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Zero Bonds – Exoten im Anleihenbereich

Zero Bonds gehören immer noch zu den Exoten im Anleihenbereich. Dabei bieten sie für eine spezielle Investorengruppe einige Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen werden.

Zero Bonds sind langlaufende Anleihen, deren Laufzeit bis zu 30 Jahren beträgt. Statt eines jährlichen Zinskupons bekommen Sie als Käufer dieser Anleihen den Zins in Form von Kurssteigerungen.

Sprich: Zero Bonds werden bei Emission deutlich unter dem Nominalwert verkauft. Am Ende der Laufzeit bekommt der Anleger dann 100 Prozent des Nominalwerts zurück.

Zero Bonds: Richtige Wahl für Zinsverschiebungsstrategen

Für einige Investoren ist der Zeitpunkt der Zinszahlungen aus einem festverzinslichen Investment ein entscheidendes Investitionskriterium.

Wenn die so genannte Zinsverschiebungsstrategie verfolgt wird, also eine Strategie wonach die Zinsen erst am Ende der Laufzeit gezahlt werden, könnten Zero Bonds die richtige Wahl sein.


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Wichtig: diese Variante ist nur dann sinnvoll, wenn Sie die normalerweise zufliessende Liquidität aus den Zinszahlungen für Sie nicht benötigen.

Nimmt man den Namen „Zero Bond“, würde man doch meinen, dass aus diesen Anleihen kein Zinsertrag entsteht. Die Zinsen der Zero Bonds sind aber eher als versteckte Zinsen zu verstehen.

So werden Zero Bonds (oder Nullkuponanleihen) in der Regel zu einem Ausgabekurs unterhalb des Rückzahlungskurses ausgegeben. Der Differenzbetrag zwischen den beiden Kursen ist am Ende der Laufzeit als versteckter Zins zu verstehen.

Zero Bonds sammeln Zinsen an

Es gibt aber auch die Sonderform des so genannten „Zinssammlers“, der die Zinsen über die gesamte Laufzeit ansammelt und erst am Ende ausbezahlt.

Damit wird es auch offensichtlich, warum beide Formen des Zero Bonds dazu führen, dass die Zinsen erst angesammelt werden und dann am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden.

Der offensichtliche Vorteil ist dabei, dass die Steuerschuld für die Zinsen erst in den Zeitpunkt des Ertrages, also im Verkaufs- oder Fälligkeitszeitpunkt anfällt.

Damit profitiert der Anleger vom so genannten Steuerstundungseffekt. Denn damit findet eine Verschiebung der Steuerzahlung auf einen späteren Zeitpunkt statt.

Erträge als Kapitalerträge behandelt

Generell werden die Erträge aus Zero Bonds als Kapitalerträge behandelt und somit mit dem Abgeltungssteuersatz besteuert. Dieser liegt zuzüglich Solidaritätszuschlag bei etwa 28 %.

Sollten demnach Anleger während der Laufzeit des Zero Bonds in einen Geringverdienerstatus eintreten (z.B. Rente) und damit der persönliche Steuersatz unter 28 % fallen, könnte sich die Anlage in einen Zero Bond lohnen.

Durch die nachgelagerte Versteuerung würde der geringere persönliche Steuersatz gültig werden.

Zero Bonds gehören jedoch zu den Exoten im Wertpapierbereich und damit eher selten. In der Regel sind Banken (Landesbanken, Privatbanken) die Emittenten von Nullkuponanleihen, so dass sich Interessenten am besten bei der eigenen Hausbank erkundigen sollten.

29. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.