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Kapitalmarkt-Trends: Vorstände zuversichtlich

02.08.2010 12:10 Uhr von Norbert Lohrke


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Vor kurzem hat die KPMG International eine Umfrage unter Vorstandsvorsitzenden/CEO von über 6.000 Unternehmen durchgeführt. Das Ergebnis wird manchen US-Skeptiker überraschen.

Norbert Lohrke schreibt für GeVestor.deLupen-Symbol

Norbert Lohrke erklärt in seiner täglichen Kolumne, was er von den aktuellen Marktentwicklungen hält.

 

So erwarten 70 % aus dem US-Produktionssektor und 64 % aus dem US-Dienstleistungssektor in den nächsten zwölf Monaten einen Umsatzanstieg. Wobei man was die Einstellung von neuem Personal mit 45 % bzw. 34 % betrifft, deutlich skeptischer ist. Andererseits ist im Produktionssektor seit Anfang des Jahres eine Verbesserung um 11 Punkte eingetreten, wohingegen es beim Dienstleistungssektor nur 1 Punkt war.

 

In Europa sind die Chiefs wegen der Griechenlandkrise etwas vorsichtiger. So sind es nur 55 % im Produktionssektor und weniger als die Hälfte im Dienstleistungssektor die steigende Umsätze erkennen wollen.

 

Und in den BRIC Regionen, also Brasilien, Russland, Indien und China sind nach 66 % im Februar jetzt noch 58 % der Meinung, dass die Umsätze nach oben gehen.

 

Was sagt uns das nun?

 

Die Konjunktur weltweit ist aufwärts gerichtet. Umsätze und Gewinne werden weiter zunehmen. Und da Kurse mittelfristig den Gewinnen folgen, sollten die Börsen in der zweiten Jahreshälfte anziehen.

 

Die schlechteren Zahlen zu den Einstellungen neuer Mitarbeiter zeigen die Vorsicht bzw. Skepsis, die nach wie vor mitschwingt. Offensichtlich trauen viele dem Frieden an der Finanzkrisenfront noch nicht so recht. Und so wartet man auf diesem Feld erst einmal ab. D.h. dass die Kaufkraft eher stagnieren als zunehmen wird, wovon grundsätzlich Konsumwerte und konsumnahe Werte negativ betroffen sein müssten. Von einzelnen Unternehmen, die auf Trends surfen oder wie adidas von der Fußballweltmeisterschaft profitierten einmal abgesehen.

 

Sollte die Skepsis, die weitere Einstellungen verhindert, allerdings zurückgehen, dann steht einem breiten Aufschwung, von dem auch und gerade die Konsumwerte profitieren werden, nichts mehr im Wege.

 

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Kommentare zum Artikel

30.07.2010 16:01
urs
Das Problem der direkten Micropayments von Computer zu Computer über das Internet, ohne Dazwischentreten des Bankensystems für den Zahlungsverkehr ist im Prinzip seit 2003 längst gelöst, aber noch nirgendwo verwirklicht. Lesen Sie dazu mehr im US Patent 7'613'654 vom 3. November 2009.
29.07.2010 18:44
ortwin spies
Hallo Herr Lohrke,
mit der Bürokratie haben Sie völlig recht.
Irgendjemand hat mal gesagt: Gegen Bürokraten helfen nur Soldaten!
So schlimm es nun heute noch nicht, aber etwas "zurückstutzen" wäre angebracht.
29.07.2010 17:23
jotis
Das ist alles lobenswert, greift aber viel zu kurz. Wenn dieses Land liberal werden soll, müssen die (wirtschaftlich) entmachtet werden, die die Erhaltung ihrer Macht jenen Erzkonservativen verdanken, die in der 2. Hälfte der 40-er Jahre des 20. Jahrhunderts das geschaffen haben, was wir BRD nennen (und das nach Meinung von nicht wenigen Staatsrechtlern gar kein Staat ist - mit allen rechtsstaatlichen Konsequenzen).
29.07.2010 16:04
Jürgen Zinn
Hallo Herr Lohrke, Sie sind ein Träumer. Der Missstand IHK ist so offensichtlich und so oft angegriffen worden, ohne die geringste Chance. Die Pfründe ist zu fett, jede Frittenbude wird abgezockt. Keine Partei würde es wagen, dagegen aufzumucken. Vergleichbar ist die Kirchensteuer, die FDP hat sich da mal weit aus dem Fenster gelehnt : nach drei Tagen war das Thema vom Tisch.
29.07.2010 15:56
Eckhardt Mietzke
Wo sollen denn die im 4ten Absatz abgeschafften "Rechtspfleger" zukünftig beschäftigt werden? Oder sollen die sich im Heer der Arbeitssuchenden mit einreihen?

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