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Zunehmende Kritik am Einlagengeschäft – so sind Kunden betroffen

Das Einlagengeschäft ist das Rückgrat des Bankensystems. Jeder Bürger, der sein Geld auf die Bank bringt oder es dorthin überweisen lässt, kann sicher sein, dass es gut aufbewahrt wird. Soviel zum ehemaligen Status Quo. Die Schuldenkrise macht ein Umdenken notwendig – besser früher als später.

Eigentlich soll das Einlagengeschäft dafür sorgen, dass für die Bankkunden jederzeit ausreichend Geld zur Verfügung steht. Wenn Geld abgehoben oder überwiesen wird, muss die Bank für die nötige Liquidität sorgen. Kunden vertrauen dabei auf ihre Bank, immer die entsprechenden Mittel parat zu haben. Außerdem wird das Geld verzinst.

Das eigene Geld steht demnach jederzeit zur Verfügung und wird mit der Zeit sogar ein bisschen mehr, dank der Verzinsung. Soviel zur früheren Theorie über das Einlagengeschäft.

Inzwischen hat sich die Situation aber zu Ungunsten der Kunden verschlechtert. Das Vertrauen in die Bank sinkt und das nicht ohne Grund. Außerdem werden bereits Bankkunden dafür bestraft, dass sie ihr Geld auf der Bank liegen haben. Es wird also Zeit umzudenken und sich mit der Einlagengeschäft-Kritik auseinanderzusetzen.


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Spareinlagen in Gefahr

Wie gefährdet die Spareinlagen sind, wird regelmäßig von den Medien aufgegriffen, wenn eine Bank gerettet werden muss. Da dies in den letzten Jahren sehr oft geschehen musste, ist der Gedanke verständlich. Dennoch gilt weiterhin eine Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bankkunde. Wer also maximal diesen Betrag auf seinem Konto bei einer Bank liegen hat, muss sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen.

Mit dieser Variante können auch höhere Beträge abgesichert werden, wenn bei diversen Banken Konten eröffnet werden. Denn die Einlagensicherung gilt pro Kunde und Kreditinstitut. Wenngleich Kapital bei den Banken bis 100.000 € auf Tagesgeldkonto oder Sparbuch abgesichert ist, gibt es einen neuen Trend, die Sparer zu enteignen.

Zwangsabgabe auf Sparguthaben

Eine Einlagensicherung ist zwar gut und schön. Das Geld auf dem Konto kann aber trotzdem weniger werden, wenn es der Staat so will. Spanien hat kürzlich als erstes Euroland dies per Gesetz und vor allem rückwirkend beschlossen.

Demnach müssen alle Bürger 0,03 % ihrer spanischen Bankeinlagen zum 1. Januar 2014 abgeben. Damit sollen die Staatsschulden reduziert werden.

Der Sparer wird also vom Staat enteignet und dafür bestraft, dass er Geld auf seinem Konto hat. Ein deutlicheres Signal für die Europäer gibt es kaum. Was in Zypern zur Bankenrettung unternommen wurde, ist in Spanien jetzt salonfähig. Und weil das Gesetz rückwirkend in Kraft tritt, wurde bereits abgerechnet. Sparer haben keine Chance der Zwangsabgabe zu entkommen.

Außerdem sind die 0,03 % nicht in Stein gemeißelt. Das Gesetz wurde grundlegend verabschiedet. Die Spanier sind also in Zukunft nicht vor weiteren Enteignungen sicher. Doch da müssen die Spanier gar nicht isoliert werden. Im Prinzip ist jetzt der Boden bereitet für jedes Euroland. Also ist dies theoretisch auch in Deutschland möglich und vielleicht nur noch eine Frage der Zeit.

Einlagengeschäft Kritik

Während also die Spareinlagen weiterhin bei Bankpleiten bis 100.000 € gesichert sind, gibt es andere Gefahren für Sparer. Diese sind real, wie das Beispiel Spanien zeigt. Diese Kritik am Einlagengeschäft ist verständlich. Der Sparer ist inzwischen der Dumme. Alternativen sind naheliegend in Form von Wertpapieren.

Aktien sind von Zwangsabgaben nicht berührt. In Deutschland gibt es im Falle von Börsenprofiten die Abgeltungssteuer. Insofern müssen Privatanleger sich Gedanken machen. Das Geld auf der Bank bringt minimale Zinsen und kann im Zweifelsfall teilweise vom Staat abzogen werden. Ein Investment in Aktien birgt Kursrisiken, allerdings ist das Geld damit angelegt und vor dem Zugriff des Staates geschützt.

10. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.