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Zertifikate: Anleger haben ihre Scheu davor abgelegt

Erinnern Sie sich noch an die Lehman-Pleite 2008 und die Folgen für die Finanzwelt?

Nachdem die von Lehman Brothers emittierten Zertifikate über Nacht wertlos wurden und Anleger zum Teil ihre kompletten Ersparnisse verloren hatten, wurde die Zertifikate-Branche schon totgesagt.

Zahl der Zertifikate auf Rekordniveau

Heutzutage ist davon längst nichts mehr zu spüren; der Branche geht es besser denn je:

Die Anleger haben ihre Skepsis gegenüber Zertifikaten längst wieder abgelegt. Und täglich geben Banken mehrere 1.000 neue Zertifikate heraus.

Aktuell können Sie in Deutschland aus über 700.000 Zertifikaten (sowohl Knock-Out-Produkte als auch Anlagezertifikate) wählen.

Beliebt sind Knock-Out und Garantie-Zertifikate

Während unmittelbar nach dem Crash hauptsächlich Garantie- und Teilschutz-Zertifikate gefragt waren, hat sich das Gewicht mittlerweile zu Gunsten der Hebel-Produkte verschoben.

Die Risikobereitschaft der Anleger ist also höher geworden. Bei den Anlage-Zertifikaten (ohne Hebel) dominieren inzwischen ganz klar die Garantie-Zertifikate; Discount- und Bonus-Zertifikate haben hingegen an Bedeutung verloren.


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Die Beliebtheit von Garantie-Zertifikaten ist mir, ehrlich gesagt, ein Rätsel. Ich rate Ihnen jedenfalls davon ab, denn hier erkaufen Sie sich die höhere Sicherheit mit einer viel zu geringen Renditechance.

Bedenken Sie: Aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus haben die Banken bei solchen Produkten nichts zu verschenken.

Die Zeiten, in denen Sie bei höchster Sicherheit mit Garantie-Zertifikaten 5% pro Jahr machen konnten, sind längst vorbei. Viel mehr als 1-2% wie bei Festgeld ist heute mit diesen Anlagen nicht mehr drin.

Und im Gegensatz zu Bankeinlagen zahlen Sie beim Zertifikate-Kauf auch noch Gebühren.

Discount- und Bonus-Zertifikate bleiben interessant

Der wichtigste Vorzug von Zertifikaten sind ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Im Gegensatz zu Einzelaktien und Fonds sind Sie bei Zertifikaten nicht auf steigende Aktienmärkte angewiesen, um gute Renditen zu erzielen.

Mit Discount- und Bonus-Zertifikaten profitieren Sie beispielsweise von stagnierenden oder leicht fallenden Kursen der Basiswerte – eine interessante Alternative in unsicheren Börsenzeiten.

Discount-Zertifikate bieten Ihnen besonders gute Konditionen bei hoher Volatilität.

Wenn die Kursschwankungen an den Börsen zunehmen, was üblicherweise in schwachen Börsenphasen der Fall ist, kann es daher sehr lohnend sein, einen Blick auf die Discounter zu werfen.

Eine gute Orientierung bietet Ihnen diesbezüglich der DAX-Volatilitätsindex, der im Jahr 2014 z.B. zwischen 11 und 22 Punkten schwankte.

Emittentenrisiko nicht ignorieren, aber auch nicht überbewerten

Dem Emittentenrisiko kommt seit der Lehmann-Pleite eine größere Bedeutung zu; vorher wurde es von vielen Anlegern komplett ausgeblendet.

Sie sollten es aber auch nicht überbewerten. Wer Zertifikate nur deshalb verteufelt und nicht mehr einsetzt, schränkt seinen Investitions-Spielraum unnötig ein.

Sie können das Emittentenrisiko außerdem senken, indem Sie Ihre Zertifikate auf mehrere Emittenten verteilen und sich bei der Auswahl auf Großbanken beschränken.

Solche „systemrelevanten“ Institute werden vom Staat im Notfall gestützt, wie es beispielsweise bei der Commerzbank der Fall war.

2. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.