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Zukunft der Spekulationsfrist für Immobilieneigentum in Deutschland

In Deutschland gilt eine 10-jährige Haltefrist für Immobilieneigentum.

Der Verkauf einer Immobilie bleibt dann steuerfrei, wenn der Eigentümer die Immobilie länger als 10 Jahre als Eigentum hatte.

An diese sog. Spekulationsfrist wollten die politischen Parteien schon einmal vor ein paar Jahren herangehen.

Nach der Bundestagswahl 2013 wird es wohl soweit sein.

Die (öffentliche) Diskussion beginnt gerade erst

Von Experten wird das Thema der Streichung der Spekulationsfrist bei Immobilien schon seit längerer Zeit diskutiert.

In der Öffentlichkeit waren in jüngster Zeit wenige Stimmen zu vernehmen. Das wird nun anders werden.

Steuerliche Förderung für energetische Sanierung als Ausgangspunkt

Seit mehr als einem Jahr ringt das politische Berlin um einen Kompromiss bei der steuerlichen Förderung der energetischen Modernisierung von Immobilien.


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Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist ein wirklicher Verfechter einer solchen Förderung.

Die Diskussion, die übrigens ohne die Einführung der erhöhten Abschreibung für die energetische Modernisierung von Immobilien zu Ende gegangen ist, machte aber an dieser steuerlichen Stellschraube nicht halt.

Die Grünen nehmen das Wort „Spekulationsfrist“ als erste wieder in den Mund

In einem Aufmacherartikel der Immobilienzeitung von Ende Oktober wird die Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen für Bau- und Wohnungspolitik, Daniela Wagner, zitiert.

Ihrer Meinung nach soll die Spekulaitonsfrist „zumindest bei vermieteten Immobilien abgeschafft und der Veräußerungsgewinn gänzlich der Steuer unterworfen werden, weil so ein bedeutendes und ungerechtfertigtes Steuerschlupfloch geschlossen wird“.

In einem Fachmedium schafft es die Spekulationsfrist bereits auf Seite 1

Es wird nicht lange auf sich warten lassen, dass die Spekulationsfrist ausführlich diskutiert werden wird.

Ich bin davon überzeugt, dass die SPD und die Grünen die Streichung der Spekulationsfrist in ihre Wahlprogramme aufnehmen werden.

In Europa gibt es ein Vorbild

In Österreich ist die Spekulationsfrist für Immobilien seit dem 1. April 2012 abgeschafft. Die Gewinne aus der Veräußerung von Immobilien sind seitdem quasi komplett steuerpflichtig.

In Österreich sind der Hauptwohnsitz sowie selbst hergestellte Gebäude ausgenommen. Diese bleiben bei einem Verkauf steuerfrei.

Der Steuersatz beträgt pauschal 25% und sinkt nach zehnjähriger Haltedauer jährlich um 2,5%.

Und in Österreich ist eine Übergangsregelung geschaffen worden. Diese besagt, dass  für vor dem 1. April 2002 angeschaffte Immobilien nur eine Steuer in Höhe von 3,5% des Veräußerungserlöses anfällt.

Auf die Übergangsfrist wird sich in Deutschland die Diskussion konzentrieren

In Deutschland hat2003 die rot-grüne Bundesregierung versucht, Veräußerungsgewinne von Immobilien unabhängig von einer Haltefriste zu besteuern.

Die Pläne sind aber verworfen worden. Zur Bundestagswahl 2013 wird das Thema wieder hervorgeholt werden.

Frau Wagner von den Grünen wird weiter zitiert, dass die Abschaffung der Spekulationsfrist nicht rückwirkend gelten solle.

Nun denn, ist das der Auftakt für das beherrschende Thema der Immobilienwirtschaft in den kommenden Jahren?

Ich kann es mir gut vorstellen. Dann wird eine starke politische Stimme notwendig sein, die eine kluge Alt- und Übergangsregelung vorschlägt und durchsetzt.

5. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.