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Aktieneinstufung: Cisco Systems hoch, Apple runter

Zwar musste Cisco Systems für das 3. Quartal einen leichten Umsatz-Rückgang auf rund 12 Mrd. $ hinnehmen.

Auch der Gewinn gab von 2,44 auf 2,35 Mrd. $ nach, doch hatte der Markt mit noch tieferen Zahlen gerechnet.

Während das Datacenter-Geschäft um 1% zulegte, schrumpfte das Geschäft mit klassischen Routern um 5%. Der Umsatz mit Switches sank um 3%.

Besonders erfolgreich war der Bereich Security und Firewalls rund um SourceFire. Hier verzeichnete Cisco einen Zuwachs von 17%.

Insgesamt fiel der Produkt-Umsatz um 5% auf 8,8 Mrd. $, während das Service-Geschäft um 11% auf 3,1 Mrd. $ zulegte.

Cisco investiert in das Thema Internet of Things (IoT) und übernimmt für 1,4 Mrd. $ Jasper. Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen der führenden Player im Bereich Internet of Things.

Das Unternehmen stellt eine Cloud-basierende IoT-Service-Plattform bereit, mit der Konzerne und Service-Provider IoT-Dienste bereitstellen, managen und monetarisieren können, und hat bereits 3.500 Kunden.

Cisco Systems investiert verstärkt in Deutschland und Europa

Für Cisco handelt es sich beim Jasper-Kauf um die größte Übernahme seit der Akquisition von Sourcefire im Jahr 2013.


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Um die Digitalisierung in Deutschland zu beschleunigen, hat Cisco das Programm Deutschland Digital aufgesetzt, in dessen Rahmen in den nächsten 3 Jahren 500 Mio. $ in verschiedene Initiativen investiert werden.

Neben Deutschland investiert Cisco dabei in Europa auch verstärkt in Großbritannien, Frankreich und Italien. Für 2016 erwarten wir eine leichte Steigerung beim Umsatz. Zudem gelingt es Cisco, seine Brutto-Marge auf hohem Niveau zu halten.

Unternehmens-Porträt

Cisco Systems ist der weltweit führende Entwickler und Hersteller von High-Performance-Multimedia- und Multiprotokoll-Internetworking-Produkten für Computer-Netzwerke.

Die Produkte (insb. Router und Switches) decken eine große Bandbreite an End-to-End Netzwerk-Hardware, Software und Services ab.

Hauptkunden sind Telefon-Gesellschaften, Internet-Service-Anbieter, Energieversorger, der Staat und kleine bis mittelständische Unternehmen.

Apple setzt weniger iPhones ab

Unsere Befürchtungen, dass das iPhone seinen Zenit überschritten hat, wurde jetzt Gewissheit: Das erste Mal seit 2007 setzte Apple im Vergleich zum Vorjahres-Quartal weniger iPhones ab.

Der Absatz ging im 2. Quartal um 16% auf 51,2 Mio. Stück zurück und der Umsatz um 13% auf 50,56 Mrd. $. Beim iPad und Mac waren die Absatz-Zahlen um 19 bzw. 12% rückläufig.

Regional verbesserte sich der Umsatz nur in Japan. Mit einem Umsatzplus von 20% entwickelten sich zumindest die Services positiv.

Unterm Strich verdiente Apple satte 10,5 Mrd. $, aber es waren immerhin 22,5% weniger. Die Quartals-Dividende wurde dennoch erhöht und zwar von 54 auf 57 Cent pro Aktie.

Problematisch ist Apples hohe Abhängigkeit vom iPhone und die stagnierende Nachfrage nach PCs, Tablets und Wearables.

Auch die Konkurrenz schläft nicht: Die Qualität aus Fernost ist nicht zu unterschätzen, lässt sich aber für einen deutlich geringeren Preis erwerben.

In den aufstrebenden Ländern wie Indien und China muss Apple mit Hürden seitens der Telekommunikations-Anbieter und -Netze kämpfen, in den USA ist der Markt gesättigt.

In China fällt der Absatz um 26%. Hoffnungen sollen die Apple Watch und das kürzlich vorgestellte iPhone SE machen. Für diese werden die Verkaufszahlen aber nicht veröffentlicht.

Der Ausblick für 2016 bleibt aufgrund der, wie befürchtet, schlecht ausgefallenen Quartals-Zahlen verhalten. Ob der Einstieg von Starinvestor Warren Buffett mit 1 Mrd. $ der Aktie nachhaltig Auftrieb verleiht, ist fraglich.

Unternehmens-Porträt

Apple Inc. designt, produziert und vermarktet PCs und Server sowie Hard-/Software und Kommunikations-Lösungen. Kunden-Zielgruppen sind primär die Bereiche Bildung, Konsum, Unternehmen.

Die Produktpalette umfasst Desktop-Geräte (Macintosh, iMac), Notebooks (iBooks, Titanium), Peripherie- sowie Multimedia-Geräte und Handys (iPod, iPad, iPhone).

Apple-PCs und das Mac OS X halten eine Sonderstellung im Wintel-Markt (Microsoft-Windows und Intel).

13. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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