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Alphabet-Aktie: Google-Mutter nach Zahlen unter Druck

So kann es gehen. Trotz satter Gewinn- und Umsatzsteigerungen wurde die Alphabet-Aktie in der vergangenen Woche von den Anlegern abgestraft. Dabei sahen die Zahlen auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht aus. Trotz des Kursrutschs können langfristige Investoren mehr als zufrieden sein. Auf 5-Jahres-Sicht liegen die Papiere immerhin noch über 250% im Plus.

Gewinne steigen stärker als der Umsatz

Wenn Sie sich die Geschäftsentwicklung ansehen werden Sie beeindruckt sein. Immerhin kletterten die Erlöse um 17,4% auf 20,26 Milliarden Dollar im ersten Quartal. Dabei verbesserten sich die Gewinne sogar noch stärker. Hier ging es um knapp 20% auf 4,212 Milliarden Dollar nach oben. Das entspricht einer Gewinnmarge von beachtlichen 20,78%.

Damit setzt der Google-Mutterkonzern die Erfolgsgeschichte weiter fort. Sie müssen wissen: Vor 15 Jahren lag der Jahresumsatz noch bei überschaubaren 86 Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr waren es dann fast 75 Milliarden Dollar. Die Gewinne stiegen entsprechend von 7 Millionen Dollar auf sage und schreibe 16,3 Milliarden Dollar.


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Anleger sind dennoch enttäuscht

Offenbar waren die Anleger von noch besseren Ergebnissen ausgegangen. Unterdessen verwies die Konzernführung auf Belastungen durch die starke Heimatwährung. Da der US Dollar stark aufgewertet hat, sind die Erlöse aus dem Ausland nach Umrechnung weniger wert. Zugleich hat Alphabet mächtig in die eigene Mannschaft investiert – insgesamt wurde die Personaldecke um 10.000 Mitarbeiter aufgestockt.

Rückläufige Werbepreise belasten

Aber der kräftigste Dämpfer kam wohl von den sinkenden Durchschnittspreisen für Werbeanzeigen bei Google. Zwar wurden 29% mehr Anzeigen im Internet angeklickt, aber die Werbeeinnahmen stiegen lediglich um 16% auf 18 Milliarden Dollar. Das bedeutet im Gegenzug, dass die Preise für Werbeanzeigen um 9% pro Klick gesunken sind.

Das Problem an der Sache: immer mehr Nutzer greifen über Smartphones auf die Google-Seiten zu. Da es auf dem Handy aber mühsamer ist, sich durchzuklicken und auch Produkte zu kaufen, zahlen die Werbekunden für Klicks übers Handy geringere Preise. Dieser Trend setzt sich weiter fort. Bereits im Vorquartal sanken die Durchschnittspreise um 13%.

Hoffnungssparte kommt nur langsam in die Gänge

Die Hoffnung vieler Anleger liegt in der Geschäftssparte „Other Bets“, in der Alphabet seine neuen Geschäfte mit Medizin, selbstfahrenden Autos, Drohnen fürs Internet oder der Vernetzung der Heimtechnik bündelt. Trotz einer Verdopplung der Erlöse steckt der Bereich noch tief in der Verlustzone (-657 Millionen Dollar).

Hoher Cash-Bestand sorgt für Sicherheit

Unterdessen hat die Google-Mutter auf Grund der hohen Gewinnmarge den Cash-Bestand weiter erhöht. Pro Aktie verfügt der Internet-Gigant immerhin über eine Liquidität von 108 Dollar. Das sind insgesamt 75,26 Milliarden Dollar. Damit kann Alphabet sich die Ausflüge in seine Zukunftsbereiche wie Robotik, Künstliche Intelligenz, das vernetzte Zuhause oder Drohnen fürs Internet locker leisten.

Jetzt muss der Konzern aber zeigen, dass er damit auch ein Gegengewicht zum Suchmaschinengeschäft (das immer noch über 99% der Erlöse beisteuert) aufbauen kann. Die Anleger zeigten sich in der vergangenen Woche noch skeptisch und sorgten für einen spürbaren Kursrückgang der Papiere.

3. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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