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Aktuelle Charttechnik im DAX-Index

Die am vergangenen Freitag mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten fielen schlechter als erwartet aus.

Es gab eine große Unsicherheit im Vorfeld der Verkündung, weil die Anleger mit den Arbeitsmarktdaten eine Art „Glaskugel“ für kommende US-Zinserhöhungen verbanden.

So stiegen die Aktienindizes auch in erster Reaktion am Freitag Spätnachmittag an. Weil schlechte US-Daten gleichbedeutend mit einer Verschiebung der Zinserhöhung gesehen werden, kauften Investoren ein.

Doch schon am Montag verebbte die Kauflaune wieder. Der Feiertag in den USA sorgte zusätzlich für dünne Umsätze, wollte man doch erst einmal die Reaktion der US-Amerikaner abwarten.

„Gibt es Anschlusskäufe, ja oder nein?“, lautete die gestellte Frage. Die Antwort kam dann feiertagsbedingt erst gestern:

Der US-Aktien-Index zog zwar leicht um +0,3% an, aber als echte Anschluss-Käufe kann man das nicht bezeichnen; jedenfalls verfielen die DAX-Börsianer hierzulande nicht in Euphorie.

Die nächsten Impulse versprechen sich die Investoren von EZB-Chef Mario Draghi, dessen Rede zum jetzigen Zeitpunkt des Berichtes noch nicht angefangen hat.

Fakt bleibt: Weder die DAX-Bullen, noch die DAX-Bären, haben sich so richtig aus ihren Behausungen gewagt.

Wie sich die Situation aktuell charttechnisch darstellt, analysieren wir zunächst in der kurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 0709 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

An der Unterseite 10.450 beachten

Im August hat der DAX-Index 2x auf die Marke von 10.450 Punkten aufgesetzt (untere blaue Horizontal-Linie). Er konnte sich in beiden Fällen dort stabilisieren und sich um etwa +200 Punkte nach oben absetzen.

Die Unterseite wurde seitdem nicht mehr getestet. Viel spannender ist es zurzeit an der Oberseite!

10.800 im Visier, aber noch nicht geknackt

Auf dem Weg zur 10.800er-Marke (rote Linie) befindet sich der DAX-Index aktuell am Widerstand bei etwa 10.740/50 Punkten (schwarze Horizontal-Linie).

Und dieser Widerstand scheint es in sich zu haben – zunächst ein unscheinbarer Wert, aber es ist erkennbar, dass der DAX-Index bereits schon 2x vorher daran gescheitert ist.

Aber das ist noch nicht alles: Ich habe Ihnen den flachen Aufwärtstrend seit Mitte August eingezeichnet (grüner Trendkanal).


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Auch dieser verläuft mit seiner oberen Begrenzung in der Zone 10.740/50 Punkte und sorgt für zusätzlichen Widerstand.

Ganz deutlich wird die Stärke des vermeintlich kleinen Widerstands erst, wenn wir auf den mittelfristigen 1-Jahres-Chart des DAX-Index schauen:

DAX 0709 8M

DAX-Chart 1 Jahr (Tagesbalken)

Ich habe Ihnen im Chartbild die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends eingezeichnet (obere rote Trendlinie). Er besteht seit 16 Monaten und dominiert den Markt seitdem eindeutig.

Sie sehen auch sehr schön, dass der DAX-Index hier schon 2x anstieß und abprallte.

Jetzt kommt die Aufklärung: Durch seine negative Steigung befindet sich die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends aktuell eben nicht mehr an der 10.800er Marke, sondern verläuft bei etwa 10.740/50 Punkten!

Somit kann dieser Marke eine Triple-Wirkung zugestanden werden.

  1. Horizontaler Widerstand von den Zwischenhochs am 11. und 12. August
  2. Die obere Begrenzung des kurzfristigen Aufwärtstrends
  3. Der starke seit 16 Monaten bestehende Abwärtstrend

Damit ist jetzt die Marke von 10.800 Punkten, welche das bisherige Jahreshoch darstellt, nicht vom Tisch. Von ihr geht immer noch eine Widerstands-Funktion aus.

