MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Zinsswap-Definition: Wie Raten getauscht werden

Die Zinsswap-Definition beschreibt den Tausch bzw. Handel von Zinsraten zwischen zwei Partnern.

Dabei werden unterschiedliche Bedingungen mit dem Vertrag festgelegt.

So kann die eine Partei einen festen Zinssatz haben, während die andere einen variablen Zins akzeptiert.

Bei dem Swap (Tausch) wird jedoch nicht die gesamte Zinslast getauscht, sondern nur die jeweilige Differenz.

Zinsswap: Erklärung

Der Zinsswap wird zwischen zwei Parteien ausgehandelt. Es geht dabei um einen zukünftigen Termin, an dem abgerechnet wird. Deshalb ist der Zinsswap auch ein Zinsderivat. Euro Zinsswap – wie sich die Banken untereinander vertrauen

In der Regel wird der Zinsswap immer ähnlich aufgeteilt. Hierbei übernimmt ein Vertragspartner einen fixen Zinssatz.

Der andere bekommt hingegen eine variable Zinsrate. Um die variable Zinsrate zu erhalten, richtet man sich am Interbankengeschäft aus.

Interbankengeschäft

Das Interbankengeschäft zeigt, wie sehr sich die Banken untereinander vertrauen. Je höher das Misstrauen, desto höher auch die Zinssätze, die sich die Banken gegenseitig geben.

Es existieren 2 grobe Richtlinien, an die man sich im Interbankengeschäft halten kann, wenn man einen variablen Zinssatz als Basis nehmen möchte: der LIBOR und der EURIBOR.

LIBOR steht für London Interbank Offered Rate und wird täglich um 11 Uhr Londoner Zeit festgelegt. Er umfasst die wichtigsten internationalen Banken.

Im Vergleich dazu wird der EURIBOR täglich um 11 Uhr Brüsseler Zeit bestimmt. Er vergleicht, wie sehr sich die europäischen Banken trauen. EURIBOR – der Referenzsatz für Kredite und Festgeld

Beide Werte werden für bestimmte Zeitfenster analysiert. Meist handelt sich es um Zinsraten für 1, 2, 3, 6 und 12 Monate.

Zinsswap Over-The-Counter

Zur Zinsswap-Definition gehört auch, dass die Geschäfte nicht genormt sind. Das bedeutet, es gibt keine festen Regeln bei einem Zinsswap. Die beiden Partner müssen also ihren Vertrag entsprechend aushandeln.

Dabei einigen sich die beiden Parteien darauf, einen festgelegten Nennwert der anderen Partei zu zahlen. Diese Verpflichtung geht man bei einem Zinsswap ein.

Was besonders daran ist: Der Nennwert kann für jeden der Geschäftspartner anders sein und muss auch nicht auf dieselbe Währung lauten.

So ist es durchaus möglich, dass man einen 3-Monats-Zinssatz in Euro gegen einen 6-Monats-Zinssatz in US-Dollar tauscht (auch wenn das in der Praxis seltener vorkommen mag).

Zinsswap: Definition

Die Zinsswap-Definition umfasst den Handel zwischen zwei Vertragspartnern, die zu einem festgelegten Zeitpunkt Zinssätze tauschen werden.

Jede Partei bezahlt dabei weiterhin ihre eigenen Zinsen, lediglich die Differenz der Zinsen durch den Tausch wird an den Partner überwiesen.

30. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.