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Aktien: Kaufen und Liegenlassen funktioniert einfach nicht

Gestern las ich ein Plädoyer mit dem Hinweis Aktien zu kaufen.

Dabei wurde auf die gute Performance von Aktien in den letzten 10 Jahre hingewiesen.

Das Fazit war: An der Langfristanlage in Aktien führt kein Weg vorbei. Hörte sich gut an, klang rund, wirkte schlüssig – immerhin sind 10 Jahre eine runde Zahl und kein Pappenstiel.

Es gibt dabei aber einen großen Trugschluss. Das sehen Sie im untenstehenden Chart.

DAX: Die 10-Jahresperformance wird immer besser

Ich kann heute schon vorhersagen, dass diese Aussagen mit guter Performance von der Langfristanlage in Aktien immer reißerischer werden. Wenn der DAX nicht unter 6.000 Punkte fällt, wird es bald heißen: „Aktienanlage: Geldverdopplung in 10 Jahren – unschlagbar und unverzichtbar.“ Ich werde dann gegebenenfalls auf diesen Kommentar aufmerksam machen.

Sehen Sie nun, warum die Langfristanlage in Aktien eben doch nicht funktioniert und das ein Trugschluss ist.


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DAX mit 1.110 Punkten Gewinn in 10 Jahren, aber …

Auf Basis seiner Wochenschlusskurse hat der DAX vom 27.04.2001 bis zum 22.04.2011, also in fast genau 10 Jahren, 1.110 Punkte zugelegt. Das sind, leicht aufgerundet, 18% Gewinn. Lohnt es sich also Aktien zu kaufen?

1. Trugschluss: Start der 10 Jahre im Crash

Im obigen Chart sehen Sie, dass der DAX von 8.000 Punkten kam und sich vor 10 Jahren schon mitten im Crash befand. 10 Jahre hören sich zwar „rund“ an. Es ist aber ein Zeitraum, der zufällig einen günstigen Startzeitpunkt hat.

Im Chart sehen Sie, dass die 10-Jahresbilanz sich bald dramatisch positiv verbessert, wenn der DAX auch nur über 6.000 Punkten bleibt. Denn am 21.09.2001 notierte der DAX mit 3.787 Punkten.

Das wäre bis zum aktuellen Stand ein Plus von 84%. Super – aber ein zufälliges Zwischenergebnis ohne Aussagekraft. Wer nur wenige Wochen vor dem 27.04.2001 eingestiegen ist, sitzt immer noch auf Verlusten.

2. Trugschluss: 18% Rendite in 10 Jahren sind nicht viel

Unabhängig von dem jetzt zufällig günstig liegenden Start des 10-Jahres-Zeitraums sind 18% auch keine hohe Rendite. Selbst wer damals voll eingestiegen ist und durchgehalten hat, der hätte mit Tagesgeld eine bessere Performance erzielt – risikolos.

Aktien kaufen ist gut …

Ich will hier nicht gegen eine Diversifikation von Kapitalanlagen sprechen, zu der unbedingt auch Aktien gehören.

Denn zu einer vernünftigen Zukunftsplanung empfehle ich Immobilien, physisches Gold und Silber, Bargeld / Tagesgeld und eben auch Aktien. Nun schnelle und hohe Gewinne sind mit Aktien nicht zuverlässig zu erzielen. Das zeigt auch das wilde Auf und AB im obigen Chart.

Ein Langfristinvestor, der ungefähr vor 10  Jahren in Aktien eingestiegen ist, der verbucht nur zufällig Gewinn.

… Optionen erzielen bei jeder Börsenbewegung Gewinne

Klar, ich bin der Optionen-Profi und schreibe den Optionen-Profi – also bin ich für Optionen. Ich denke aber auch bei neutraler Sicht und Betrachtung des obigen Charts des DAX: Bei dem wilden Auf und AB hatte ein Anleger mit „Kaufen und Liegenlassen“ kaum eine Gewinn-Chance.

Der (zusätzliche) Einsatz von Call-Optionen und Put-Optionen erhöht die Gewinn-Chancen signifikant.

Heute vor 191 Jahren, also am 27.04.1820, kam der englische Philosoph und Soziologe Herbert Spencer zur Welt. Er schrieb:

„Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.“

Es wäre nie das Auto gebaut und nicht die Eisenbahn, kein Haus und kein Computer, wenn der Bildung nicht das Handeln gefolgt wäre. Und folgte der „Börsenbildung“ nicht der Börsenhandel, gäbe es keine Gewinne.

27. April 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.