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Alle Jahre wieder … dieselben Lügen

„Deutsche kaufen wie lange nicht mehr“

„Kauflaune steigt auf höchsten Stand seit sechs Jahren.“

„Die Anschaffungsneigung legte zu.“

Die drei obigen wörtlich kopierten Zitate (hier von der Internetseite tagesschau.de) sind typische Meldungen der letzten Tage. Überall werden uns die erfreulichen Aussagen für den Einzelhandel präsentiert.

Grundlage dafür sind die positiven Ergebnisse, die uns die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) zur Kosumneigung der Bürger nennt. Die Medien plappern das gerne nach, ohne das zu hinterfragen.

Gleichzeitig gibt es aber nur verhaltene positive Rückmeldungen aus dem Einzelhandel. In kleinen Städten ist, salopp gesagt, „tote Hose“. In mittleren und größeren Städten läuft es angeblich halbwegs passabel, aber da setzt man auf die Last-Minute-Käufe (so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth).


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The same procedure as every year

Aus dem kleinen Fernseh-Sketch „Dinner for one“, der Kult ist, stammt der Ausspruch „The same procedure as every year.“ (Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr.) Und das sind auch die Lügengeschichten, die uns die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) jedes Jahr auftischt. Glaubt man den Aussagen der Kaffeesatzleser, dann liegt die Anschaffungsneigung auf dem höchsten Stand seit 7 Jahren. Aber etwas Ähnliches wird uns halt jedes Jahr aufgetischt.

Unsinn im Jahr 2012

Im letzten Jahr wurde uns weisgemacht, der Handel könne mit einem um 9% höheren Umsatzvolumen rechnen. Gleichzeitig heißt es aber an anderer Stelle, dass der Aufwärtstrend des Konsumklimas vorerst gestoppt sei.

Unsinn im Jahr 2011

Im Vorfeld zum Weihnachtsfest 2011 erzählte man uns: „Das Konsumklima trotzt den steigenden Krisen- und Rezessionsängsten und legt weiter zu.“ Das positive Weihnachtsgeschäft wurde dann aber damit begründet, dass der durchschnittliche Verbraucher „nur“ 1,6% weniger ausgeben werde als im davor liegende Jahr.

Na, und noch ein Jahr zurück, also 2010 gab es dieses Märchen:

Unsinn im Jahr 2010

Im Vorfeld des Weihnachtsrummels 2010 hieß es, die Krise im Einzelhandel sei beendet. Die Umsatzzahlen des Einzelhandels belegten jedoch, dass es eine Stagnation gab (immerhin).

Politik und Wirtschaft verbreitet gute Stimmung

Dieses Ritual wiederholt sich jedes Jahr vor Weihnachten. Angesichts der Euro-Krise, unsicherer Arbeitsplätze, unsicherer Renten und steigender Energiepreise sowie anderer steigender Lebenshaltungskosten soll vor Weihnachten bittschön niemand auf die Idee kommen, zu sparen.

Denn, da doch der Nachbar (angeblich) im Kaufrausch ist, soll ich mich auch in den Weihnachtsrummel stürzen, natürlich mit locker sitzender Geldbörse.

Animation zum Kaufen

Wer seine Euros zusammenhält, soll animiert werden zu kaufen, nach dem Motto: Alle stürzen sich auf die Weihnachtskäufe, mach mit. Und damit könnte herbei geredet werden, was die Hoffnung ist: ein gutes Weihnachtsgeschäft. Bis hier wäre es ja noch in Ordnung.

Bedenklich ist, dass die meisten Medien diese Meldung Jahr für Jahr unkommentiert weiterverbreiten, offensichtlich ohne eigene Recherchen zu betreiben.

Vertrauen Sie keiner Meldung in den Medien

Ich wieder hole mich auch „alle Jahre wieder“, aber bewusst. So wie in den Jahren 2010, 2011 und 2012 empfehle ich: Lassen Sie bei allen offiziellen Meldungen Vorsicht walten. Glauben Sie nichts ungeprüft.

Zum guten Schluss wünsche ich Ihnen ein Weihnachtsfest, das Sie so genießen, wie Sie es sich wünschen: Im Kreise Ihrer Lieben, traditionell mit geschmücktem Weihnachtsbaum, „irgendwo“ im Schnee oder auch fernab in der Sonne, christlich geprägt oder einfach als schönes traditionelles Fest. Das Weihnachtsfest ist das Fest der Liebe und nicht das Fest des Konsums. Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Weihnacht

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

24. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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