Nur hat sich die wahre Widerstandskraft auf 10.740/50 Punkte verlagert.

Sollte es dem DAX gelingen, hier durchzustarten, dann ist die 10.800er Marke nicht weit und sollte eigentlich direkt mit einem Ruck ebenfalls überwunden werden.

Es bleibt bis auf die Gewichts-Verlagerung von 10.800 Punkten auf 10.740/50 Punkte im Wesentlichen bei der Aussagekraft der vergangenen Woche. Denn viel hat sich nicht verändert:

Der nächste Versuch, den mittelfristigen Abwärtstrend zu knacken, muss signifikant sein!

Wir tauchen in eine entscheidende Phase der charttechnischen Bewertung des DAX-Index für die nächsten Monate ein. Es gibt jetzt 2 Szenarien, die Sie sich weiterhin merken sollten:

  1. Der Sprung über die obere Begrenzung des übergeordneten mittelfristigen Abwärtstrend-Kanals (roter Kreis) gelingt. Dieser liegt aktuell bei etwa 10.740/50 Punkten. Damit würde der DAX-Index tatsächlich frei bis zum Hoch von Ende November 2015 bei 11.400 Punkten sein.

Natürlich vorausgesetzt, der Durchbruch ist signifikant. Und das kann man nun eindeutig daran festmachen, dass das Zwischenhoch bei 10.800 – zugleich Jahreshoch 2016 – direkt mit überwunden wird.

  1. Der DAX-Index gerät an der Widerstands-Marke unter Druck und fällt unter die 10.450 zurück. Dann ist davon auszugehen, dass auch die 10.100er-Marke schnell ins Visier genommen wird. Hält auch diese nicht, taucht der DAX bis auf die untere Begrenzung des neuen Aufwärtstrends aus 2016 ab (untere blaue Trendlinie). Das bedeutet etwa 9.600/700 Punkte.

Fazit:

Es bleibt trotz aller Seitwärts-Bewegung der vergangenen Wochen spannend! Deshalb ist es umso wichtiger für Sie, genauestens auf die von mir angesprochenen Marken im DAX-Index zu achten!

Das wird auch aus dem langfristigen 10-Jahres-Chart des DAX-Index ersichtlich:

DAX 0709 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Mittelfristiger Trend liegt im Fokus! Langfristhausse bleibt völlig ungefährdet!

Der langfristige Hausse-Trendkanal (breiter blauer Trendkanal) ist ungefährdet. Der DAX-Index befindet sich in etwa in der Mitte dieses sehr breiten Kanals.

Vielmehr gilt das besondere Interesse dem diesen Trend seit über 16 Monaten untergeordnete mittelfristige Abwärtstrend (roter Trendkanal).

Die starke W-Umkehr-Formation (grünes W) führte zum Angriff auf die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrend-Kanals, der bei etwa 10.740/50 Punkten verläuft.

Hier wird es sich entscheiden!

Die Ziele lauten: Entweder 11.400 Punkte oder 10.100 Punkte!

11.400 Punkte sind das Zwischenhoch aus dem vergangenen Dezember. 10.100 ist eine gute horizontale Unterstützung, die neben einigen Tests in 2016 schon vom Hochpunkt aus dem Juli 2014 herrührt.

Fazit:

Jetzt kommt es darauf an: Schafft der DAX diese Hürde (10.740/50/10.800) und knackt den Widerstand (grüner Kreis), bestünde erhebliches Kurspotenzial!

Rechnen Sie dann mit einem Anstieg auf 11.400 Punkte. Je nach Verfassung des Marktes sind danach bis Jahresende sogar 11.800/12.000 Punkte drin.

Prallt er hingegen ab und fällt zurück – getrieben durch eine mögliche Korrektur am US-Aktienmarkt – dann dürfte es einige Monate dauern, bis ein erneuter Angriff auf den mittelfristigen Abwärtstrend unternommen wird.

Wichtig: Merken Sie sich die Trigger-Marken 10.740/50/800 oben und 10.100 unten!

7. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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