MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Zertifikate an der Börse – Definition und Risiken

Wenn man an der Börse Geld anlegt, so wird man mit vielen unterschiedlichen Optionen konfrontiert. Es gilt der Grundsatz: Je mehr Risiko man eingeht, desto höher fällt in der Regel auch die Rendite aus.

Möchte man möglichst hohe Rendite erzielen, so kann man sein Geld in so genannte Zertifikate investieren.

Was ist ein Zertifikat?

Ein Zertifikat ist eine Schuldverschreibung, deren Wert von der Wertentwicklung anderer Papiere abhängt. Der Anleger wettet mit einem Zertifikat quasi auf die Entwicklung bestimmter Werte, wie bspw.  auf den Ölpreis oder auf eine Währung.

Dabei werden die Gewinne in der Regel nicht über Zinsen erzielt, sondern in Änderungen des Wertes. Kauft man ein Zertifikat auf den Ölpreis und der Ölpreis steigt, erzielt man Gewinne.  Je nach Zertifikat können dadurch sehr unterschiedliche Ertragschancen und Verlustrisiken bestehen.

Mehr zum Thema: Zertifikate: Definition und Hintergründe

Wer gibt ein Zertifikat aus?

Zertifikate werden Grundsätzlich von Banken ausgegeben. Sie nutzen Zertifikate, um Geschäfte oder Kredite zu refinanzieren. Die Bank ist dabei diejenige der das Zertifikat ausstellt – im Finanzjargon: der Emittent.

Wofür kann man Zertifikate erwerben?

Zertifikate lassen sich für eine Reihe von Werten erwerben. Deswegen sind sie nicht beschränkt auf Aktien. Der Anleger kann in Basiswerte aller Art investieren, ohne aber den Basiswert selber erwerben zu müssen. Statt Rohöl zu kaufen und es dann lagern zu müssen, bieten Zertifikate die Möglichkeit in Rohöl zu investieren.

Doch auch auf Indizes lassen sich Zertifikate erwerben. Diese so genannten Indexzertifikate koppeln die Entwicklung des Wertes an den Werdegang allgemeiner Indizes, wie beispielsweise an den DAX. Läuft es in der Deutschen Wirtschaft gut, werden auch die Inhaber der Zertifikate ausbezahlt.

Worin besteht das Risiko?

Zunächst spekuliert man mit dem Zertifikat auf die Entwicklung eines bestimmten Wertes. Wie bei Fonds trägt man das Risiko, dass diese Entwicklung nicht eintritt. Wenn man ein Zertifikat auf Rohöl erwirbt, der Ölpreis aber fällt, dann verliert man natürlich Geld.

Es besteht aber ein wichtiger Unterschied zum Fonds: Bei Zertifikaten hat meinen keinen Schutz gegenüber der Insolvenz desjenigen, der das Zertifikat ausgibt.

Das heißt: Geht die Bank pleite, ist auch das Geld weg. Grundsätzlich werden Zertifikate nur von seriösen großen Banken ausgegeben. Wie aber der Fall Lehman Brothers 2008 zeigt, besteht auch bei Großbanken  das Risiko der Insolvenz.

Wie kann man das Risiko mindern?

Viele Anleger möchten natürlich die Sicherheit haben, dass ihr Geld nicht einfach verloren geht. Aufgrund der Vielfalt bei Zertifikaten gibt es auch hier Möglichkeiten, Sicherheit zu behalten und Risiken zu minimieren.

Eine Möglichkeit ist das Garantiezertifikat. Dieses wird über eine bestimmte Laufzeit ausgestellt und garantiert dem Anleger, dass er sein eingesetztes Kapital in jedem Fall zurückerhält. Doch durch das geminderte Risiko fällt auch die Rendite für den Sparer geringer aus.

Mehr zum Thema: Das Börsen-ABC: Zertifikate (Video)

10. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.