Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Aixtron-Übernahme: Deal ist durch

Chinesische Bieter sind im Moment auf Einkaufstour. Sowohl in Europa als auch in den USA werden mit Hilfe der Politik etliche Auslands-Übernahmen getätigt.

Besonders in technologischen Bereichen und im Maschinenbau verstärkt sich das Reich der Mitte. Die Devise lautet: Made in China 2025.

Nicht wenige Bürger sind besorgt, dass der vermeintliche Ausverkauf deutscher Spitzen-Unternehmen stark nachteilig ist.

Vielfach sind die Ängste allerdings überzogen und häufig will der Übernahme-Kandidat sogar sehr gerne von einem finanzstarken chinesischen Bieter gekauft werden.

Chinesische Bieter waren z. B. zuletzt beim Traditions-Maschinenbauer Krauss-Maffei sehr willkommen. Der Maschinenbauer erachtete die Übernahme als Chance und nicht als Bedrohung.

Und auch beim Chip-Hersteller Aixtron freut man sich über das Interesse aus dem Reich der Mitte.

Bieter geht auf Nummer sicher: Annahme-Schwelle sinkt, Annahmefrist wird verlängert

Vor wenigen Monaten unterbreitete der chinesische Investor Fuijan Grand Chip (FGC) den Aixtron-Aktionären ein Übernahme-Angebot von 6 € je Aktie.

Die Offerte wurde vom Management und auch von vielen Analysten als sehr positiv erachtet.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Den Aktionären wurde empfohlen das Angebot, das ursprünglich heute Abend auslaufen sollte, anzunehmen. Doch 1 Tag vor Fristende hatten nur 43,9% die Offerte unterstützt.

Da FGC zur Bedingung machte, dass mindestens 60% das Angebot annehmen müssen, damit es Bestand hat (Mindestannahme-Schwelle) drohte die Übernahme ins Wasser zu fallen.

FGC reagierte. Der Bieter teilte mit, dass die Annahme-Schwelle auf 50,1% gesenkt wird. Statt 16,1% in rund 40 Std., braucht der Bieter jetzt nur noch 6,2% in 15 Tagen.

Übernahme-Aus wäre Katastrophe für Aixtron und die Aktionäre

Dass FGC die fehlenden Aktien angedient bekommt, ist sehr wahrscheinlich. Viele Profis warten bis zur letzten Minute bevor sie ihre Anteile dem Bieter überschreiben, um den Druck oben zu halten.

Im Fall von Aixtron ist aber streng genommen nicht sehr viel Druck aufzubauen.

Den Anteils-Eignern dürfte klar sein, dass bei einem Scheitern des Deals schnell wieder die 4 € oder vielleicht sogar die 3 €-Marke in Reichweite kommt.

Auch aus dem Vorstand wird mit deutlichen Worten vor einem Übernahme-Aus gewarnt.

Ohne den finanzstarken Partner müsste womöglich das Technologie-Portfolio verkleinert werden und die Mitarbeiterzahl deutlich reduziert werden, warnt Vorstand Martin Goetzeler.

Überzeugend dürfte auch sein, dass die Aixtron Barmittel seit 2013 um die Hälfte gesunken sind.

Annahme-Quote könnte positive Überraschung werden

Das Absenken der Mindestannahme-Schwelle dürfte den Deal wasserdicht machen.

Argonaut Capital – mit 8% wichtiger Aixtron-Aktionär – soll inzwischen bereit sein, seinen Anteil anzudienen. Gibt Argonaut ab, hat FGC die Mindestannahme-Schwelle übersprungen.

Andere Investoren und Arbitrage-Jäger dürften ebenfalls in letzter Minute andienen.

Neben den Gründen, die für eine jetzige Angebots-Annahme sprechen, dürfte es auch zu früh sein, um auf die Vorteile späterer Übernahme-Phasen zu setzen.

Es wäre für den Übernahme-Sensor keine Überraschung, wenn am Ende des Übernahme-Prozesses eine starke 6 vorne steht – auch wenn die Annahme-Quote bislang erst bei 43,9% liegt.

Die Reaktion der Aixtron-Aktie zeigt dann auch, dass ein Deal vom Markt als höchst wahrscheinlich eingestuft wird.

Lag die Lücke zwischen Angebotspreis und Aktienkurs am Mittwoch noch bei 15%, sind es heute Nachmittag gerade einmal 4,4%.

7. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Jens Gravenkötter. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt