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GeVestor erklärt die Zinsswap Bewertung – so wichtig ist der Zeitpunkt

Für die Zinsswap-Bewertung ist der Zeitpunkt maßgeblich, zu dem man den Zinstausch bewerten lassen möchte. Bei Vertragsabschluss erhoffen sich beide Geschäftspartner einen Vorteil. Dazu kommt, dass in den meisten Fällen wenigstens eine der getauschten Zinsraten variabel ist.

Dadurch hat früher oder später immer einer der Beteiligten einen Vorteil und einer einen Nachteil. Entsprechend wirkt sich das auf die Bewertung aus.

Kein negativer Wert zu Beginn

Die Zinsswap-Bewertung starten beide Vertragspartner als Nullsummenspiel. Schließlich geht jeder Geschäftspartner davon aus, dass der Tausch der Zinsraten für ihn einen Profit bringt. Eine Zinsswap-Beurteilung für sich gesehen kann deshalb zu Beginn des Vertrags keinen negativen Wert aufweisen. Zinsswap Berechnung – wie man den Zinstausch kalkuliert

Natürlich verändern sich die variablen Zinsen im Laufe des Kontrakts und dadurch profitiert dann einer der Geschäftspartner, während sich dagegen für den anderen Kosten ergeben. Es macht insofern einen Unterschied, zu welchem Zeitpunkt die Zinsswap-Bewertung stattfindet.

Bewertung von Zinsswap in der Zukunft

Die Zinsswap-Bewertung zu Beginn ist demnach Null für beide Parteien. Betrachtet man nach einer Abrechnung (beispielsweise wenn eine variable Zinsrate über 6 Monate verläuft) den Zinstausch, so hat man eine eindeutige Zahl, mit der man arbeiten kann.

Zum Zeitpunkt der Abrechnung wird der variable Zinssatz kurz fixiert und für die Berechnung verwendet. Damit kann man auch die Bewertung errechnen – aber eben nur für diesen Zeitpunkt. Denn niemand weiß, wie sich der variable Zinssatz in der Zukunft verändern wird. Dadurch wird die Zinsswap-Bewertung für zukünftige Termine komplexer.

Zum Glück gibt es aber sogenannte „Forward Rates“, mit denen man offiziell rechnen darf. Dabei handelt es sich um Angaben über in der Zukunft beginnende Zinsgeschäfte, die aber bereits in der Gegenwart abgeschlossen werden können. Devisenforwards – Wechselkurs halten mit Devisentermingeschäften

Mit Hilfe dieser Forward Rates kann man die Zinsswap-Bewertung für die Zukunft durchführen. Das ist erlaubt, obwohl man nahezu garantieren kann, dass die Forward Rates nicht den tatsächlichen Raten in der Zukunft entsprechen werden – zumindest nicht exakt.

Gevestor-Bewertung zu Zinsswaps: Fazit

Es kommt also bei der Zinsswap-Bewertung immer darauf an, zu welchem Zeitpunkt die Bewertung stattfindet. Zu Beginn hat keine der Vertragsparteien einen Vorteil und der Zinstausch ist weder positiv noch negativ.

Findet dann die erste Abrechnung statt, hat man konkrete Zahlen, mit denen man arbeiten kann. Zu diesem Zeitpunkt kann man präzise errechnen, ob der Zinsswap aktuell einen Vorteil oder Nachteil darstellt.

Als krönenden Abschluss gibt es die Berechnung in der Zukunft, die von anderen Faktoren beeinflusst wird, weil es natürlich keine realen Zinsraten dafür geben kann. Mit Hilfe der Foward Rates kann die Zinsswap-Bewertung auch für die Zukunft berechnet werden.

9. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.