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Zinsabschlagsteuer: Steuererklärung ändert sich

Die Zinsabschlagsteuer ist eine spezielle Form der Kapitalertragsteuer. Das ist eine Steuer auf Kapitalerträge. Seit 2009 wurde die Zinsabschlagsteuer allerdings durch die Abgeltungssteuer ersetzt. Für Steuerzahler sind die Änderungen und neuen Regelungen wichtig.

Zinsabschlagsteuer: Das Wichtigste auf einen Blick

Der Begriff Zinsabschlagsteuer ist grundsätzlich keine gesetzliche Definition, sondern wurde von Banken und Medien so getauft und schließlich auch von Anlegern übernommen. Mit der Zinsabschlagsteuer wurden bis 2008 Kapitalerträge versteuert.

Die Zinsabschlagsteuer wurde auf Guthabenzinsen, die unabhängig von der jeweiligen Anlageform entstehen und gutgeschrieben werden, erhoben. Sie betraf also alle Guthabenzinsen, die beispielsweise bei Sparbüchern, Sparbriefen, Festgeldanlagen, Termingeldanlagen und Girokonten erzielt wurden.

Die Zinsabschlagsteuer ist eine Quellensteuer, die sofort an die Banken und Finanzämter abgeführt wurde. Die Höhe der reinen Zinsabschlagsteuer betrug 30% des jeweiligen Zinsertrags, bei Schaltergeschäften 35%. Dazu kamen ein Solidaritätszuschlag von 5,5% und die Kirchensteuer.

Zinsabschlagsteuer in der Steuererklärung jetzt Abgeltungssteuer

Bis zum 31. Dezember 2008 wurde die 30%ige Zinsabschlagsteuer vom Finanzamt erhoben. Sie war eigentlich eine Vorauszahlung auf die tatsächlich zu zahlende Einkommensteuer.

Die Zinsabschlagsteuer galt für alle in- und ausländischen Kapitalanleger, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben. Seit 2009 gibt es die Zinsabschlagsteuer nicht mehr. Stattdessen müssen Steuerzahler jetzt Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge zahlen.

Im Rahmen der Steuererklärung wurden bis zur Einführung der Abgeltungssteuer die erzielten Zinseinkünfte mit einem persönlichen Steuersatz unter Anrechnung der Zinsabschlagsteuer besteuert.

Wann Abgeltungssteuer gezahlt werden muss

Die Eckpunkte der Abgeltungssteuer sind von der Bundesregierung per Gesetz festgelegt. Die  Höhe der Abgeltungssteuer ist pauschal 25%. Seit 2009 wird demnach jeder Kapitalertrag, der über den Sparerpauschbetrag hinausgeht, mit 25 % besteuert.

Die Abgeltungssteuer muss allerdings nur gezahlt werden, wenn die Erträge oder das Einkommen den Sparerpauschbetrag überschreiten. Der Sparerpauschbetrag beträgt 801 € für Einzelpersonen und 1.602 € für Ehepaare.

Wenn die Einnahmen aus Kapitalvermögen diese Grenzen überschreiten, so müssen Anleger Abgeltungssteuer zahlen. Hinzu kommen – wie bei der Zinsabschlagsteuer – ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % und die Kirchensteuer.

Die Kirchensteuer liegt in Bayern und Baden-Württemberg bei 8%, in allen anderen Bundesländern bei 9%. Allerdings kann die Kirchensteuer auch als Sonderausgabe abgesetzt werden. Grundsätzlich müssen nur Anleger, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, die Abgeltungssteuer zahlen.

Seit der Einführung der Abgeltungssteuer für die Zinsabschlagsteuer 2009 kann dieser Abschlag in der Steuererklärung nicht mehr geltend gemacht werden.

12. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.