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Aktion Deltakorrektur Teil 1

Wenn ausländische Quellen- und deutsche Abgeltungssteuer aufeinandertreffen, können sich vermeintlich lukrative Anlagen schnell als Minusgeschäft entpuppen.

Kann das denn sein?

Eine Überraschung dürften Inhaber dividendenstarker Auslandsaktien erlebt haben. Die Banken haben die Gewinnausschüttungen storniert. Und das ging sogar mit rechten Dingen zu.

Der deutsche Fiskus hat gemerkt, dass sich Anleger die Quellensteuer auf Dividenden in Spanien und Norwegen dort erstatten lassen können.

Daher die Order an alle Geldinstitute, die sonst übliche Anrechnung der ausländischen Quellensteuer auf die deutsche Abgeltungssteuer bei Aktien dieser Länder zu stornieren.

Wie die Rückerstattung vor Ort allerdings funktioniert, muss der Anleger selbst herausfinden.


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Das ist teuer

Für deutsche Anleger eine teure und lästige Entscheidung. Seitdem summiert sich die Steuerlast auf 45,4% (19% spanische Quellensteuer plus 26,4% Abgeltungssteuer mit Soli) – Kirchensteuer noch nicht mit eingerechnet. Die Erträge werden also doppelt besteuert.

Zudem erfordert die Rückerstattung eine Steuernummer und ein Bankkonto in Spanien. Der Problematik mit der Quellensteuer sind sich Anleger nicht bewusst, insbesondere dass man sich in einigen Ländern einen Teil der Quellensteuer zurückholen kann. Vermutlich verschenken Anleger Jahr für Jahr Geld.

Schätzungsweise auf 700 Mio. € Rückerstattung haben deutsche Anleger allein 2010 verzichtet. Die Antragsscheu ist kein deutsches Phänomen. Amerikanische Investoren verschenken 2,2 Mrd. €, bei den Briten ist es rund die Hälfte.

Steuern: Schwieriges Thema

Das Beispiel zeigt: Wenn deutsche Pauschalsteuer und ausländische Quellensteuer zusammen-kommen, wird es für Anleger kompliziert – nicht nur bei Spanien und Norwegen. Fast jeder Staat schöpft heute von Dividendenzahlungen Steuern ab, bevor der Betrag auf ausländische Konten fließen darf.

Auch 2012 zwingt der Fiskus die Banken dazu, bei ihren Kunden nachträglich Abgeltungssteuer auf Auslandsdividenden zu kassieren. Diesmal geht es um das Jahr 2009.

Die Deltakorrektursolls richten

Bei der Berichtigungsaktion kommt erstmals die Deltakorrektur zum Einsatz. Speziell für die Abgeltungssteuer entwickelt, sollen mit ihr Abrechnungsfehler der Vergangenheit in einem späteren Steuerjahr bereinigt werden.

Betroffen sind erneut Anleger, die 2009 spanische oder norwegische Aktien im Depot hatten und dafür Dividenden erhalten haben. Die Anleger müssen die Gewinnausschüttungen der ausländischen Aktiengesellschaft nachversteuern – entweder per Überweisung oder Direktabzug vom Konto.

Die Banken schreiben sogar ihre ehemaligen Kunden an, sofern die Anschrift bekannt ist.

Schnell wird man zum Steuersünder

Anleger, die der Aufforderung nicht nachkommen, müssen ihre Dividendenerträge in der Steuererklärung nachdeklarieren. Wer dies versäumt, kann damit rechnen als Steuerhinterzieher aufzufliegen.

Denn die Banken melden die Daten von Kunden, die nicht zahlen oder unbekannt verzogen sind, an die Finanzverwaltung.

6. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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