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Aer Lingus-Übernahme auf der Zielgeraden

Seit mehreren Jahren versuchen internationale und nationale Bieter die irische Luftfahrt-Gesellschaft Aer Lingus zu übernehmen. Bereits 2012 schrieb Ihnen der Übernahme-Sensor unter der Überschrift „Ryanair, Etihad oder doch kein Deal – Was wird aus Aer Lingus? “ von verschiedenen Übernahme-Szenarien.

3 Jahre später kristallisiert sich heraus, welches Übernahme-Szenario ich durchsetzt. Die British Airways-Mutter IAG hat beste Karten, um mit einer Übernahme-Offerte in Höhe von 1,4 Mrd. Euro den Zuschlag zu erhalten.

Dritte Angebotsaufstockung überzeugt

IAG ist schon seit mehreren Monaten um einen Deal bemüht. In einer Erstofferte bot IAG 2,30 Euro je Aktie. Doch dass Angebot stieß genauso wenig wie eine auf 2,40 Euro je Aktie erhöhte Offerte auf offene Ohren bei Aer Lingus.

Erst als die Offerte ein drittes Mal aufgestockt wurde, zeigte sich das Management des Übernahme-Kandidaten zufrieden. 2,55 Euro je Aktie brachte IAG und Aer Lingus Ende Januar dieses Jahres zusammen.


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Staat hat ein Wörtchen mitzureden…

Trotz Einigung konnte nicht die Deal-Abwicklung eingeläutet werden. Aer Lingus gehört zu 25,1% dem irischen Staat und der musste erst einmal vom Mehrwert der Transaktion für Irland überzeugt werden.

Dazu zählt nicht nur ein angemessener Preis. Auch Konsequenzen für die Mitarbeiter, die Konkurrenz-Situation auf im irischen Luftfahrt-Markt und Auswirkungen auf das Streckennetz mussten untersucht werden.

Nachdem IAG verschiedene Zugeständnisse machte und weitere Informationen über die Zukunftspläne bekannt gab, stimmte das irische Parlament für den Verkauf des Staatsanteils.

Ganz uneigennützig ist die Entscheidung der Politik dabei vermutlich nicht. Der Verkauf spült 350 Mio. Euro in die knappen Kassen des Insel-Staats. Geld, dass ein Jahr vor der nächsten Wahl für vorgezogene Geschenke ausgegeben werden kann.

…und auch Konkurrent Ryanair

Mit der Zustimmung des Parlaments ist IAG einer Aer Lingus-Übernahme sehr nahe gekommen. Ganz am Ziel ist der Bieter jedoch noch nicht. Denn mit Ryanair besitzt die Luftfahrtgesellschaft einen weiteren Großaktionär, der einen vom Aert Lingus-Management gewollten Deal noch ein Strich durch die Rechnung machen kann.

Zuletzt getätigte Aussagen stimmen jedoch zuversichtlich, dass der Deal jetzt über die Bühne geht. Ryanair teilte im Frühjahr mit, dass der 30%-Anteil zu einem angemessenen Preis abgegeben wird.

Offen blieb dabei, ob der direkte Konkurrent damit die von IAG gebotenen 2,55 Euro je Aktie meinte.

Deal stellt dürfte alle Seiten zufrieden stellen

IAG hat dem irischen Parlament die Zustimmung mühsam abringen müssen, hat aber dafür auch einen wichtigen strategischen Erfolg erzielt. Der Airline-Verbund rechnet sich einen größeren Marktanteil im Transatlantik-Geschäft aus und bekommt begehrte Slots am chronisch überlasteten Londoner Flughafen Heathrow.

Einen Erfolg erzielten auch die Aer Lingus-Aktionäre. Das Übernahme-Angebot von 2,55 Euro je Aktie spiegelt ein Kursniveau wider, dass die Aktie in den vergangenen 6 Jahren nicht erreichen konnte. Der Kurs ist zudem fast doppelt so hoch wie das Ryanair-Angebot aus 2012.

1. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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