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Günter Hannich
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Die Gefahren einer goldgedeckten Währung

08.02.2010 09:33 Uhr von Günter Hannich

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Welche Alternativen gibt es zu unserem Geldsystem? Dabei wird ein goldgedecktes System immer als eine der Aletrnativen genannt. Doch auch dieses System birgt Gefharen, die ich Ihnen heute und morgen hier und in meinem Newsletter "Hannich Vertraulich" erläutern werde.

Die Krise in Griechenland verdeutlicht immer stärker, dass mit unserem Geldsystem etwas nicht in Ordnung ist. Dabei ist es eben so, dass die Verschuldung in den entwickelten Staaten der Welt schneller ansteigt als die Wertschöpfung. In Deutschland steigt beispielsweise die Verschuldung etwa drei mal schneller als das Bruttosozialprodukt.

Das führte auch erst vor einigen Tagen dazu, dass der Bund der Steuerzahler die Geschwindigkeit der Schuldenuhr erhöht hat. Mittlerweile wächst die Staatsverschuldung um 4.481 Euro pro Sekunde. Allein für Zinsen müssen so umgerechnet 2.003 Euro pro Sekunde aufgebracht werden.

In den USA wachsen die Schulden sogar vier- bis fünfmal schneller als die Wirtschaftsleistung. Bei dieser Entwicklung ist klar: das aktuell herrschende Zins-Schuldsystem ist zum Bankrott verurteilt.

Doch trotz dieser trüben Aussichten zieht nicht Jeder die richtigen Schlüsse daraus. In der aktuellen Krise wird von so genannten Experten behauptet, dass die herrschenden Probleme durch neues „Goldgeld“ gelöst werden könnten.

Sicherlich ist es richtig, dass Gold als Edelmetall immer einen Wert darstellt. Und daher ist es auch ratsam einen Teil seines Depots in Gold zu halten. Aber das ist immer noch etwas völlig anderes als ein goldgedecktes Währungssystem. Bei dieses System, so die Befürworter, wäre das zügellose Gelddrucken unterbunden, da für jeden neuen Geldschein Gold beschafft werden müsste.

Aber an dieser Stelle reichen einige logische Überlegungen aus, um zu zeigen, wie gefährlich eine Golddeckung ist. Am Ende kann sich ein solches Geldsystem noch viel instabiler erweisen, als unser heutiges Schuld-Geldsystem. Schauen wir uns zunächst die gesicherten Fakten an:

Goldgeld brachte immer Armut

Die Geschichte hat gezeigt, dass Goldwährungen und der Goldstandard keine Probleme lösen, sondern erst schaffen. Vor der Einführung eines solchen Systems gibt es zudem das Problem, dass die meisten Länder überhaupt kein Gold besitzen. Für die Einführung eines solchen Systems müssten sie sich Gold von den wenigen großen Goldbesitzern der Welt zu deren Bedingungen und den entsprechend hohen Zinsen leihen. Die dann anstehenden Zinsbelastungen würden das Finanzsystem der jeweiligen Staaten sogar noch stärker belasten.

Die Instabilität eines solchen Geldsystems hat sich auch bei uns in Deutschland gezeigt. So hat die Deutsche Bundesbank darauf hingewiesen, dass gerade die Phasen des Goldstandards im 19. Jahrhundert ständige Deflationen verursacht haben. So war beispielsweise das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts fast ganz deflationär. Von den Experten wurde das mit dem Goldstandard und der fehlenden Geldanpassung an die gestiegene Bevölkerung und die höhere Produktivität begründet.
Daneben gibt es noch weitere Gefahren einer Goldwährung, die ich Ihnen in der morgigen Ausgabe aufzeigen werde.

 
 

Kommentare zum Artikel

09.02.2010 13:08
Christian
Die früheren Deflationen unter dem Gold-standard waren wesentlich harmloser als das, was wir in den nächsten 2-6 Jahren erleben dürfen. Aber es wird wenn bald die ganze Wahrheit ans Tageslicht gekommen, ist Vertrauensverlust so hoch sein, das Gold uns Silber das einzige ist, was als Geld angenommen wird. Das passiert ganz von selbst.

Ich empfehle Ihnen das Buch von Lips die Goldverschwörung.

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