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Aixtron-Übernahme steht plötzlich auf der Kippe

Die Übernahme des im TecDax notierten deutschen Technologie-Konzerns Aixtron schien bereits so gut wie sicher.

Doch nun will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Übernahme von Aixtron durch einen chinesischen Investmentfonds erneut prüfen lassen.

Damit könnte die Übernahme und erhoffte Rettung von Aixtron durch einen chinesischen Investor im letzten Moment scheitern.

Wie das Unternehmen heute mitteilte, habe das Bundeswirtschaftsministerium die am 8. September erteilte Unbedenklichkeits-Erklärung widerrufen und wird die Übernahmepläne nochmals überprüfen.

Chinesischer Investor hält rund 65% der Anteile

Da der chinesische Investor Fujian Grad Chip Investment (FGG) bereits rund 65% der Aixtron-Anteile hält, schien die Übernahme so gut wie durch zu sein – zumal auch das Bundeswirtschaftsministerium zunächst eine Unbedenklichkeits-Erklärung abgab.

An die rund 65% der Aixtron-Anteile war der chinesische Investmentfonds FGG nach Abgabe eines Übernahme-Angebots gekommen.

Die Übernahmeofferte belief sich auf ein Gesamtvolumen von 670 Mio. €.

Jetzt, da die Übernahme plötzlich wieder auf der Kippe steht, reagieren die Anleger geschockt und schicken die Aixtron-Aktie deutlich auf Talfahrt.


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Die Nachricht über den Widerruf der Unbedenklichkeits-Erklärung seitens des Bundeswirtschaftsministeriums kam vollkommen unerwartet und ist eine böse Überraschung für alle Beteiligten.

Dies sahen auch zahlreiche Analysten am heutigen Tag so.

Aixtron braucht einen Investor

Das Problem: Wenn die Übernahme durch die Chinesen nicht zustande kommt, ist die Zukunft von Aixtron ungewiss.

Aixtron-Chef Martin Goetzeler hatte vor der geplanten Übernahme durch den chinesischen Investor lange Zeit nach einem zahlungskräftigen Investor gesucht.

Der Grund: Aixtron-Chef Goetzeler braucht dringend Geld, um den angeschlagenen Konzern wieder auf Kurs zu bringen.

Mit dem chinesischen Investor glaubte er, den Retter gefunden zu haben. Denn dieser verspricht einen besseren Zugang zum chinesischen Markt und das nötige Kapital für Forschung und Entwicklung.

Zudem haben die Chinesen angekündigt, Aixtron operativ nicht zu verändern. Daher empfahl das Aixtron-Management seinen Anlegern auch, das Übernahme-Angebot des chinesischen Investors anzunehmen.

Doch jetzt macht möglicherweise Wirtschaftsminister Gabriel einen Strich durch diese Rechnung.

Gabriel war übrigens in den vergangenen Wochen schon in einer anderen Übernahme-Verhandlung negativ aufgefallen, nämlich bei der Übernahme von Kaisers und Tengelmann durch Edeka.

Aixtron-Aktionäre teilweise gegen die Übernahme

Im Gegensatz zum Aixtron-Management zeigten sich zahlreiche Aixtron-Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung im Frühjahr 2016 wenig begeistert von den Übernahmeplänen.

Das hat aus meiner Sicht verschiedene Gründe:

  • Zum einen haben einige Aktionäre Angst, dass wertvolles Know-how nach China abfließt.
  • Zum anderen wollen sich einige Aktionäre nicht zu solch günstigen Preisen (und damit auch in vielen Fällen mit hohen Verlusten) von ihren Aixtron-Anteilen trennen.

Dazu müssen Sie wissen, dass die Aixtron-Aktie in den vergangenen Jahren einen dramatischen Absturz hinter sich hat und aktuell verglichen mit ihren Höchstständen auf sehr niedrigem Niveau notiert.

Das hat aber auch Gründe: So hat Aixtron seit Jahren operative Probleme.

Wie diese Geschichte ausgeht, kann derzeit niemand verlässlich sagen.

Grundsätzlich bin ich aber für so wenige staatliche Eingriffe wie möglich und halte daher auch den aktuellen Vorstoß des Bundeswirtschaftsministeriums für bedenklich.

24. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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