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57% Übernahme-Prämie: Philips erfreut gebeutelte Volcano-Aktionäre

Gestern 60% Übernahme-Prämie für die Talisman-Aktionäre, heute 57% Prämie für die Volcano-Aktionäre. Kurz vor Weihnachten erfreuen die Bieter amerikanische Übernahme-Spekulanten mit großzügigen Angeboten.

Der niederländische Elektronik-Konzern Philips will für 1,2 Mrd. $ den amerikanischen Medizintechnik-Konzern Volcano übernehmen. Die Managements der beiden Unternehmen haben den Übernahme-Bedingungen bereits zugestimmt. Das Volcano-Management empfiehlt seinen Aktionären die Angebotsannahme.

Philips plant nach 2 Jahren Umstrukturierung weiteren Konzernumbau

Philips steckt mitten in einer Konzern-Umstrukturierung, die vor 2 Jahren angestoßen wurde. Aufgrund wachsender asiatischer Konkurrenz hatten die Niederländer unrentable Elektronik-Bereiche verkauft und den Rotstift beim Personal angesetzt. Die zuletzt vorgelegten Zahlen zeigten erste Erfolge des Konzern-Umbaus.


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Doch Philips geht die bisherige Umstrukturierung nicht weit genug. Vor wenigen Monaten verkündete der Siemens-Rivale die Abspaltung des traditionsreichen Beleuchtungsgeschäfts. Die Bereiche Medizintechnik und Verbrauchselektronik sollen zusammengeführt werden. Dieser Bereich wird jetzt durch die Volcano-Übernahme gestärkt.

Philips rechnet dank Volcano-Vertriebsstruktur mit Cross-Selling-Einnahmen

Die Übernahme bietet die üblichen Vorteile: Kosteneinsparungen auf der einen Seite – neue Kundschaft auf der anderen. Im amerikanischen Volcano-Heimatmarkt rechnet Philips zudem mit positiven Effekten für Philips-Produkte, die über das Volcano Vertriebsnetz den Kunden schmackhaft gemacht werden sollen.

Volcano hat 2013 einen Umsatz von 400 Mio. Dollar erwirtschaftet und musste einen Verlust von 34 Mio. Dollar ausweisen. Die Übernahme ist ein Stück weit eine Wette, dass Philips mehr aus dem Unternehmen rausholen kann als es das alte Management konnte.

Übernahme für Langfrist-Aktionäre ein Verlustgeschäft

Dementsprechend vorsichtig zeigten sich die Philips-Aktionäre nach der Bekanntgabe der Übernahme. Philips-Aktien verlieren gestern 4,4% – können heute in einem freundlichen Umfeld den Vortagesverlust aber fast egalisieren. Mit einem Minus von etwa 10% ist die Aktie 2014 schwächer gelaufen als der Gesamtmarkt.

Die Aktie des Übernahme-Kandidaten dagegen haussiert. Das Volcano-Papier steigt um 55% und notiert mit 17,56 $ nur wenige Cent unter dem Angebotspreis von 18 $ je Aktie. Dies zeigt Ihnen, dass der Markt einen reibungslosen Deal erwartet.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Übernahme – wie auch schon gestern – trotz hoher Prämie für die meisten Investoren ein Minus-Geschäft ist. Der Kurs ging in diesem Jahr deutlich auf Tauchstation und ist vom Hoch bei 23,47 $ über 50% entfernt gewesen.

Die jetzt gebotenen 18 $ sorgen wenigstens dafür, dass das Minus nicht allzu hoch ausfällt. Volcanos Geschäfte laufen seit 2011 schleppend und ohne Deal wären die 18 $ lange Zeit vermutlich nicht erreicht worden.

Der Übernahme-Preis für das kriselnde Unternehmen erscheint daher auch sehr ambitioniert. Den Volcano-Aktionären kann es egal sein. Wie immer bei Übernahmen, geht mit Vertragsschluss das Investitionsrisiko auf den Käufer über.

18. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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