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Zertifikate auf Immobilien-Indizes: nicht empfehlenswert

Das einfachste Investment in Immobilien sind Zertifikate, etwa auf Immobilienaktien.

Sie können auch auf einen Immobilien-Index setzen – und dessen Wertentwicklung.

Allerdings bleibt bei Zertifikaten die Einschränkung, dass es sich dabei um eine Schuldverschreibung handelt, also eine Anleihe.

Sie leihen damit ganz einfach dem Emittenten Geld.

Der Emittent eines solchen Zertifikates (meist ist das eine Bank) schuldet Ihnen als Investor zum Laufzeitende die Summe, die sich aus dem Gegenwert des Index und der Konstruktion des Zertifikats ergibt – also der Rechenformel, die ihm zugrundegelegt wird.

Im Immobilienbereich gibt es meist Indexzertifikate, welche die Wertentwicklung eines Immobilien-Index eins zu eins abbilden. Somit entspricht der Wert des Zertifikats meist genau dem Wert des Index (oder ein Zehntel oder Hundertstel davon).


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Zertifikate werden an Börsen gehandelt

Während der Laufzeit können Sie ein solches Zertifikat über die Börse handeln. Oft werden die Kurse für Indexzertifikate von den Emissionsbanken (den Herausgebern eines solchen Zertifikats) gestellt und der Handel sichergestellt.

Bewertung: Emittentenrisiko ist nicht vernachlässigbar

So schneiden Zertifikate in der Gesamtbewertung ab:

Liquidierbarkeit abhängig von Zahlungskraft des Emittenten

Unter diesem Gesichtspunkt sind Indexzertifikate den bislang genannten Investitionsformen wegen ihrer Handelbarkeit weit überlegen. In aller Regel können Sie quasi tagesgleich Ihr Vermögen aus den Überbrückungsinvestitionen abziehen und in die eigentliche Immobilie investieren.

Risiko

Das Risiko ist wegen der Liquidierbarkeit geringer als bei den genannten Fonds. Eine Einschränkung gilt jedoch: Die Emissionsbanken können Insolvenz anmelden.

Die Schuldverschreibungen sind dann bis auf einen vom Insolvenzverwalter festzulegenden und zu verhandelnden Anteil wertlos. Opfer einer solchen Pleite waren zuletzt die Zertifikate-Anleger der US-Bank Lehman Brothers.

Renditechancen gut: 8–10%

Die Renditechancen sind gut, aber nicht perfekt. Immobilien-Aktien haben 2011 und 2012 ein höheres Potenzial als in den Jahren zuvor. Aber bisher wurde noch nicht einmal das Niveau von 2008 erreicht. Die Nachfrage, insbesondere nach Wohnimmobilien, hat aber stark zugelegt.

Wir rechnen in den nächsten Jahren mit Renditechancen von 8 bis 10% pro Jahr.

Allerdings wird Ihre Rendite geschmälert. Denn Ausschüttungen in Form von Dividenden finden in aller Regel keinen Niederschlag im Zertifikat-Kurs.

Daher verzichten Sie auf 2 bis 3% möglicher Rendite, wenn Sie in ein solches Zertifikat investieren. Gebühren von 0,5 bis 1% (sogenannte Management-Gebühren) schmälern Ihren Ertrag weiter.

Wertentwicklung transparent

Transparenz und Übertragbarkeit: Da Zertifikate an der Börse handelbar sind und die Kurse gestellt werden, ist die Wertentwicklung relativ transparent. Sie können wie bei offenen Immobilienfonds über eine Internetplattform schnell feststellen, wie hoch die Gebühren, die Performance und der Handel beim betreffenden Zertifikat sind.

Auch einzelne Aktien können Sie per Mausklick identifizieren und abschätzen.

Emittentenrisiko bei Zertifikaten zu hoch

Zertifikate sind als Überbrückungsinvestition allemal besser als offene Immobilienfonds und wesentlich besser als die sonstigen Fonds und Beteiligungen in Form von GbRs. Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Rendite sowie in puncto Sicherheit, die Sie nicht hinnehmen müssen.

6. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.