs unter pari, also unter dem Nennwert, emittiert. Der Rückgabepreis beträgt dann 100% des Nennwertes.

Die weniger übliche Form ist der „Zinssammler“. Hierbei werden die Zero-Bonds zum Nennwert emittiert und entsprechend aufgezinst.

Der Gewinn ergibt sich bei beiden Varianten ausschließlich aus der Differenz des Ausgabepreises und dem Verkaufspreis.

Dadurch gestaltet sich die Berechnung der Effektivverzinsung, also der tatsächlichen Rendite, einfacher als bei der klassischen Anleihe. Bei dieser muss nämlich zusätzlich der Nominalzins mit einbezogen werden.

Zero-Bonds: Beispiel zur Renditenberechnung

Die Rentabilität eines Zero-Bonds lässt sich an den Kursdifferenzen ausmachen. Aufgrund dessen kommt der Ermittlung der Effektivverzinsung eine größere Bedeutung zu.


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Die Effektivverzinsung wird wie folgt berechnet:

Kaufpreis = Rückzahlungspreis / (1 + Marktzinssatz)Laufzeit

Da dem Anleger der Kaufpreis und der Rückzahlungspreis bekannt ist, kann die Formel umgestellt und nach dem für die Laufzeit der Anleihe zutreffenden Marktzinssatz  (= Rendite) aufgelöst werden.

Der Rückzahlungskurs wird durch den Kaufpreis geteilt. Daraus wird die  die x-te Wurzel gezogen, wobei x die Laufzeit darstellt. Davon wird dann noch der Wert 1 abgezogen.

Effektivverzinsung Zero Bond: Zahlenbeispiel

Marktzinsatz  = (x-te Wurzel aus (Rückzahlungspreis – Kaufpreis)) – 1

wobei „x“ die Restlaufzeit in Jahren ist.

Wenn Sie ganz genau rechnen wollen, dann tragen Sie für „X“ ein: Restlaufzeit in Tagen/365). So haben Sie auch unterjährige Laufzeiten korrekt abgebildet.

Zum besseren Verständnis der Formel hilft ein konkretes Zahlenbeispiel zur Berechnung der Effektivverzinsung.

Als Beispiel dient ein Zero-Bond mit einer (Rest-)Laufzeit von 10 Jahren und 7 Monaten. Der Rückzahlungskurs beträgt 1.000 €, der aktuelle Kurs liegt bei 700 €.

Nun wird der Rückzahlungspreis von 1.000 € durch den Kaufpreis von 700 € (1000/700) geteilt. Dies ergibt einen ungefähren Wert von 1,42.

Zieht man aus dieser 1,42857 nun die 10,5te Wurzel (10,5 = Laufzeit der Anleihe in Jahren), ergibt das einen gerundeten Wert von 1,03.

Berechnungsweg:

10*365 + 182 = 3832 Tage Restlaufzeit. Geteilt durch 365 ergibt eine Restlaufzeit von 10,5 Jahren.

Der Wert 1 wird jetzt noch abgezogen und es resultiert ein Betrag von 0,035, was einer Effektivverzinsung von etwa 3,5% entspricht.

Bewertung von Zero-Bonds durch Effektivverzinsung

Die Berechnung der Effektivverzinsung stellt für Anleger in Zero-Bonds das wichtigste Merkmal bezüglich der Rentabilität der Anleihe dar.

Sie umfasst alle bedeutenden Eigenschaften eines Zero-Bonds wie die Laufzeit, den Nennwert der Anleihe und den Kaufkurs.

Wenn Sie die Rendite nicht selber berechnen wollen, dann werfen Sie einen Blick in den Kursteil Ihrer Tageszeitung oder geben Sie die Wertpapieridentifikationsnummer (WKN oder ISIN) einfach bei Ihrer Hausbank oder in Wertpapierportalen in die entsprechenden Suchfelder ein. In der Regel erhalten Sie dann Informationen zur Anleihe, die auch die aktuelle Rendite enthalten.

13. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.