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Zerobonds: Hebelwirkung – überproportionale Kursschwankungen nach beiden Seiten

Als Zerobonds bezeichnet man spezielle Anleihen, die ohne Zinssatz ausgegeben werden.

Eine voraussichtliche Rendite zeigt sich dem Anleger im aktuellen Kurs. Im aktuellen Kaufkurs werden die „in dem Wertpapier steckenden“ Zins- und Zinseszinsen berücksichtigt.

Eine Hebelwirkung der Zerobonds besteht darin, dass Zinsveränderungen überproportional Einfluss auf den Kurs nehmen.

Zerobonds – Sonderform festverzinslicher Wertpapiere

Zerobonds, genannt auch Null-Kupon-Anleihen, sind ihrem Wesen nach festverzinsliche Wertpapiere.

Erstmals wurden sie in der Hochzinsphase 1981 von amerikanischen Emittenten ausgegeben (seit 1985 auch in Deutschland).

Ausgabekurse errechnen sich nach der Abzinsungsmethode aus Laufzeit und üblicher Marktrendite. Sie können bis zu 98% unter dem Rückzahlungswert liegen.

Zerobonds können börsentäglich gehandelt werden. Eine laufende Ausschüttung findet nicht statt. Vielmehr gehen die aufgelaufenen Zinsen in den aktuellen Kurs ein. Neben der rechnerischen Parität haben vor allem Angebot und Nachfrage eine Auswirkung auf den Kurs.


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Den Ersatz fehlender laufender Zinszahlungen stellt die Differenz zwischen Kauf- und Rückzahlungskurs die Verzinsung dar. Der Anleger kauft die Anleihe unter pari. Am Fälligkeitstag erhält er den Nominalwert zu 100% zurückgezahlt.

Mehr zum Thema: Anleihen und ihre Sonderformen

Zerobonds – Hebelwirkung bei Zinsveränderungen

Ein steigendes Zinsniveau sowie eine zunehmender Laufzeit zeigt sich im hohen Abschlag in der Null-Kupon-Anleihe. Bei unverändertem Zinsniveau erhöhen sich Kurse von Zerobonds bis zum Ende der Laufzeit kontinuierlich.

Bei Zinsveränderungen zeigt sich bei Zerobonds die Hebelwirkung. Verstärkt wird sie durch den “automatischen“ Zinseszinseffekt.

Kommt es am Markt zu sinkenden Zinsen, steigt der Kurs höher verzinster Zerobonds überproportional an. Die Hebelwirkung funktioniert natürlich genauso umgekehrt, denn steigende Marktrenditen führen zu einem überdurchschnittlichen Kursrückgang.

Während einer Hochzinsphase ist ein Kauf von Null-Kupon-Anleihen am profitabelsten.

Die endfällige Zahlung hat für den Privatanleger außerdem aus steuerlicher Sicht einen Vorteil. Sie wirkt wie eine Steuerstundung (zinsloser Steuerkredit vom Finanzamt).

Fällt die Auszahlung in eine Zeit niedriger Einkommen, wirkt der geringe Steuersatz positiv auf Gesamtrendite.

Mehr zum Thema: Besteuerung von Zerobonds

Null-Kupon-Anleihe als Basis kapitalgarantierter Zertifikate

Auch Kapital garantierte Zertifikate nutzen Zerobonds und Hebelwirkung. Alle Kapital garantierten Produkte funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Die Basis bildet eine Null-Kupon-Anleihe (ein Zero-Bond). Sie gewährleistet am Ende der Laufzeit die Rückzahlung des zu Beginn eingezahlten Kapitals.

Der Emittent eines Kapital garantierten Zertifikats investiert das Geld des Anlegers in einen Zerobond (100% Rückzahlung am Laufzeitende des Zertifikats). Dadurch lässt sich die Kapitalgarantie zum Laufzeitende sicherstellen.

Notiert ein Zerobond beispielsweise bei etwa 93%, bleiben dem Emittenten noch 7% zur Finanzierung der jeweiligen Auszahlungsvariante.

Die Ausgestaltung des Garantie-Zertifikats bestimmt, wie und was mit den 7% durch den Emittenten geschieht. In der Regel wird es in Optionen investiert. Funktioniert die Strategie verspricht das eine hohe Rendite.

Während der Laufzeit kann der Zerobond natürlich fallen, Rendite und Kapitalgarantie beziehen sich daher auf das Laufzeitende.

8. Mai 2013

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Thomas Detlef Bär
Von: Thomas Detlef Bär. Über den Autor

Thomas Detlef Bär ist diplomierter Ökonom. Seit einigen Jahren ist er als Autor rund um den Bereich Finanzen aktiv. Dabei hat er sich auf Ratgeber- und Wissensbeiträge spezialisiert. Lesern möchte er Fakten zur Vertiefung des eigenes Wissen vermitteln und gleichzeitig zu neuen Überlegungen anregen.