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Alle reden vom Gewinn, ich vom Verlust

Ein Flop: Im Oktober 2011 habe ich Call-Optionen auf den Kaffee-Röster „Green Mountain Coffee Roasters“ (GMCR) empfohlen.

Da notierte die Aktie von GMCR mit über 100 USD. Laufzeit der Calls bis Januar 2013. Der Kurs der Aktie war zwar zuvor deutlich gestiegen und der Aufwärtstrend intakt.

GMCR Empfehlung war ein Flop

Am Freitag vergangener Woche verlor die Aktie von GMCR zum wiederholten Male massiv. Sie schloss mit einem Kurs von 52,59 USD. Meine Empfehlung war ein Flop.

Ich habe jetzt den Verkauf der Call-Optionen empfohlenen, denn trotz der immer noch langen Laufzeit ist keine realistische Perspektive mehr vorhanden. So schmerzhaft so ein Verlust im Depot auch ist, er gehört zur Börse wie der Regen zum Wetter.

Von Verlusten schreiben

Nun könnte ich ja auch nach dem Motto verfahren, „… bei Verlusten schweigt des Sängers Höflichkeit:“ Aber: Was bliebe – nur die Gewinne – wäre nur ein Teil der Wahrheit.


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(Immerhin gehört zur ganzen Wahrheit meiner Kaffee-Empfehlungen auch, dass ich im Dezember 2011, also 2 Monate nach der Empfehlung der Call-Optionen auf GMCR, auch Call-Optionen auf den Mitbewerber Starbucks empfohlen habe. Und die Calls stehen ganz kurz vor der Realisierung des angestrebten 100%-Ziel-Gewinns.)

Zurück zu dem Verlust-Trade: Er befindet sich in guter (eher wenig guter) Gesellschaft anderer Trades. Trades dieser Art gibt es auch immer wieder bei meinen Empfehlungen. Und nicht nur da. Es gibt keinen, und ich meine wirklich keinen einzigen Anleger, der nicht auch schmerzhafte Verluste in seinem Börsenleben verbuchen musste.

Mit Verlusten in bester Gesellschaft

Legendär ist die Aussage von Altmeister Kostolany, der sagte: Wer nicht dreimal im Leben pleite gewesen sei, sei kein Börsianer. Kostolany ist bekannt für seine überspitzten Formulierungen. Er hat damit ausgedrückt, was ich hier schreibe: Verlusttrades gehören dazu.

Warren Buffett: Der Beste der Besten mit serienweisen Verlusten

Und so findet sich auch der derzeit drittreichste Mensch der Welt, der Investor Warren Buffett, immer mal wieder auf der Verliererseite. Es sagt dazu: „Gebt eure Fehler zu und tut nicht so, als wären sie nie passiert.“

Und so gehört das „Beichten“ seiner Fehler genauso zu seinen legendären Jahreshauptversammlungen, wie das Vorzeigen seiner einzigartigen Gewinnbilanz über die Jahre gesehen.

Gemeinsamkeiten von Kostolany, Warren Buffett und mir

Deshalb habe ich hier jetzt über den Flop mit GMCR geschrieben. Und so befinde ich mich wirklich in bester Gesellschaft mit den gerade genannten Andre Kostolany und Warren Buffett und den vielen Top-Investoren seit Bestehen der Börsen, die alle Eines vereint: Sie haben auch (immense) Verluste gemacht. Warren Buffett spricht da durchaus auch von Milliarden-Flops.

Verluste und beste Bilanz sind kein Widerspruch

Warren Buffetts Berkshire Hathaway verbucht seit Anfang 2006 einen Gewinn von gut 10%. Wer würde daran Kritik üben wollen (außer Warren Buffett selbst).

Seit Anfang 2006 hat mein Basis-Depot des Optionen-Profi +253,52% zugelegt und steht damit knapp unter Allzeithoch. Dazu gehört aber eben auch das Aushalten von Flops und Verlusten.

Zum guten Schluss: Am 13.03.1987, also heute vor 25 Jahren, verstarb Bernhard Grzimek, der deutsche Zoologe, Verhaltensforscher, Zoodirektor, Tierfilmer und Sachbuchautor. Er schrieb:

Eine wissenschaftliche Arbeit wird nicht dadurch gelehrter, dass man „adult“ statt ausgewachsen, „juvenil“ statt jugendlich und ähnliches sagt. Es ist mein Ehrgeiz, alles in meiner Muttersprache ausdrücken zu können, und zwar auch in vernünftigen, verständlichen Sätzen.

Dem stimme ich zu und bemühe mich, es Grzimek gleich zu tun. In der Hoffnung, dass es gelingt, sende ich beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

13. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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