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Zusätzliches Geld vom Chef – das Vermögensbildungsgesetz

Zusätzliches Geld vom Chef ohne stressige Gehaltsverhandlungen? Das ist unmöglich. Stimmt nicht, durch die vermögenswirksamen Leistungen geht es doch. Diese Form des Sparens hat weitere Vorteile, auf die kein Arbeitnehmer verzichten sollte.

Denn Staat und Arbeitgeber beteiligen sich in unterschiedlicher Höhe an den vermögenswirksamen Leistungen. Auf diese Weise kann aus den relativ kleinen Sparraten – wenn diese denn sinnvoll und rentabel angelegt werden – bereits ein schönes Guthaben wachsen.

Daher ist es kaum zu glauben, dass deutsche Arbeitnehmer Jahr für Jahr Geld verschenken. Nach einer Studie von TNS Infratest sind die Anträge auf vermögenswirksamen Leistungen (VL) seit 2003 kontinuierlicher rückläufig.

Vermögensbildungsgesetz: Wie funktioniert das Sparen der vermögenswirksamen Leistungen?

Ein Sparvertrag nach den vermögenswirksamen Leistungen hat in der Regel eine Laufzeit von 6 Jahren. Wenn die letzte Rate des Sparvertrages eingezahlt ist, folgt eine Wartezeit von einem Jahr. Der Arbeitnehmer kann spätestens nach 7 Jahren über das Geld verfügen.

Wenn sich ein Beschäftigter für eine Variante entschieden und einen VL-Vertrag abgeschlossen hat, muss er eine Vertragskopie seinem Arbeitgeber aushändigen. Der überweist daraufhin den Anteil an vermögenswirksamen Leistungen unmittelbar an den Anbieter des Sparvertrages.

Laut Vermögensbildungsgesetz ist der Arbeitgeber hierzu auch verpflichtet. Möglich ist übrigens auch die Beiträge freiwillig zu erhöhen. In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber diesen gleich zusammen mit den eigenen Leistungen und zieht ihn vom Gehalt des Arbeitnehmers ab.

Die Höhe der vermögenswirksamen Leistungen hängt von der entsprechenden Betriebsvereinbarung und vom jeweiligen Tarifvertrag oder ab. Davon abhängig leistet der Arbeitgeber einen Anteil zwischen 6,95 und 40 €.

Rechtlichen Anspruch auf VL gibt es nicht

Vermögenswirksame Leistungen sind eine freiwillig gezahlte Sozialleistung, ein rechtlicher Anspruch darauf besteht nicht. Wenn sich Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet haben, besitzen Berufstätige auch keine rechtlichen Ansprüche darauf.

Wenn sich Arbeitgeber allerdings verpflichtet haben, vermögenswirksame Leistungen zu zahlen, steht diese Leistung in der Regel so gut wie allen fest angestellten Arbeitnehmern zu.

Berufstätige erhalten Informationen darüber, wie viel Leistung ihnen konkret zusteht, aus den jeweiligen Betriebsvereinbarungen, Tarif- oder Arbeitsverträgen. Personalabteilungen und Betriebsräte geben ebenfalls Auskünfte.

Wenn die vermögenswirksame Leistung verweigert wird, geht doch noch was

In dem Fall, dass Arbeitgeber die vermögenswirksame Leistung nicht unterstützen, haben Arbeitnehmer immer noch Möglichkeiten. Sie können den Arbeitgeber darum bitten, einen Teil ihres Gehalts unmittelbar in eine entsprechende Anlage zu überweisen.

Auf diese Weise lässt sich zumindest die staatliche Förderung – die Arbeitnehmersparzulage – in Anspruch nehmen. Allerdings sollten Beschäftigte vorher genau prüfen, ob ein solcher Sparvertrag ohne den Arbeitgeberanteil für sie überhaupt sinnvoll ist. Denn die Arbeitnehmersparzulage ist an besondere Anlageformen gebunden.

15. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.