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21 Mrd. $-Übernahme: AbbVie findet die Shire-Alternative

Am 13. Februar habe ich Ihnen geschrieben, dass der Übernahme-Sensor noch auf den Alternativ-Deal von AbbVie wartet.

Der Pharma-Konzern wollte sich eigentlich im Vorjahr für 55 Mrd. Dollar den Konkurrenten Shire einverleiben, nahm jedoch nach einer Änderung im US-Steuergesetz von den Übernahme-Plänen kurz vor der Ziellinie wieder Abstand.

Das Geld war also wieder frei für einen anderen Übernahme-Kandidaten und den haben die Amerikaner offenbar gefunden. AbbVie will für 21 Mrd. $ Pharmacyclics übernehmen.

Erfolgreiche Biotech-Unternehmen werden häufig Ziel einer Übernahme

Dieser Deal ist ein weiterer Klassiker in der aktuell zu beobachtenden Übernahme-Welle im Pharma-Sektor: Ein Groß-Konzern will die Forschungs- und Produktpipeline mit einem erfolgreichen Biotech-Unternehmen wieder auffüllen.

Um nicht selber die teuren Forschungskosten für künftige Medikamente und das Risiko eines Misserfolgs tragen zu müssen, lassen die Pharmakonzerne diese Aufgabe den Biotech-Unternehmen.


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Wenn ein Unternehmen sich dann als sehr erfolgreich herausstellt, wird es kurzerhand übernommen.

Imbruvica soll AbbVie-Kasse klingeln lassen

Pharmacyclicals ist ein Biotech-Unternehmen, dass besonders in der Krebsforschung aktiv ist. Aktueller Hoffnungsträger ist das Blutkrebs-Medikament Imbruvica. Analysten bescheinigen dem Medikament ein Umsatzpotenzial von mehreren Milliarden Dollar und sehen darin eine gute Ergänzung zu AbbVies Pipeline.

Es könnte sein, dass AbbVie Imbruvica zusammen mit einem in der Forschung befindlichen Wirkstoffträger gegen Blutkrebs nutzen will, um eine noch bessere Therapie anbieten zu können.

AbbVie auf der Suche nach dem Humira-Ersatz

AbbVies Umsätze werden aktuell zu fast zwei Dritteln von Humira erwirtschaftet. Doch das Medikament gegen verschiedene Autoimmunkrankheiten verliert den Patentschutz, sodass AbbVie dem drohenden Umsatzrückgang entgegenwirken muss.

Das bringt das Unternehmen bei Übernahme-Verhandlungen natürlich in eine nicht ganz ideale Position. Lange Zeit wurde Johnson& Johnson auf der Käuferseite vermutet, da der Pharma-Konzern zusammen mit Pharmacyclics Imbruvica entwickelt hat und die Hälfte der Rechte an dem Medikament hat.

Doch offenbar zahlt AbbVie für die andere Hälfte einen stolzen Preis und stach Johnson&Johnson aus.

Langfrist-Investoren machen aus 2000 Dollar in 7 Jahren über 500.000 Dollar

Am Markt kam die Übernahme-Meldung nur bei den Aktionären des Übernahme-Kandidaten gut an. Pharmacyclics-Aktien steigen um rund 10% und notieren nur knapp unter dem rechnerischen Angebotspreis.

Ein Deal wird vom Management des Übernahme-Kandidaten unterstützt und dürfte reibungslos über die Bühne gehen. AbbVie zahlt eine Übernahme-Prämie von 13% auf den gestrigen Schlusskurs.

Richtig gelohnt es sich ein Einstieg für Langfrist-Investoren. 2008 stand die Aktie bei unter 1 $ – jetzt lockt ein Angebot von 261 $.

Was gut für die eine Seite ist, das ist meist schlecht für die andere Seite. In diesem Fall sind die AbbVie-Investoren alles andere als begeistert. Der Preis sei zu hoch, urteilen einige Investoren. Im vorbörslichen Handel sackt die Aktie des Bieters um 4% ab.

5. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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