Termin der Woche: Stahlharte Zahlen
Nach den heftigen Verlusten der Vorwoche stellt sich nun die Frage wie es weitergeht. Klar ist, dass die Berichtssaison in diesen Tagen unvermindert neue Daten liefert. Bei der eher schon negativen Marktstimmung werden es die Unternehmen schwer haben, die Märkte positiv zu überraschen.
Und ein Haar in der Suppe findet man eigentlich bei allen Firmen. kein Wunder, denn hinter uns liegt das Krisenjahr 2009. Und ob 2010 hinsichtlich der Geschäftszahlen so viel besser wird, steht auch noch nicht fest. Da wird von den wichtigen Marktteilnehmern ganz besonders scharf auf den Ausblick geschaut.
Unter besonderer Beobachtung befinden sich auch die großen weltweit agierenden Stahlkonzerne. Und da gibt es gleich zwei wichtige Termine in dieser Woche: am Mittwoch präsentiert der Weltmarktführer Arcelor Mittal seine Jahresbilanz 2009. Am Freitag folgen dann noch die Zahlen zum 1. Quartal von Thyssen-Krupp.
Stahlwerte sind immer ein guter Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung, denn das harte Metall findet in sehr vielen Branchen Verwendung. Insgesamt erwarten die Analysten für die Stahlbranche für 2010 eine leichte Erholung.
Bei Arcelor Mittal ist ein Vorsteuerergebnis von 6 Mrd. Euro möglich. Nur zum Vergleich: 2008 lag der Vergleichswert noch bei 25,5 Mrd. Euro. Ob es auf dieser Basis zu einem positiven Nettoergebnis reicht, ist schwer zu sagen. Immerhin konnte der Stahlkonzern nach drei Verlustquartalen in Folge im 3. Quartal 2009 wieder schwarze Zahlen aufweisen.
Bei Thyssen-Krupp ist das Ergebnis von Oktober bis Dezember wohl besser als erwartet ausgefallen. Das erklärte Vorstandschef Ekkehard Schulz erst kürzlich auf der Hauptversammlung. So hat wohl allein das europäische Stahlgeschäft einen Quartalsgewinn vor Steuern im niedrigen dreistelligen Millionenbereich erzielt. Beim Ausblick wird wohl alles beim Alten bleiben: Aktuell plant Thyssen Krupp bei sechs der insgesamt acht Geschäftsbereiche für das laufende Geschäftsjahr mit einem Überschuss.
Neben den Stahlwerten gibt es zahlreiche weitere Bilanzdaten in dieser Woche, so dass für genügend Spannung an den Märkten gesorgt ist.
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