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Alno: Bekannter Küchenmöbel–Hersteller weiterhin mit Problemen

Kennen Sie die Alno AG? Falls nicht, sollten Sie sich bei passender Gelegenheit die Küchen Ihrer Freunde und Nachbarn etwas genauer anschauen.

Denn Alno ist ein großer und bekannter mittelständischer Hersteller von Küchenmöbeln.

Obwohl die Marke so bekannt ist, handelt es sich bei Alno um ein seit Jahren angeschlagenes Unternehmen, das gestern seine Zahlen für das 1. Halbjahr 2016 vorgelegt hat und damit bei vielen Anlegern für Enttäuschung sorgte.

Die Alno-Aktie verlor nach Vorlage der Zahlen in der Spitze über 10% an Wert. Doch Alno-Aktionäre, die bereits seit einigen Jahren investiert sind, dürfte das auch nicht mehr groß geschockt haben.

Denn die Alno-Aktie kommt allein seit April 2010 auf ein Minus von mehr als 90%.

Doch warum schlug sich die Alno-Aktie in den vergangenen Jahren so schlecht und warum waren viele Anleger von den gestern vorgelegten Zahlen enttäuscht?

Diesen Fragen möchte ich gleich für Sie auf den Grund gehen. Zuvor stelle ich Ihnen das Unternehmen Alno kurz vor.


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Die Alno AG im Kurzportrait

Die Wurzeln der heutigen Alno AG reichen zurück bis ins Jahr 1927. Damals gründete der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 21 Jahre alte Albert Nothdurft in Wangen bei Göppingen eine Schreiner-Werkstatt.

Im Jahr 1958 erfolgte schließlich die Verlagerung der Produktionsstätte nach Pfullendorf. Im selben Jahr folgte die Umfirmierung zur Alno Möbelwerke GmbH.

Der Name Alno setzt sich aus den ersten beiden Buchstaben des Vor- und Zunamens des Unternehmens-Gründers Albert Nothdurft zusammen.

Im Jahr 1995 erfolgte die erneute Umfirmierung zur Alno AG und der Börsengang des Unternehmens. Der Ausgabekurs der Aktie betrug 59 DM.

Mit einem Anteil von 60,2% des Aktienkapitals blieb die Mehrheit der Aktien im Besitz der Familie Nothdurft.

Seit dem Jahr 2000 hat das Unternehmen immer wieder mit Problemen zu kämpfen (anfangs wegen massiver Überkapazitäten) und musste in Folge dessen diverse Restrukturierungs-Programme durchführen.

Heute ist Alno einer der führenden Küchenmöbel-Hersteller in Deutschland und beschäftigt rund 2.100 Mitarbeiter, mit denen zuletzt ein Umsatz von 522 Mio. € erzielt wurde.

Und obwohl Alno nach Angaben des Unternehmens die „bekannteste und beliebteste Küchenmarke Deutschlands“ ist, dauern die Probleme an. Dies zeigt sich auch im aktuellen Zahlenwerk der Alno AG.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Alno erzielte zuletzt vor Steuern einen Verlust von 28,5 Mio. €, nachdem im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt noch ein Vorsteuer-Gewinn von knapp 5 Mio. € zu Buche stand.

Verantwortlich für den Ergebnis-Rückgang seien v. a. der laufende Umbau und die Kosten für Messen. Auch für das Gesamtjahr 2016 rechnet Alno-Finanzchefin Ipek Demirtas mit roten Zahlen trotz steigender Umsätze.

Aber: „Die Auftragslage entwickelt sich erstmals besser als der Markt“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Nach Kurzarbeit und Überkapazitäten in den Jahren 2013 und 2014 ist das eine neue Situation für uns.“

Somit scheint zumindest die Richtung bei Alno zu stimmen.

Wenn es das Unternehmen schafft, die gute Auftragslage auch in gute Ergebnisse umzumünzen, sind schon bald wieder Kurse jenseits der 1-Euro-Marke (aktuell rund 0,50 €) möglich.

Konservative Anleger sollten im Augenblick aber auf andere Mittelständler setzen und zunächst beobachten, wie es bei Alno auf Sicht der nächsten 1 – 2 Jahre weitergeht.

23. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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