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Intel Aktie: Charttechnik nahm Entwicklung wieder einmal vorweg

Vor genau einer Woche eröffnete Alcoa (Ticker: AA) traditionell die Quartalsberichtssaison. Der Aluminiumhersteller überraschte mit starken Zahlen für das 1. Jahresviertel 2015.

Aufgrund der deutlich gesunkenen Gewinnerwartungen im Vorfeld der Quartalsberichtserstattung weckten die Alcoa-Zahlen die Hoffnung, dass die Unternehmensergebnisse am Ende doch nicht gar so schlecht ausfallen könnten.

Gestern legte ein weiterer Großkonzern seine Bilanz für die ersten 3 Monate vor. Auch Intel Corp. (Ticker: INTC) überraschte nicht negativ. Das wäre ansonsten wohl auch übel geworden:

Der weltgrößte Chiphersteller hatte nämlich erst im März seine Umsatzprognose um rund -10% gesenkt. Seit gestern wissen wir: Die Erlöse blieben exakt in dem zu erwartenden Rahmen von 12,8 Mrd. USD. Das bedeutet im 12-Monatsvergleich defakto eine Stagnation.

Immerhin konnte das Ergebnis leicht von 1,93 auf 1,99 Mrd. USD gesteigert werden. Und noch besser: Intel zeigte sich verhalten optimistisch für das laufende 2. Quartal.

Intel-Notierung knapp unter dem langfristigen Trend

Im Chart hatte sich die verschlechterte Geschäftsentwicklung allerdings schon weit vor der Offenbarung im März gezeigt. Schauen Sie selbst:

intel corp in usd-tages-chart-15-04-2015


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Intel Corp.: Kursverlauf nahm verschlechterte Geschäftsentwicklung vorweg

Im Januar wurde eine 2-monatige Seitwärts-Bewegung beendet: Der Kurs sackte zunächst auf die 200-Tagelinie zurück. Seit Anfang März notiert die Intel-Aktie knapp unter diesen Indikator für den langfristigen Trend.

Das On-Balance-Volumen (OBV) bestätigt diesen Abwärtstrend. Dieser Indikator verknüpft bekanntlich die täglichen Kursveränderungen mit den dazugehörigen Umsätzen. Ein hohes Handelsvolumen bei sinkenden Notierungen schlägt sich beispielsweise in einem fallenden OBV nieder.

Aus diesem Grund eignet sich das On-Balance-Volumen hervorragend dazu, das Verhalten der Großinvestoren zu verfolgen und zu studieren. Diese Marktteilnehmer bestimmen mit den ihnen zur Verfügung stehenden, gigantischen Geldmitteln die Trends an den Aktienmärkten.

Korrektur lediglich Gegenbewegung im langfristigen Aufwärtstrend

Der folgende Chart macht indes deutlich, dass die jüngsten Verkäufe der Großanleger in einer längerfristigen Betrachtung an Bedeutung verlieren:

intel corp in usd-wochen-chart-15-04-2015

Intel Aktie: Korrektur lediglich Gegenbewegung im langfristigen Aufwärtstrend

Wie Sie erkennen können, handelt es sich sowohl bei dem Kursrückschlag der letzten Monate, als auch beim OBV-Sinkflug lediglich um Gegenbewegungen innerhalb der seit Ende 2012 bestehenden Aufwärtstrends.

So gesehen könnte der Intel-Kurs in den kommenden Tagen durchaus noch einmal auf die langfristige Aufwärtstrend-Linie (rote Linie) aufsetzen. Aus Sicht der Charttechnik sollte die seit Januar andauernde Korrektur damit jedoch ausgestanden sein.

In der langfristigen Perspektive zeigen sich die Großinvestoren bei weitem nicht so negativ, wie das im Tages-Chart „rüberkommt“. Tatsächlich notiert das On-Balance-Volumen sogar nur geringfügig unter dem seit Juli 2014 aufgebauten Widerstand (pinkfarbene Linie).

Fazit

Die Charttechnik bringt es ans Licht: Der Kurs der Intel-Aktie hatte sich zu Jahresbeginn zu weit von der seit 2012 bestehenden Aufwärtstrend-Linie entfernt.

So gesehen nahm der Kursverlauf die im März vom Chiphersteller offenbarte stagnierende Geschäftsentwicklung schon seit Ende Januar vorweg. Das On-Balance-Volumen zeigt indes:

Die Großinvestoren haben ihre Intel-Positionen im 1. Jahresviertel nur unwesentlich verringert. Sie vertrauen dem Konzern ganz offensichtlich auch weiterhin.

Die Korrektur könnte sich also schon bald dem Ende zuneigen. Interessierte Investoren sollten daher das Verhalten der Großinvestoren im Auge behalten:

Ein Anstieg des On-Balance-Volumens über den Widerstand der letzten Monate hinaus signalisiert wieder aufflammendes Kaufinteresse.

15. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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