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Zinsen im Keller – wie entwickelte sich der Interbankensatz?

Wer als Sparer den Zinssatz betrachtet, den er für sein Guthaben auf der Bank bekommt, kann nur verärgert den Kopf schütteln.

Längst liegen die Zinssätze des althergebrachten Sparbuchs mit gesetzlicher Kündigungsfrist unter dem, was die Inflation Jahr für Jahr vom Plus auf dem Konto abknabbert. Der Sinn des Sparens ist dahin, das Geld wird – trotz Zinsen – immer weniger.

Aber nicht nur die Zinsen der Privatanleger sondern auch der Zinssatz, den Banken untereinander handeln, ist im freien Fall. Dies dokumentiert die Entwicklung des so genannten Interbankensatzes im Jahr 2014.

Was versteht man unter dem Interbankensatz?

Grundsätzlich wird unter dem Interbankensatz der Zinssatz verstanden, der am Markt üblich ist. Die Interbankensätze werden von Vertragspartnern vielfach als Richtlinie festgelegt. Und weisen dann auch eine bindende Auswirkung auf die entsprechenden Verträge auf.


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Die wichtigsten Interbankensätze sind der EURIBOR (die Euro InterBank Offered Rate), der LIBOR (die London Interbank Offered Rate) und der EONIA (der Euro OverNight Index Average). Zum Beispiel werden für den EURIBOR die Werte für verschiedene Laufzeiten (1 Woche, 2 Wochen, 1 Monat, 2, 3, 6, 9 sowie 12 Monate) ermittelt.

Diese Werte sind wichtige Orientierungshilfen für eine ganze Reihe von anderen Darlehenszinsen am Geldmarkt. Aus diesem Grunde besitzen sie auch große Bedeutung für Sparer, Verbraucher und viele Geschäfte der freien Wirtschaft.

Interbankensätze in 2014 stark gefallen

Die Talfahrt der Zinsen hat sich im Jahr 2014 auf breiter Front fortgesetzt. Am ersten Handelstag des Jahres 2014, am 02.01, belief sich der 3 Monats EURIBOR auf 0,284 %, während er am ersten Handelstag 2015, am 02.01., auf nur noch 0,076 % gefallen war.

Euribor

Quelle: www.ariva.de

Kein Ende in Sicht – Zinsen weiter im Keller

Die nach unten drehende Zinsspirale ist nach wie vor in Bewegung. Denn durch die Ankündigung des EZB-Chefs Mario Draghi, zwischen März 2015 und Ende September 2016 mehr als 1.000 Milliarden Euro an Anleihen zurückzukaufen, wird eher mit weiter sinkenden Zinsen als mit steigenden gerechnet.

Und das wird auch EURIBOR und Co. nicht zu einer Trendumkehr bewegen. Die Zeiten für brave Sparer bleiben schlecht, die Zinsen auch auf mittlere und längere Sicht so tief wie nie. Dies bedeutet aber auch, da in den kommenden Monaten viel Kapital in den Geldmarkt fließt, dass sich die Aussichten für Unternehmen verbessern.

Anleger – auch solche, die sich noch nie mit der Börse beschäftigt haben – können die Chance nutzen, ihr Geld in Aktien anzulegen. Wer das Risiko eines Einzelinvestments scheut, kann auch auf einen gut gemanagten Aktienfonds oder auf einen Indexfonds wie ein DAX-ETF zurückgreifen. Hier verteilt sich das Risiko auf viele einzelne Aktien eines bestimmten Marktes.

26. Februar 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.