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Adidas – Nike – Puma: Wer macht das Rennen?

Nachdem der US-Konkurrent Nike (4201) angekündigt hatte, seinen Umsatz bis 2015 um 40% auf rund 27 Mrd $ erhöhen zu wollen, zieht adidas (4203) nach und erklärt, dass es das Ziel sei, bis 2015 schneller zu wachsen als der Konkurrent aus den USA.

Die weltweite Führungsposition im Bereich des Umsatzes ist für adidas eher sekundär. Die Herzogenauracher streben vielmehr an, das weltweit führende Sportartikelunternehmen bei der Produktentwicklung, bei der Zusammenarbeit mit Athleten und beim Kundenservice zu sein.

Gelänge adidas die angepeilte Steigerung des Umsatzes um 50%, würde dieser bei etwa 17 Mrd € liegen. Kurz- und mittelfristig wird adidas also kaum am Thron von Nike rütteln können. Auch bei der Kursperformance hat Nike gegenüber adidas die Nase vorn.

Nike setzt Maßstäbe

Nike-Aktien legten in den letzten 12 Monaten um 27% und damit deutlich stärker als der Markt zu. Der S&P 500-Index brachte es im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 18%. adidas legte um 22% zu. Langfristig zeigt sich die gleiche Reihenfolge.

Während beide Aktien den Markt deutlich schlagen konnten, entwickelte sich Nike besser als adidas.


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Ein Blick auf die Fundamentaldaten offenbart warum: Der Branchenprimus setzt in allen Belangen Maßstäbe. Nike wächst nicht nur deutlich schneller als adidas.

Mit einer Umsatzrendite von 10% ist das Unternehmen auch doppelt so profitabel. Die Eigenkapitalrendite ist mit geschätzten 21% so gut wie bei keinem anderen Unternehmen, obwohl Nike weniger Fremdkapital als die Konkurrenz einsetzt.

Setzt die Raubkatze zum Sprung an?

Die Schlagzeilen in der Sportartikelbranche werden zumeist von den zwei Branchenführern adidas und Nike bestimmt. Doch zuletzt zog auch Puma (4204) die Blicke auf sich. Puma soll zu einer Kernmarke im Firmennetzwerk von Großaktionär Pinault-Printemps-Redoute (2404) ausgebaut werden.

Für die Nummer 2 unter den deutschen Sportmarken kommt dies einem Quantensprung gleich. Puma fungiert fortan als dominierende Kernmarke im Segment Sport + Lifestyle bei PPR.

Dieser Bereich soll zukünftig zur zweiten tragenden Säule neben dem Luxussegment (Yves Saint Laurent, Gucci) aufgebaut werden. Die Franzosen wollen um den deutschen Hersteller ein Portfolio von Marken aufbauen, die Puma ergänzen. Ab April 2011 wird Puma darüber hinaus seine Gesellschaftsform in eine SE umwandeln.

Bei dieser Variante der Europa-AG verschmelzen Aufsichtsrat und Vorstand zu einem Verwaltungsrat, dem Jochen Zeitz vorsitzen soll. Dessen Rolle im Firmenkonglomerat – und auch die von Puma wird somit deutlich gestärkt.

Eine Milliarde mit junger Mode

Sportartikel alleine bringen es nicht mehr. Mit diesem Ansatz folgt adidas dem Konkurrenten Puma . Mit der neuen Modemarke Neo will sich der Konzern auf dem stark wachsenden Modemarkt etablieren, der nach Berechnungen bis zum Jahr 2015 weltweit ein Volumen von 125 Mrd € erreichen soll.

Von diesem Kuchen will sich adidas ein schönes Stück abschneiden.

Mit Neo dringt adidas vor allem in das Revier von Marken wie H&M oder Zara vor. Bis 2015 soll Neo bereits mehr als 1 Mrd € zum Umsatz beitragen. Mit adidas Neo erschließt sich der Konzern jetzt ein neues Segment: Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren.

In Wachstumsmärkten wie China, Russland, Indien und auf den Philippinen eröffnete adidas bereits eigene Läden. Der Start in Westeuropa steht ebenfalls kurz bevor.

2. März 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.