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Zwei Optionen und fallende Kurse – Chancen und Risiken einer Strategie

Mit Optionen kann man auf die künftige Entwicklung von Basiswerten wie Aktien oder ganzen Indizes setzen bzw. eigene Wertpositionen absichern.

Um sich gegen unerwünschte Kursentwicklungen zu wappnen, gibt es spezielle Vorgehen wie der Baisse Spread. Per Definition ist es eine Strategie, die aus dem gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Kaufoptionen (Calls) und Verkaufsoptionen (Puts) besteht. Sinkt der Preis des Basiswerts, entsteht ein Gewinn.

Baisse Spread: Definition und Vorgehen

Im internationalen und englischen Sprachgebrauch heißt Baisse Spread Bear Spread. Bärisch steht genauso wie das französische Wort Baisse für fallende Kurse. Die Begriffe sind identisch.

Man spekuliert also auf sinkende Kurse. Wie die Definition beim Baisse Spread zeigt, werden zwei Optionen zusammengefügt. Beide haben die gleiche Laufzeit, denselben Basiswert aber unterschiedliche Ausübungspreise. Der Gewinn entsteht durch die Differenz der zu zahlenden Optionsprämien.


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Das Ganze geht mit Kaufoptionen (Calls) genauso wie mit Verkaufsoptionen (Puts). Der erste Fall wird nach genauer Definition ein Baisse Call Spread genannt.

Strategie mit Kaufoptionen

Bei Calls etwa verfährt man so: Man kauft und verkauft parallel eine Call Option und nimmt somit zugleich eine Long- und eine Shortposition ein. Gekauft wird zum höheren, verkauft zum niedrigeren Preis. Dieser Unterschied ist wichtig, denn: Die Prämien für Calls mit niedrigerem Ausübungspreis sind höher. Nur so kann ein Prämienüberschuss entstehen, wenn der Kurs etwa der Aktie unter den des Ausübungspreises fällt.

Natürlich kann es passieren, dass Kurs wider Erwarten steigt und beide Optionen ausgeführt werden müssen. In dem Moment ist man in der Shortposition als Stillhalter zum Verkauf der Aktie verpflichtet, und zwar zum geringeren Preis als man ihn durch die Ausübung des Long Calls erwirbt. In der Folge ergibt sich aus der Differenz zwischen den Ausübungspreisen und dem Prämienüberschuss ein Verlust.

Liegt der Wert der Aktie am Verfallstag aber zwischen den beiden Ausübungspreisen, ermittelt sich der positive oder negative Überschuss aus der Differenz vom Kassapreis der Aktie, dem Ausübungspreis des Short Call und dem Ertrag aus den Prämien.

Ansatz mit Verkaufsoptionen

Das Verfahren funktioniert genauso als Baisse Put Spread mit Verkaufsoptionen. Nur sind dann alle Vorzeichen umgekehrt. Ein Put wird zum höheren gekauft und ein zweiter zum niedrigeren verkauft. Und weil die Prämien für Puts mit höherem Ausübungspreis teurer sind, entsteht zunächst ein Prämienverlust. Steigt der Aktienkurs unerwartet, verfallen beide Puts und es bleibt das Defizit.

Fällt er hingegen, sodass man mit beiden Optionen im Geld ist, muss man die Aktie zum geringeren Preis kaufen. Gleichzeitig kann man den Long Put teurer verkaufen. Der Gewinn entsteht aus dem Unterschied zwischen den Ausübungspreisen und dem Prämienverlust.

Und liegt der Aktienkurs zwischen den beiden Ausübungspreisen, so errechnet sich der positive oder negative Überschuss aus der Differenz von Kassapreis, dem Ausübungspreis des Long Put und dem Defizit aus den Prämien.

Gewinne und Risiken mit Grenzen

Mit der Baisse Spread Strategie lassen sich Gewinne über fallende Kurse erzielen. Die haben aber ihre Grenze im niedrigeren Ausübungspreis.

Dafür ist zugleich der Verlust begrenzt. Im höchsten Fall besteht er in der Differenz zwischen der bezahlten Prämie für die Longposition und der kassierten Prämie für die Shortposition. Das Gegenstück zum Baisse Spread ist der Hausse- oder Bull Spread. Hier zählen steigen Kurse.

27. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.