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Air Berlin-Aktie: Fluglinie setzt Sinkflug ungebremst fort

Dass sich Anlagen in Fluggesellschaften trotz des deutlich gesunkenen Ölpreises nicht immer rechnen, zeigt Ihnen ein Blick auf die Air Berlin-Aktie:

Seit dem Allzeithoch im Jahr 2007 ging es mit den Papieren rasant abwärts.

Mittlerweile summieren sich die Verluste auf knapp 97% – der Marktwert ist mit mittlerweile nur noch 80 Mio. € Lichtjahre von seinen Glanzzeiten entfernt.

Unbegründet kommt der Kursverfall aber keineswegs. Denn die deutsche Fluggesellschaft steckt tief in der Krise. Dies bestätigten die aktuellen Zahlen zur Geschäfts-Entwicklung.

Tiefrote Zahlen vermiesen die Stimmung

Das Trauerspiel um Air Berlin geht nach einem schwachen 2. Quartal ungebremst weiter. Damit kommt der Carrier auch in der wichtigen Sommerzeit nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus.

Eigentlich sollten die Fluggesellschaften mit den Gewinnen der Sommermonate die Verluste des schwachen Wintergeschäfts ausgleichen. Aber nicht bei Air Berlin:

Der anhaltende Druck auf die Ticketpreise, die schwächelnde Nachfragte und instabile politische Lage in den Feriengebieten (Türkei, Nordafrika) treffen Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft besonders hart.


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Während der Quartals-Umsatz um 9% auf 971 Mio. € zurückging, sprang der operative Verlust (Ebit) um das Vierfache auf 62,7 Mio. € (Vorjahr: 15,9 Mio. €) in die Höhe.

Ein Grund ist die anhaltende Sorge vor Terror-Anschlägen. Mit den Flügen in die Mittelmeer-Länder erzielt die Airline 1/3 ihres Umsatzes.

Da im Gegenzug viele Airlines ihre Flugverbindungen zu sicheren Urlaubsorten wie Mallorca und Spanien insgesamt ausgebaut haben, sind dort die Ticketpreise gesunken.

Erschreckende operative Entwicklung

Dabei stellt das letzte Quartal beileibe keine Eintagsfliege dar.

Während insbesondere in den USA die Airlines zuletzt Höchstmargen erzielten (Gewinn-Marge American Airlines 18,5%, Delta Airlines: 11,12%, Southwest Airlines: 11%), krebst Air Berlin seit Jahren in der Verlustzone herum.

In den vergangenen acht Jahren konnte lediglich im Jahr 2012 eine hauchdünne Gewinnspanne von 0,16% erreicht werden. Alleine im vergangenen Jahr fiel ein Rekordverlust von fast 450 Mio. € an.

Nur der Großaktionär, die arabische Fluglinie Etihad, die knapp 30% der Aktien hält, hält den Konzern durch ständige Kapital-Zuflüsse noch am Leben.

Ticketpreise im Sinkflug

Ein Problem liegt in den rückläufigen Ticketpreisen. So sanken zwar im vergangenen Quartal die Kosten pro angebotenem Sitzkilometer um gut 3%, was primär an den niedrigeren Kerosin-Kosten lag.

Aber die Ersparnisse wurden durch den Verfall bei den Ticketpreisen mehr als aufgefressen, da diese fast doppelt so stark nachgegeben haben.

Einen Ausweg aus der miserablen Situation sucht der Konzern unter anderem in Langstreckenflügen. In Zukunft sollen verstärkt Flieger von den Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf zu weit entfernten Ziele abheben.

Zudem verhandelt die Lufthansa Branchen-Kreisen zufolge mit den Berlinern über den Kauf eines Teils des Geschäfts. Konkret gehe es dabei um die Übernahme von etwa 40 der 150 Maschinen aus der Air-Berlin-Flotte samt der Besatzung.

Konzern-Führung mit trübem Ausblick

Auch für die nahe Zukunft ist keine Besserung in Sicht. Der anhaltende Wettbewerbsdruck wird sich voraussichtlich in einem nachfrageschwachen Umfeld auch auf das 3. Quartal auswirken.

In der Vergangenheit hatte Air Berlin noch in Aussicht gestellt, dass sich ab dem Sommer bessere Konditionen beim Treibstoff-Einkauf positiv auf das Ergebnis auswirken würden.

Viel Zeit bleibt der angeschlagenen Fluglinie nicht mehr, um den operativen Turnaround zu schaffen.

15. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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