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Achten Sie auf die Produktionskosten bei Goldminen

Beim Blick auf die Wertentwicklung der meisten Goldwerte kann man sich eigentlich nur verwundert die Augen reiben.

Auf Sicht der vergangenen sechs Monate gibt es nur sehr wenige Werte, die einen Zuwachs vorweisen können. Selbst große und anerkannte Goldproduzenten leiden aktuell an der Börse.

Das gilt beispielsweise für Agnico Eagle Mines. Die Aktie hat in zwölf Monaten 40 Prozent an Wert eingebüßt. Auf den ersten Blick sieht das Unternehmen auch sehr gesund aus: Doch schon beim Blick auf die Produktionszahlen zeigen sich erste Probleme.

Im Geschäftsjahr 2011 lag die Goldproduktion bei 975.00 Unzen und damit unterhalb der Unternehmensprognose aus dem Dezember 2012. In diesem Jahr soll die Goldproduktion zwischen 875.000 und 950.000 Unzen liegen – also selbst im günstigsten Fall geht Agnico Eagle Mines von einem Rückgang aus.


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Doch ein entscheidender Knackpunkt sind die Cashkosten der Goldproduktion. Bei Agnico Eagle Mines sind die Kosten im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 12% auf 592 Dollar pro Unze gestiegen.

Agnico Eagle Mines: Unterdurchschnittliche Kosten und zusätzlich noch Produktionswachstum

Damit liegt das Unternehmen sogar noch deutlich unter dem Branchendurchschnitt von rund 660 Dollar pro Unze. Und dann kommt noch hinzu, dass der Goldpreis seit dem Beginn des Bullenmarktes 2002 deutlich schneller gestiegen ist, als die Cashkosten der Produktion.

Auf diesen Zeitraum bezogen sind die Cashkosten laut aktueller Studien um 250% gestiegen. Der Goldpreis bringt es aber auf einen Zuwachs von annähernd 400%.

Insofern ist die aktuell zu beobachtende Ausweitung der Margen nur logisch. So sind Umsatzrenditen von 20% bei vielen Goldminen zu beobachten. Agnico Eagle Mine hat hier immerhin noch knapp 15% geschafft im ersten Quartal 2012.

Zusätzlich hat das Unternehmen die Produktion auf ein Rekordniveau von fast 255.000 Unzen Gold im ersten Quartal 2012 gesteigert. Das entspricht einem Zuwachs von annähernd 20% im Vergleich zum Vorjahr.

Bis 2014 strebt das Management zudem eine weitere Produktionssteigerung aus den bestehenden Minen um 24% an. Dazu ist das Unternehmen mit Cashbeständen von knapp 200 Mio. Dollar auch ausreichend finanziert.

All dies sind positive Faktoren, die bei einem Minenwert eigentlich auch eine solide Kursentwicklung erwarten lassen sollten. Doch das ist eben überhaupt nicht so. Auf 52-Wochen-Sichgt hat die Aktie mehr als 40% an Wert verloren. Gleichzeitig hat jedoch der Goldpreis nur minimal um 2% nachgegeben.

Immerhin hat die Aktie in diesem Jahr ein Plus von mehr als 10% aufzuweisen: Da gehört der Titel schon zu einer Ausnahme. Und vielleicht setzt sich dieser zuletzt positive Trend sogar fort, wenn die aktuellen Bilanzdaten besser als erwartet ausfallen. Nähere Infos dazu kommen am Mittwoch den 25. Juli vom Unternehmen.

16. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.