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Zinseszinseffekt hilft beim Aufbau Ihrer privaten Altersvorsorge

Viele Berufstätige unter 30 Jahren blicken mit Sorge auf ihre zukünftige Rente: Nach einer aktuellen Allensbach-Studie gehen nur 20% der unter 30-jährigen davon aus, dass sie sich über ihre Rente keine Sorgen machen müssen. 80% betrachten ihre finanzielle Situation im Alter mehr als skeptisch. Doch dank des Zinseszinseffekts führen auch kleine Sparbeiträge zu einer ordentlichen privaten Altersvorsorge.

Altersvorsorge: Zinseszinseffekt ist wichtiger als Sparbeitrag

Bei dem langfristigen Aufbau einer privaten Altersvorsorge spielt der Faktor Zeit eine genauso große Rolle wie die Auswahl des richtigen Geldanlageprodukts. Eine fast magische Wirkung wird hierbei durch den Zinseszinseffekt erzielt. Die eingezahlten Sparbeiträge erwirtschaften Zinsen und diese wiederum Zinseszinsen. Über einen langen Zeitraum von beispielsweise 40 Jahren kann der Zinseszinseffekt einen außerordentlichen Vermögenszuwachs bewirken.

Wie groß dieser Effekt sein kann, sei an Hand eines Beispiels mit einer Verzinsung von 6% einmal errechnet: Für ein Endkapital von 150.000 € muss ein 25-jähriger bis zu seinem 65. Lebensjahr monatlich 78,23 € für die Altersvorsorge sparen. Er hat dann insgesamt 37.550,40 € aus eigenen Mitteln angespart, während den Rest in Höhe von 112.455,68 € Zins und Zinseszins beisteuern.

Ein 50-jähriger müsste dagegen für das gleiche Sparziel über einen Zeitraum von 15 Jahren monatlich 520,13 € und somit einen Betrag von 93.623,40 € ansparen, wobei Zins und Zinseszins dann nur noch 56.376,51 € ausmachen.

An diesem Beispiel kann man erkennen, dass Dank Zins und Zinseszins vergleichsweise kleine monatliche Beiträge ausreichen, um ein solides Alterskapital aufzubauen, sofern man in jungen Jahren damit beginnt.

Der Zinseszinseffekt bei verschiedenen Laufzeiten und Renditen

Im Folgenden wird die Wirkung des Zins und Zinseszinseffektes für eine monatliche Sparrate von 100 € bei durchschnittlichen Renditen von 2%, 4% und 6 % sowie unterschiedlichen Laufzeiten demonstriert:

Insgesamt erzieltes Sparkapital in Euro
JahreSumme der Einzahlungen2% Rendite4% Rendite6% Rendite
56.0006.3136.6406.984
1012.00013.28214.71916.331
1518.00020.97724.54828.839
2024.00029.47336.50845.577
2530.00038.85351.05867.977
3036.00049.20968.76097.953
3542.00060.64390.297138.068
4048.00073.268116.501191.750

Die Tabelle kann so gelesen werden, dass eine monatliche Sparrate von 100 € bei einer Rendite von 6% in 35 Jahren auf 138.068 € anwächst.

Je früher man anfängt zu sparen, desto besser für die Altersvorsorge

Wer früh mit seiner privaten Altersvorsorge anfängt, kann also auch mit kleinen, regelmäßigen Sparbeiträgen ein beachtliches Alterskapital aufbauen. Dabei sind 5% oder 6% durchschnittliche Rendite über eine Laufzeit von 30 bis 40 Jahren nicht unrealistisch, wenn man beispielsweise in Aktien investiert.

Nach Angaben des Fondsverbandes BVI haben deutsche Aktien über 30 Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,4% erzielt. Dabei wirkt der Zins- und Zinseszinseffekt umso stärker, je länger der Anlagehorizont ist.

17. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.