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-30% in 5 Tagen: Twitter-Aktie bricht erneut 2-stellig ein

Wenn Aktien auf der Basis von Marktgerüchten und Herdentrieb in den Himmel schießen, dann braucht man sich nicht wundern, wenn das Platzen der Gerüchte zu einem Sturzflug führt.

Keine Aktie hat das zuletzt so eindrucksvoll bewiesen, wie das Papier des US-amerikanischen Social Media-Konzerns Twitter.

Nach einem Kurs-Fiasko am vergangenen Donnerstag bricht die Aktie heute erneut um über 10% ein.

Kurs zieht an…

Rückblick: Mitte September kochten wieder einmal Übernahme-Gerüchte hoch.

Es hieß, dass die Google-Mutter Alphabet, Disney, Salesforce, Microsoft, Apple und andere ein Auge auf den Kurznachrichtendienst geworfen hätten.

Viele dieser Namen fielen auch bei vorherigen Gerüchten, doch diesmal schien etwas mehr als nur Rauch den Übernahme-Kandidaten zu umgeben. Gut informierte Kreise bescheinigten konkretes Übernahme-Interesse.

Optimismus steigt in den Himmel

Die Twitter-Aktie reagierte mit einem Kurssprung. Bei so vielen Interessenten ist eine gewinnbringende Übernahme nicht weit – vielleicht sogar nach einem für Aktionäre höchst lukrativen Bieterwettstreit.

Getrieben von der Übernahme-Chance und der meist positiv klingenden Berichterstattung verteuerte sich die Aktie in kurzer Zeit um mehr als 40%.


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Warnungen von Analysten, dass die Aktie heiß gelaufen ist und selbst im Falle einer Übernahme einen kleineren fairen Wert besitzen könnte als der erreichte Börsenpreis, wurden ignoriert.

Dämpfer 1: Wahrscheinlichste Interessenten springen ab

Am vergangenen Donnerstag wurden die Spekulanten auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt:

Gut informierte Kreise teilten mit, dass Alphabet und Disney, die im Vorfeld am heißesten gehandelten Bieter, kein Übernahme-Angebot abgeben werden.

Auch Offerten von Apple und Microsoft seien unwahrscheinlich. Die Aktie kam daraufhin unter die Räder, da – falls die Gerüchte stimmten – ohne diese 4 auch die Chancen eines Verkaufs-Prozess deutlich gesunken waren.

Die Übernahme-Chance war dadurch allerdings nicht vom Tisch. Es wurde gehofft, dass die verbliebenen Interessenten weiter an einem Deal festhalten könnten.

Größter Hoffnungsträger wurde Salesforce, nachdem der Unternehmens-Chef es vermied, die Gerüchte zu beerdigen.

Dämpfer 2: Weitere Übernahme-Hoffnungen zerschlagen sich

Am Samstag kam dann jedoch die zweite kalte Dusche:

Einen Verkaufs-Prozess werde es wohl nicht mehr geben, berichtete der bei Übernahmen sehr häufig gut informierte Daten- und Nachrichtenanbieter Bloomberg.

Dem Bericht zufolge wurde ein Meeting mit externen Beratern am Freitag Nachmittag kurzfristig abgesagt. Heute reagierte die Twitter-Aktie daraufhin erneut mit einem Kursabschlag von über 10%.

In den vergangenen 5 Tagen hat die Aktie aufgrund der eingetrübten Übernahme-Chance gut 30% an Wert verloren und kostet am Mittag in New York weniger als vor Aufkommen der Gerüchte.

Twitter: Nach den Zahlen wieder einen Blick wert

Die Achterbahnfahrt der Aktie zeigt Ihnen, dass es gefährlich ist, Hauptmeldungen aus den Medien blind hinter her zu rennen. Wichtig ist, dass Sie sich immer auch über mögliche Risiken informieren.

Twitter ist eher ein Sanierungsfall als eine Wachstums-Story. Trotz eines atemberaubenden Umsatz-Wachstums gelang es dem Management bislang nicht, daraus Profit zu schlagen.

Es ist gut möglich, dass die kommenden Geschäftszahlen wieder einmal nicht den Markterwartugen gerecht werden.

Teilweise wird dem Management vorgeworfen, planlos zu sein: Schwaches Management, stagnierendes Wachstum, fehlende Gewinne.

Das riecht nach einem Fall für aktivistische Investoren, die nach Ansicht des Übernahme-Sensors noch vor Weihnachten Twitter kapern werden.

Wenn die neuen Geschäftszahlen für das 3. Quartal raus sind und/oder eine entsprechende Meldung über den Einstieg eines Aktivists, dann lohnt der Blick auf die Twitter-Aktie.

Dann rennen Sie nämlich nicht der Berichterstattung hinterher, sondern sind investiert, bevor die nächsten Gerüchte hochkochen.

10. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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