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Adidas-Aktie: US-Konkurrent Nike hängt Adidas ab

Adidas-Aktionäre hatten im Börsenjahr 2014 wenig zu lachen.

Der Aktienkurs stürzte seit den Jahreshöchstkursen zum Jahresanfang bei knapp 93 Euro auf mittlerweile rund 57 Euro ab – ein Verlust von derzeit fast 40%.

Die Gründe für den Kursabsturz sind fundamental nachvollziehbar. Nachdem es für den Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach im Frühjahr noch nach einer Wende zum Besseren in der Geschäftsentwicklung aussah, hat sich im zweiten Halbjahr die große Ernüchterung breit gemacht.

Das eingebrochene Russland-Geschäft und die Schwache Golfsparte belasten das Geschäftsergebnis. Besser läuft es beim US-Konkurrenten Nike. Die in der abgelaufenen Woche veröffentlichten Quartalszahlen zeigen deutlich, dass Nike im Moment das Maß aller Dinge unter den Sportartikelherstellern ist.

Nike hat im Ende November abgelaufenen Geschäftsquartal seine Erlöse währungsbereinigt um 18% auf 7,4 Milliarden US-Dollar gesteigert. Effektiv blieb davon aufgrund der Aufwertung des US-Dollars noch ein Plus von 15% übrig.

Das ist deutlich mehr als Adidas zuletzt vorweisen konnte. Adidas hatte für sein Ende September abgelaufenes Geschäftsquartal lediglich ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 9% auf 4,1 Milliarden Euro berichtet.


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Schwacher US-Markt, Russland-Krise und Golfsparte belasten

Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach tut sich weiterhin schwer, Nike auf dessen Heimatmarkt USA Konkurrenz zu machen. Doch auch die Krise auf dem wichtigen Absatzmarkt Russland macht Adidas weiterhin schwer zu schaffen.

Die Kaufkraft der russischen Kundschaft nimmt angesichts der dramatischen Rubelschwäche weiter ab. Russland ist für Adidas einer der wichtigsten Absatzmärkte. Der Sportartikelhersteller ist dort sogar Marktführer. Bislang beträgt der jährliche Umsatzbeitrag in Russland rund eine Milliarde Euro.

Adidas betreibt etwa 1.000 Filialen in Russland. Eigentlich wollte Adidas in diesem Jahr dort sogar noch weitere 100 Filialen eröffnen.

Im Sommer musste Adidas hier jedoch die Kehrtwende einleiten: Statt der Ausweitung des Filialnetzes will der Konzern mehr Filialen als geplant schließen und auch die Zahl der angedachten Neueröffnungen deutlich reduzieren.

In den vergangenen Jahren konnte Adidas in dem stagnierenden Markt für Golfausrüstung Marktanteile hinzugewinnen. Der Umsatzbeitrag aus der Golfsparte betrug im vergangenen Jahr noch 1,3 Milliarden. Für seine Golfsparte TailorMade-Adidas war das Unternehmen bislang eigentlich auch von einem guten zweiten Halbjahr 2014 ausgegangen.

Doch die immer weiter sinkende Anzahl der Golfspieler geht nicht mehr länger an Adidas vorbei. Als Reaktion hierauf will Adidas auch diesen Geschäftsbereich auf den Prüfstand stellen und ein Restrukturierungsprogramm auflegen.

Trendwende beim Rubel und Einstieg von Hedge-Fonds als Lichtblicke?

Ein Lichtblick für Adidas könnte das mögliche Ende der Rubel-Talfahrt in der Vorwoche sein.  Nachdem die russische Notenbank in der Vorwoche mit einer drastischen Zinserhöhung um 6,5% auf 17% auf die Rubelschwäche reagierte, kam es zu heftigen Kursreaktionen am Währungsmarkt.

Zunächst stürzte der Rubel zwar am Dienstag weiter ab. So kostete z.B. ein US-Dollar zwischenzeitlich ganze 78 Rubel. Doch anschließend schien die Maßnahme der Notenbank ihre Wirkung zu entfalten. Der Rubel wertete von seinen Tiefstständen am Dienstag bis zum Ende der Woche deutlich auf. Am Freitag kostete ein US-Dollar nur noch 58 Rubel.

Seit September machen zudem Gerüchte um den Einstieg mehrerer Hedge-Fonds bei Adidas die Runde. Zu den Kauf-Interessenten zählten demnach die angelsächsischen Hedge-Fonds Third Point und TCI.

Die genannten Großinvestoren haben in der Vergangenheit durch ihre Beteiligung an Unternehmen bereits mehrfach Einfluss auf die jeweilige Firmenpolitik genommen.

Angesichts der anhaltend schwachen Geschäftsentwicklung bei Adidas ist im Fall eines Einstiegs auch bei dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach eine Einflussnahme durch die Hedge-Fonds wahrscheinlich.

Sicher ist jedoch noch nichts. Der Einstieg der erfolgreichen Hedge-Fonds ist bislang noch genauso unsicher wie die Nachhaltigkeit der Rubeltrendwende in der Vorwoche. Adidas-Aktionäre blicken also weiterhin einer ungewissen Zukunft entgegen.

22. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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