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Zukunft des Diesels: Noch ist die Technologie nicht am Ende

Vom Privatauto über den Gewerbetransport, vom Baustellenfahrzeug bis zur Schifffahrt – überall sind Dieselmotoren im Einsatz.

Und Aktionäre, deren Unternehmen davon abhängen, machen sich berechtigte Sorgen: Was, wenn es zu Fahrverboten kommt? Das immer dringender geforderte schnelle Aus für die Antriebstechnik gefährdet ganze Industriezweige. Selbst die Bahn fährt mit Diesellokomotiven.

Fakten zur Zukunft des Diesels

Insgesamt wird die Zukunft des Diesels derzeit extrem emotional diskutiert. Die verengte Sicht suggeriert, dass es ohnehin keine Zukunft für den Diesel gebe. Natürlich will man sich als Anleger nicht in die Sackgasse treiben lassen. Doch was nützen nüchterne Fakten, wenn Fachleute kaum zu Wort kommen, die Ablehnungsfront die Deutungshoheit übernimmt und neue Fakten schafft.

Und sei es nur, dass Analysten kritisch anmerken, BMW habe einen „bedenklich hohen Dieselanteil“ im Bestand oder Daimler „hänge zu sehr an der herkömmlichen Technologie“. Aussagen, die ebenso von der omnipräsenten Deutschen Umwelthilfe zu hören sind. Trotz immer besserer Messwerte in den Städten reicht sie eine Klage nach der anderen ein – und wird nebenbei finanziell kräftig von Toyota unterstützt.


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Zumindest wurden die Autohersteller aus einer gewissen Selbstgefälligkeit geweckt. Sie sind unter anderem gefordert, die Potenziale des Diesels für die Zukunft schneller zu aktivieren und an die Öffentlichkeit zu tragen. Nicht einfach, denn selbst Ingenieure mit ihrem Fachwissen werden nicht mehr gehört. Seit Volkswagens Dieselgate haftet ihnen der Ruf tricksender Akteure an. Und Unternehmen, die auf die Zukunft des Diesels setzen, gelten nahezu als weltfremd.

Daimlers neue Motorengeneration

Gefragt ist eine ideologiefreie Betrachtung. Beim klimarelevanten CO2-Ausstoß übertrifft der Diesel den Benziner. Zentrales Problem sind neben Rußpartikeln die Stickoxide. Bislang war es kaum möglich, beide zugleich unter die kritischen Messwerte zu drücken. Dass es dennoch geht, zeigt etwa die neue Motorengeneration von Daimler. Die unterbietet die Vorgaben der Euro-6-Norm.

Im Vergleich zum Vorgänger wird 80 % weniger Stickoxid ausgestoßen. Auch ist die Schwankungsbreite über verschiedene Temperaturbereiche hinweg deutlich geringer. Zudem wurde der CO2-Ausstoß um 13 % verbessert. Während andere aus der Dieseltechnologie aussteigen, investiert Daimler gut 3 Mrd. € in neue Dieseltechnologien. In der Kombination als Hybridfahrzeug lässt sich so Null-Emission in der Stadt mit großen Reichweiten über Land verbinden.

Sauberer Zwitter von Mazda

Eine andere Kombination bringt nun Mazda auf die Straße: den Diesotto. Der Zwitter aus Diesel und Ottomotor soll deutlich sauberer und sparsamer sein. Das Beste aus zwei Welten sozusagen.

Dank seiner homogenen Verbrennung ist er dem Diesel angeblich haushoch überlegen – gerade was Stickoxid- und Rußausstoß angeht. Und das ohne Abgasreinigung. VW und Daimler hatten vergleichbare Prototypen wegen technischer Probleme auf Eis gelegt. Die will Mazda mit einer neuen Technik, der „Spark Controlled Ignition“ gelöst haben.

Klimafreundlicher synthetischer Brennstoff

Der Verbrennungsmotor ist noch nicht am Ende. Auch bei den Brennstoffen tut sich was. Beispiel: ein neuartiger klimaneutraler Diesel-Kraftstoff aus Kohlendioxid, Wasserstoff und Strom. Dem norwegischen Unternehmen Nordic Blue Crude und der Dresdner Partnerfirma Sunfire ist es gelungen, einen CO2-neutralen Erdölersatz herzustellen. Selbst das Treibhausgas CO2 kann in den synthetischen Kraftstoff zurückverwandelt werden.

In zwei Jahren soll es in die Massenproduktion gehen. Setzt sich Blue Crude durch, könnten sich Hybridfahrzeuge erledigen. Audi zum Beispiel richtet sich derweil auf nur zwei Typen ein: Elektro- und Verbrennungsmotoren. Dass zudem Lufthansa und der Erdölkonzern Total auf den Kraftstoff warten, zeigt, wie ernst das Thema zu nehmen ist. Anders als vermutet, dürfte die Entwicklung auch den deutschen Verbrauchern gefallen. Laut Statista würde aktuell jeder Dritte einen Diesel bevorzugen.

Es gibt also handfeste Gründe, warum einige Vorstände auf die Zukunft des Diesels setzen. Außerdem schneidet er in der Umweltbilanz bei der Herstellung bislang besser ab als E-Autos mit ihren Batterien. Von der aktuellen Debatte kann man als nüchterner Anleger profitieren und zugreifen, solange die Bewertungen durch die allgemeine Überreaktion niedrig sind. Sowohl beim KGV, als auch beim KBV liegen viele Autohersteller deutlich unter ihrem Schnitt.

8. September 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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