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40% Prämie: Ferrero versüßt Thornton-Aktionäre den Wochenauftakt

Beflügelt von der Hoffnung auf einer Einigung im Schuldenstreit zwischen den Kreditgebern und dem von der Pleite bedrohtem Griechenland, legten die Kurse an Europas Börsen heute weiter zu.

Erste Analysten nehmen bereits an, dass es jetzt einen Durchmarsch des deutschen Leitindex DAX bis auf 13.000 Punkte geben wird. Eine Sommerrally kommt zwar nicht so häufig vor, doch hat sie in diesem Jahr durchaus gute Chancen.

Doch auch wenn eine Börsenhausse ausbleibt oder nicht ganz so stark ausfallen sollte, sind hohe Gewinne im „Sommerloch“ möglich. Wenig saisonal ist nämlich das Übernahme-Geschäft. Und dort sind schnelle hohe Gewinne möglich – wie der aktuelle Deal von Ferrero und Thornton zeigt.

Wasserdichte Übernahme: Aktie steigt nach Deal-Ankündigung auf Angebotshöhe

Ferrero, bekannt für den Schoko-Aufstrich Nutella, will für 157 Mio. Euro den britischen Schokoladenproduzenten Thorntons übernehmen. Beide Unternehmen haben den Deal-Bedingungen bereits zugestimmt.

Das letzte Wort, ob die Übernahme gelingt, haben nun die Aktionäre. Es wird erwartet, dass auch die den Deal abnicken werden. Immerhin bieten die Italiener eine ausgesprochen hohe Übernahme-Prämie von 42,9% auf den Schlusskurs vom Freitag.


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Aktionäre sollen 1,45 britische Pfund (GBP) je Aktie in bar erhalten. Das an der Londoner Börse gehandelte Papier stieg kurze Zeit nach Bekanntwerden der Offerte auf 1,44 Pfund. Bis zum Angebotspreis fehlt also nur 1 Pence. Ein klares Zeichen dafür, dass der Deal gelaufen ist.

Dank hoher Prämie: Für viele Investoren wird aus einem Verlust ein Gewinn

Das Schöne am Übernahme-Geschäft ist, dass selbst Verlustpositionen in kurzer Zeit zu einem Gewinn werden kann. Bei einer Prämie von 40% verwandeln Investoren, die bis Freitag 20% im Minus lagen, das Minus in einen Gewinn von rund 17%.

Dass bei Thornton reihenweise Investoren im Minus lagen, ist nicht unwahrscheinlich. Der britische Traditions-Schokolatier musste Ende 2014 eine Gewinnwarnung aussprechen. Während zu Beginn dieses Jahres die Aktienmärkte reihenweise in den Rally-Modus wechselten, bröckelte der Kurs von Thornton weiter ab.

Nach einem Rutsch von 1,20 GBP auf 0,90 GBP ging es weiter runter auf 0,62 GBP. Wer im Frühjahr auf eine Wende setzte, hat also über 100% Gewinn erzielt. Wer der Aktie die Treue hielt, hat anstelle eines Verlusts von etwa 50% immerhin noch einen Gewinn von 20% erzielt.

Übernahme für Ferrero nur kleiner Fisch

Für Ferrero, einer der weltweit größten Süßwaren-Hersteller ist die Übernahme nur ein kleiner Fisch. Der Konzern mit über 30.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von zuletzt 8,4 Mrd. Euro betrachtet den Deal als „Erweiterungsinvestition“. Thornton erwirtschaftet fast den kompletten Gewinn in Großbritannien.

Ferreros Motivation wird zum Großteil die aktuelle Schwäche Thorntons gewesen sein. Das Management hat Fehlentscheidungen getroffen und einen Finanzinvestor an Bord gehabt, der einen Deal wollte. Mitte Mai verlor das Unternehmen dann auch noch den Chef.

Für Ferrero also eine gute Chance billig einzusteigen und die Probleme zu lösen. Vielleicht erwartet Ferrero mit den Thornton-Produkten auch außerhalb Großbritanniens erfolgreich zu sein. Es ist ja alles da.

Sie waren bei dem Deal nicht dabei? – Ich auch nicht!

Streng genommen ist ein Deal gar nicht so überraschend. Schwaches Management, schwache Geschäftsentwicklung, Weggang des Chefs und ein aktivistischer Finanzinvestor, der mit 20% beteiligt ist? – Das riecht nach Übernahme.

Das Problem ist, zu beurteilen, wann mit einem Deal zu rechnen ist. Die Gründe, die für einen Deal sprechen, sind in diesem Fall die gleichen Gründe, die für einen weiter fallenden Aktienkurs sprechen. Distressed Mergers sind generell schwer zu beurteilen. Bleibt ein Deal aus, wächst nicht selten der Verlust.

Hier stellte sich die Frage: Will ich in einen kaum bekannten britischen Penny-Stock investieren und auf einen Deal hoffen? – Dann lieber auf die Kandidaten setzen, die auch eine Gewinnchance tragen, wenn ein Deal ausbleibt.

23. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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