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Zwangsversteigerung: Hier lauern weitere Kosten

Ist der Kauf eines Eigenheims oder einer Wohnung bereits ein erhebliches Wagnis, stellt der Erwerb einer Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung ein echtes Abenteuer dar. Neben mehr oder weniger arglistig verschwiegenen Mängeln oder rachsüchtigen Vorbesitzern muss man noch mit weiteren Hindernissen rechnen.

Eines davon sind die Kosten. Über die obligatorische Grunderwerbsteuer und Gebühren für den Grundbucheintrag hinaus fällt auch noch die so genannte Zuschlagsgebühr für die Zwangsversteigerung an, die man als Interessent nicht vergessen sollte.

Einer der Kostenfaktoren der Zwangsversteigerung: die Zuschlagsgebühr

Die Zuschlagsgebühr bei der Zwangsversteigerung ist der Betrag, den das beauftragte Gericht für die Abwicklung der Transaktion erhebt. Die Zuschlagsgebühr ist wie die Grunderwerbssteuer und die Grundbucheintragskosten vom Käufer (Höchstbietenden) zu entrichten.

Wer beabsichtigt, eine Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung zu erwerben, sollte dies keinesfalls unvorbereitet tun. In ausführlichen Gesprächen beispielsweise mit der Hausbank kann der potenzielle Käufer seinen finanziellen Spielraum ausloten.


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Hierzu gehört neben einem Limit für das Höchstgebot der ins Auge gefassten Immobilie auch die Höhe der Kosten, die auf ihn zukommen. Grundsätzlich sollte man insgesamt für die anfallenden Kosten mindestens 5 % der Kaufsumme veranschlagen.

Wie sich die Kosten einer Zwangsversteigerung ermitteln lassen

Bei den Kosten der Zwangsversteigerung gibt es einiges zu beachten. Dabei ist die Ermittlung der Grunderwerbsteuer besonders schwierig, weil diese von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist.

Während ein Käufer eines Hauses oder Grundstücks in Bayern und Sachsen lediglich mit 3,5 % der Kaufsumme zur Kasse gebeten wird, muss er in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein fast das Doppelte, nämlich 6,5 %, berappen.

Dagegen ist die Regelung für die Zuschlagsgebühr und Grundbuchkosten bundeseinheitlich. Hierbei ist abhängig von der Höhe der Gesamtsumme von zusammen rund 1 % auszugehen.

Sicherlich lassen sich die Kosten einer Zwangsversteigerung relativ umständlich anhand von Tabellen ermitteln, was sich aber in der heutigen Zeit als recht umständlich erweist. Schneller und bequemer lassen sich die Kosten zum Beispiel mithilfe eines sogenannten Limit-Ermittlers recherchieren.

Böse Überraschungen bei der Zwangsversteigerung vermeiden – vorher informieren

Interessenten an einer Immobilie, die sich in einem Verfahren der Zwangsversteigerung befindet, sollten böse Überraschungen hinsichtlich der anfallenden Kosten vermeiden. Der Gesamtaufwand der Kosten – also Grunderwerbsteuer, Kosten für den Grundbucheintrag sowie die Zuschlagsgebühr – lässt sich mit etwas Recherche ermitteln.

Auch wenn sich sonstige Hindernisse und Widerstände wie etwa versteckte Mängel oder Schäden an der Bausubstanz nicht so leicht umgehen lassen, können sich potenzielle Käufer über die Kostenseite relativ bequem und schnell informieren. Und das sollten sie auch unbedingt im Vorfeld bei Interesse an dem Objekt tun.

9. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.